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Eine Mistelgeschichte

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08 Dez 2016 23:52 #14576 von Sironos
Sironos erstellte das Thema Eine Mistelgeschichte

Zum St-Barbaratag, dem 4.Dezember, schneidet man “Bärbel”-Zweige von den Obstbäumen, die man auf die Fensterbank stellt, damit sie an Weihnachten blühen. In der katholischen Tradition hat St.Barbara einen Bezug zur Unterwelt, weil sie nicht nur die Hüterin der Bergleute, sondern auch die Nothelferin der Sterbenden ist. In ihrer eigenen Legende fand sie beim Sterben Trost an dem blühenden Zweig.

Wo das Ritual mit den Zweigen herkommt, weiß man nicht sicher, aber vielleicht besteht eine Verbindung zu den Misteln, die die Druiden früher 6 Tage nach Neumond am Beginn des Winters von den Bäumen geschnitten haben. Über die Bedeutung der Mistel in der europäischen Kultur ist sehr viel geschrieben worden in der Forschung, aber das ist deswegen auch viel zum Lesen und nicht für alle Menschen nachvollziehbar. Also wollte ich das, was ich im Studium so alles gehört habe, in eine Geschichte verpacken. Entstanden ist dabei dieser lange Beitrag über die Mistelsage.

Ich habe dazu die nordische Sage von Baldur und Hermodr neu verfasst, indem ich sie mit deutschen Sagen aus der Antike und Oberschwaben verbunden habe (vor allem Äneas und Urschel). In diesen Sagen geht es um Unterweltreisen und Erlösungen, so wie auch schon bei Orpheus und Eurydike. Ursprünglich wollte ich auch die Barbara einbauen, die Heermut den Zweig für die Unterweltreise gibt, aber das erschien mir dann zuviel. Die isländischen Namen habe ich alle ins Deutsche übertragen. Zum Teil habe ich die Namen auch ausgetauscht, da zum Beispiel “Frau Holle” im europäischen (germanischen) Sprachgebiet nördlich der Stadt Kassel “Freke/Fricke/Frigga” heißt. In Norwegen nennt man sie zwar auch als Hullefrau, aber nur in den volkstümlichen Sagen, nicht in dem Gedicht, das ich verwendet habe.


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