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Indianermärchen

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02 Okt 2018 20:26 #14826 von Mountain Dreamer
Schamane
Der Schamane ist ein "Auserwählter" des Stammes, der in Kontakt treten kann mit der "anderen Welt". Die "andere Welt" ist die "nicht alltägliche Welt", sondern die Welt der Geister. Alles hat einen eigenen Geist, die Toten, die Tiere, die Pflanzen und selbst die Marterie wie z.B. die Steine.

In der "anderen Welt" hat alles eine andere, nicht alltägliche Bedeutung. Der Schamane spricht und nimmt Kontakt zu der anderen Welt auf, bittet für sich, einen Einzelnen oder den Stamm um Hilfe und Orientierung.

Um die Geister anzurufen verwendet der Schamane ein besonderes Ritual. Teil dieses Rituals ist das schamanisches Gewand, z.B. das Fell eines Tieres. In dem Märchen "von der Frau mit den gelben Haaren" trägt der alte Mann ein Wolfsfell. Oft erzeugt bereits das Anlegen "des Felles" eine Veränderung, der Tiergeist geht auf den Schamanen über. Das Fell selbst schafft den Zutritt in die andere Welt. Es ist wichtig welches Fell, welches Tierkleid der Schamane trägt, es ist sein Totemtier entspricht.

Das Totemtier wird als ein Wesen empfunden, von dem die Person abstammt – also der Urahn eines Menschen oder eines Stammes. Das Totem ist eine Art Schutzgeist, für den Schamanen und den Stamm. Für das Totem muss die Person bestimmte Tabus respektieren, Regeln, deren Missachtung als schweres Vergehen bestraft werden. In aller Regel durften Totemtiere weder getötet noch verletzt oder gegessen werden.

Der Schutzgeist des Wolfes leitet sich von den Eigenheiten des Wolfes ab. Der Wolf ist vorallem ein guter Lehrer. Für den Schamanen ist der Wolf ein Lehrer der heiligen Dinge. In einem Wolfsrudel werden ständig die strengen Hierarchien und Regeln des sozialen Umgangs kommuniziert. So erfährt der Schamane im Wolfskleid viel von diesem "sozialen Tier" über die Hierarchien und Regeln des Stammes. Der mysthische Geist des Wolfes offenbart sich nachts, wenn er bei Vollmond sein klagendes Geheul anstimmt. Die Freiheit und Unabhängigkeit des Wolfes ist legendär, im Gegensatz zum Hund, ist er scheu und lässt sich nicht einsperren oder domnestizieren. Dieser mächtige, freiheitliche Geist geht auf den Schamanen über.

Im Märchen steht dem mächtigen Schamanen, der mächtige Dämon der Wasserschlange gegenüber, die den jungen Häuptlingssohn in die Tiefen der Fluten hinabzieht. Genauso bedroht dieser "böse Dämon" den Indianerstamm mit Hunger und Tod. Im Schutz des Wolfes besiegt der Schamane den "bösen" Dämon. Der junge Häuptlingssohn wird in der Schwitzhütte durch die Rituale initiert und eingeweiht. Mit ihm geht die junge Frau, die die Tiere zu dem ausgehungerten Stamm bringt.

Es gibt ein Tabu, das mit der jungen Frau und den Tieren, die sich den Jägern freiwillig opfern, ausgesprochen wird. Das Tabu lautet, kein Mitleid mit den Tieren zu haben. Was kann dieses Tabu bedeuten, das Tieropfer zu würdigen und anzuerkennen? Anstatt es zu vermenschlichen, indem man Mitleid zeigt.

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