Geis

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20 Mai 2013 04:57 #13172 von Undine
Geis wurde erstellt von Undine
Wer legte eingentlich das Tabu für den Helden fest?
Und irgendwo kommt mir das vor,das sobald es festgelegt ist die ganze Welt drauf aus ist,den Helden in vorgenannte Zwickmühle zu bringen.
LG Undine
PS.Das Geis jedes angebotene Bier trinken zu müssen kann ganz schön ausufern.......

Das Problem von Hexen ist,das sie nie vor Dingen weglaufen,die sie von ganzen Herzen hassen.....

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20 Mai 2013 08:29 #13173 von Ishtar
Ishtar antwortete auf Geis
Die Frage habe ich mir auch schon mal gestellt.

Bei Llew law Gyffes war es seine Mutter Arianrhod
Bei Cwulch seine Stiefmutter

bei den anderen müsste ich mal nachlesen......

Für jene die nicht wissen was ein Geis ist, folget dem Link.

Melde mich heute abend wieder

BB
Ishtar
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20 Mai 2013 13:39 #13174 von Undine
Undine antwortete auf Geis
Der Witz ist,die Frage stellte sich nach einem Traum.
Leider war der Traum fremdsprachig.Das heißt weder englisch noch französisch noch spanisch.
Die handelnden Götter waren aber eindeutig aus dem indischen Sprachraum.
Die Götter zeigten mir,das und wie sie ein Geis festlegen.
Aber hätte es der Betreffende nicht gesagt bekommen,hätte er seinen mentalen Fokus nicht auf dieses gelegt.
So ergibt sich die Frage des Zweckes.
Erziehung?Herausforderung des Schicksals? Schmälerung der Kraft eines Helden?
Eine Mutter,die ihr Kind der Schande strafen will(Arianrhod) ist schon ungerecht.
Aber jeder andere,der ein Geis äußert oder verhängt handelt auch nicht verantwortungsvoll.
Warum war es dann eine zeitlang Praxis?Schadensbegrenzung? :huh: :dry:
LG,Undine

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20 Mai 2013 19:38 #13175 von Ishtar
Ishtar antwortete auf Geis
Modern würde ich sagen jede/r braucht seinen "quirk".

Ich bin mir nicht sicher, dass es Arianrhod wirklich um die "Schande" ging oder ob da nicht eine zu "christliche" Interpretatio reinspielt...... das mal dahingestellt....

ich habe da so eine Vermutung, möchte aber erst noch "in die Bücher" gehen. Wir können ja hier mal sammeln was es für "Geis" gab. Und dann mit anderen Kulturen vergleichen. Spontan, wenn auch nicht Indoeuropäisch kommen mir auch die Mesopotamischen "Me" in den Sinn. Inanna-Ishtar hatte ja die Me "an sich gerissen" und somit auch den Me "reise in die Unterwelt", was sie dann ausführte.

ich will aber wirklich mal noch nach den Büchern greifen.....

Spannend mit den Indischen Gottheiten, ich habe mich grad kürzlich etwas mit denen befasst und ich glaube da war in dem einen Buch auch etwas passendes......

BB
Ishtar
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21 Mai 2013 07:43 #13176 von Ialokin
Ialokin antwortete auf Geis
Letztendlich geht es immer um Geschichten. Und Geschichten brauchen einen Konflikt. Solche Verbote sind dazu da, übertreten zu werden. Die Märchen sind auch voll davon: Die verbotene Tür usw. Aus Sicht der Helden geht es um einen Wachstumsprozess. Etwas, was vorher verboten war (Held zu unreif), muss integriert werden (Held erwachsener).

Ialo

Die Liebe zu schenken, den Zauber zu wecken, das Leben zu feiern - das ist unser Sinn.
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21 Mai 2013 13:08 #13177 von Undine
Undine antwortete auf Geis
Ja,aber die Strafe folgt auch auf dem Fuß.Bis hin zum Verlust des Lebens.
Nasch von Leben und Du kriegst den Popo voll!
Es wurde Dir vorher verheißen!
Was nützt es wenn der Held erwachsen wird und mit dem Verlust des Lebens bezahlen muß.....

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23 Mai 2013 11:13 #13185 von Ishtar
Ishtar antwortete auf Geis
huhu

Ich bin etwas in die Bücher gegangen und grad sehr erstaunt darüber, wie wenig meine "Fachliteratur" sich darüber ausläßt.....

Was ich so durch das durchlesen auch mitgekriegt habe: Viele Geis wurden von Frauen ausgesprochen, manchmal aber auch von Königen und oft ist auch nicht klar woher sie kommen. Die geis (gessa) sind mit dem Schicksal verbunden, stellen das Schicksal dar.

Die Märchen unterscheiden sich aber in einer Sache deutlich von den Mythen, weshalb ich glaube, dass da noch andere "Kräfte" am Werk sind.
Im Märchen führt das übertreten des "Verbots" zu einem Abenteuer oder einer Befreiung.

Im Mythos haben wir bereits einen Helden (die Geis sind bei Helden und Königen ausgesprochen worden) aus der Kriegerkaste, der bereits auf Abenteuern ist. In den more elaborierten Mythen sind die Geis paradox oder widersprüchlich und wenn diese Vereinigung der Widersprüche eintritt und der Held nicht anders kann als eines der Geis missachten, kommt es zum Tod des Helden.
Rees & Rees (Celtic Heritage) fügen dem noch hinzu, dass zwischen den königlichen Gessa und dem persönlichen es oft die persönlichen sind, die die Leute in Schwierigkeiten bringen. Mich erinnrt das ganze auch an die Verbote die den Kriegern auferlegt wurden, um diese in "Schach" zu halten (Winn, Heaven, Heroes, Happiness). Für den Krieger geht es nicht um "überleben" sondern um "ewiges Leben" als Held. Wir erzählen immer noch die Geschichten von ihnen, in diesem Sinne haben sie "weiter gelebt", sind in die "Geschichte eingegangen".

ich glaube das ist so dir Richtung, wo sich Helden von Märchen unterscheiden..... aber so ganz schlüssig ist das mit dem Schicksal noch nicht :unsure:
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