Wodurch definieren sich Männer in spiritueller Hinsicht ?

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05 Dez 2006 05:19 #1768 von Baldur
Ich denke es ist an der Zeit diesem Mysterium auf den Grund zu gehen. Ich habe da schon die ver-rücktesten Theorien gehört, und mir selbstverständlich auch selbst den Kopf darüber zerbrochen. Ich denke, dass viele "Rituale" der männlichen Spiritualität dermassen kommerzialisiert wurden, dass sie sich in dieser Hinsicht nicht mehr leben lassen, oder erst gar nicht mehr erkennbar sind.

Gut, die weibliche Spiritualität wurde über Jahre hinweg unterdrückt, aber gegen das kann man sich wehren ... wenn aber etwas zum Champions - Leage - Finale mutiert, dann ist das ungleich schwerer die Wurzeln darin zu erkennen. (das hat nichts mehr heiliges an sich) Ich hab letztens am Stammtisch wü´de Theorien gehört, was männliche Spiritualität ausmacht ... Kampfsaufen ... in die Fresse hauen ... naja ... hat mich etwas verwirrt. Einen Teil, den ich darin sehe, sind Grenzerfahrungen und es mag kein Zufall sein, dass sich Männer eher für lebensgefährliche Sportarten interessieren. Aber das ist sicher nicht Alles, Ja, auch Männer können lebendig sein, da fällt mir noch ein:
Holzhacken
Bergsteigen
Männerchöre
Schwertkampf / Schaukampf
Tyr
Kameradschaft
Feuer
...
bitte ergänzen
...

Gruss, Baldur



- Du kannst mir keine Angst machen, ich habe Kinder -

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05 Dez 2006 11:04 #1774 von Ialokin
Hi Baldur :-)
Ich weiß nur, daß reine Männerkreise (ich kenn das nur vom Tanzen, nicht aus Hexenkreisen) eien ganz andre und sehr spannende Energie haben.

Davon abgesehen sehe ich keine Notwendigkeit, mich "als Mann" spirituell zu definieren, das tu ich lieber "als Mensch". ;-)

*wink*
Ialokin

Die Liebe zu schenken, den Zauber zu wecken, das Leben zu feiern - das ist unser Sinn.

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05 Dez 2006 13:57 #1779 von Baldur
Grüss Dich Ialokin,

eine Notwendigkeit sehe ich darin auch nicht,
dennoch denke ich haben Männer ihre eigene Energie,
ihre eigene Kiste *g* ...
...
Flöte
...

Gruss, Baldur

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05 Dez 2006 19:12 #1789 von Ishtar
Fall ich als Frau was sagen darf......

Find ich sehr spannend, was Männer so für assoziationen dazu haben.

Eines meiner ersten Gedanken waren Jagdmysterien. Klar, können auch Frauen jagen und es gibt nicht wenige bekannte Jagdgöttinnen, aber bei den Jägern und Sammlern, waren doch häufiger die Jäger die jungen Männer. Also wäre sowas für mich irgendwo bei männlichen Mysterien mit drin.

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05 Dez 2006 20:27 #1791 von Baldur
Guter Einwand, Ishtar, aber was sollen wir denn jagen ?
Ich meine hast Du eine Ahnung was eine Jagd kostet ?
Deshalb jagd Man(n) heutzutage eher dem Ball hinterher ...
ziemlich degeneriert irgendwie ...aber was solls !
*hehe*

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05 Dez 2006 20:36 #1792 von Ishtar
Ich dachte Männer jagen den Frauen (oder je nachdem anderen Männlein) hinterher? *duckt sich schnell und rennt weg*

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05 Dez 2006 22:31 #1798 von Baldur
Ishtar, es heisst die Frauen, nicht den Frauen ...
...
Jagen
...
was fällt Euch noch ein ?

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06 Dez 2006 01:25 #1802 von Anufa Ellhorn
Well met, Baldur ;)

Eine spannende Frage - besonders, wenn sie von einem Mann kommt. Ich hab mir und Männern in den letzten zwanzig Jahren diese Frage so oft gestellt (und immer wieder die Antwort erhalten, dass mann sich ned über männliche Spiritualität definieren tät, sondern über das Menschsein und dass da sowieso kein Unterschied wäre - es also nur menschliche Spiritualität gäbe), dass ich schon aufgegeben hatte. Somit was das Thema für mich erledigt und unter dem Motto "Ok, Männer machen sich über sowas keine Gedanken und wenn reden sie ned drüber!" abgelegt.

Deshalb wundert es mich, dass es doch hie und da in Männern doch auch diese Fragestellung gibt - zum Beispiel bei Dir. Vielleicht kommen ja diesmal ein paar Antworten

Bright blessings
Anufa

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06 Dez 2006 11:54 #1809 von Ialokin
Hi Baldur, Anufa :-)

Da Anufa mich jetzt etwas provoziert hat ;-), hier noch mal ein weiterer Kommentar:

> Einen Teil, den ich darin sehe, sind Grenzerfahrungen
> und es mag kein Zufall sein, dass sich Männer eher für lebensgefährliche
> Sportarten interessieren. Aber das ist sicher nicht
> Alles, Ja, auch Männer können lebendig sein

> Holzhacken
> Bergsteigen
> Männerchöre
> Schwertkampf / Schaukampf
> Tyr
> Kameradschaft
> Feuer

Das Problem ist doch, daß wir nicht mehr in der Steinzeit leben, und meine Religion muß für heute taugen. Wie Baldur schreibt, was nützen Jagdmysterien,
wenn es keine Jagd gibt.
Die Frage ist doch, was verbirgt sich als Idee hinter den äußeren Erscheinungsformen - und wie kann man die so anwenden, daß sie für einen
jetzt lebenden Menschen Bedeutung hat?

Und da sind die allermeisten Dinge, die mir einfallen nunmal allgemein menschlich.
Frauen haben mit Menstruation und Geburt tatsächlich ein paar eindeutig weibliche als auch von höherer Bedeutung seiende Themen. Aber bei
Männern seh ich da keine Entsprechung - das Einzige, was mir einfällt, wäre vielleicht die Elternrolle als jemand, der ein Kind eben nicht geboren hat, aber trotzdem eine genauso starke Beziehung dazu entwicklt (-n will, soll) wie die Mutter.

Aber alles was Baldur oben aufgezähtl hat - ich will Dir nicht zu nahe treten,
aber im Wesentlichen sind das doch Männlichkeitsklischees. Und Klischees
nachzulaufen find ich nun echt völlig sinnlos. Und wieso sollten Männer nicht lebendig sein? Außerdem können alle jene Punkte heutzutage auch von Frauen
ausgeübt werden.

Ich denke, es ist gerade ein Kennzeichen, eine Chance unserer Zeit, daß
Frauen und Männer nicht mehr ganz so fest in bestimmte "naturgegebene" Rollen eingebunden sind, wie sie das zur Steinzeit (vielleicht) waren. Und
Spiritualität sollte diese Errungenschaft (für mich ist es eine) feiern und
würdigen, nicht aber rückgängig zu machen versuchen.

Insofern, liebe Anufa, ja und mit voller Überzeugung: Spiritualität, die das
Menschsein gegenüber dem Geschlechtsangehörige/r sein betont und
hervorhebt und geschlechtsspezifische Dinge (mit den oben genannten Ausnahmen) für weniger wichtig hält, ist genau das was ich für richtig und wichtig halte.


Liebe Grüße von
Ialokin

P.S. Ich könnte jetzt noch ausführen, warum ich Baldurs Frage trotzdem wichtig finde - aber das in einem anderen Posting ...

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06 Dez 2006 13:42 #1812 von Satyr
Hallo,

interessantes Thema aber auch schwierig. Gerade aus den Gründen, welche schon genannt wurden. Die Rollenverteilung ist nicht mehr absolut festgelegt auch wenn das einige prominente Frauen so gerne hätten, siehe das aktuelle Eva(Braun)Prinzip. Am witzigsten stellt es noch Loriot in einem Film dar, wo der Mann das Haus verlässt um zur Arbeit zu gehen und die Frau ruft ihm hinterher "Hier, Du hast Deine Keule vergessen" während sie ihm den Schirm hinterherbringt.
Eigene Erfahrungen... also es ist kein Mysterium, aber so richtig gespürt und als Mann habe ich mich gefühlt, wenn ich nach dem Sport jeden Knochen gefühlt habe, völlig fertig war und einen absoluten Endorphinerausch hatte. Aber das kennt jede/r, der einen anstrengenden Sport betreibt. ok, ich fühle mich auch sonnst als Mann, aber das Körperempfinden ist nicht immer gleich present.
Mystisch Spirituell habe ich die Erfahrung gemacht, dass wenn Pan in mir invoziert war, viele väterliche liebevolle Gefühle gegenüber den Menschen ansich herüber kommen.
Vielleicht ist es auf menschlicher Ebene genau das, was einige Völker in Initiationsriten verinnerlichen, das zum Mann werden, Hochzeit, Vater sein, Verantwortung zu übernehmen, Erfahrung sammeln, Erfahrung weitergeben.
Ich denke, dass die Lebensabschnitte zu den Mysterien gehören. Kind sein, lernen, Pubertät, eigene Wege gehen, Geliebter sein, Verantwortung gemeinsam mit der Partnerin übernehmen etc.
nur so einige Gedanken von mir dazu.
Blessed Be
Satyr

Der Moment ist Alles ^^

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