Toleranz gegenüber Andersgläubigen, Organisationen

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08 Feb 2010 19:31 #8968 von Godwin
Eine Geschichte aus einem Sternenkreis-Thema hat mich darin bestärkt, dieses Thema zu eröffnen. Zeitgleich beschäftigt mich, dass Andersgläubige schlimmstenfalls vielzählig und auf unterschiedliche Weise umgelegt wurden bis werden, z.B. auch ein Steinrelief, worauf vermutlich ein slavischer Gottespriester abgebildet ist.


Der Svantevitstein in der Kirche von Altenkirchen auf der Insel Rügen.
Quelle und Urheber: Lapplaender, von Wikipedia

Muss man dieses umgelegt eingemauerte Steinrelief unbedingt als verachtende Respektlosigkeit verstehen? Mich beschlich zumindest der Gedanke, wie es denn wohl wäre, wenn in ähnlich symbolischer Weise z.B. eine Halskette mit darauf abegebildet liegendem Kreuz offen herum getragen würde. mfg

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09 Feb 2010 10:18 #8972 von Andy
Nun.

ich denke das Relief - ob Priester oder lokaler, heidnischer Fürst - durchaus nicht zufällig so eingemauert wurde. Es ist sicherlich als ein Symbol der Dominanz und Macht des damals neuen Glaubens zu verstehen ("Seht her! Wo sind nun eureach so grossen Götter? Unser Gott schützt uns und ist immer mit uns. Eure Götter haben keine Macht.").
Das hat natürlich noch zweifelnde bzw. noch nicht konvertierte sehr Beeindruckt. Das Christentum wurde ja mitnichten einzig durch Schwert und Feuer den Leuten angetragen sondern sehr oft durch Psychologie - sei es durch bewusstes Schänden von Heiligtümern, also das öffentliche Herausfordern "alter" Götter, um die Macht des Neuen zu Demonstrieren oder durch die Heilsbotschaft von Vergebung und Nächstenliebe - ein damals ja sehr revolutionäres Gedankengut im Zusammenhang mit Religion und dem gesellschaftlichen Zusammenleben.

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09 Feb 2010 14:52 #8975 von Godwin
Organisierte Dominanz und Schändung zwecks religiöse Macht und Reichtum, missbräuchlich auch vorgeblicher Nächstenliebe, ist durchgängig bis in die Gegenwart zu erleben, teils mit staatsrechtlicher Gewährung . Besonders bitter und grausam war zum herausragenden Beispiel der Dreißigjährige Krieg von 1618 bis 1648, zwischen der Katholischen Liga und der Protestantischen Union. mfg


Der Galgenbaum - Darstellung von Kriegsgräueln nach Jacques Callot
Quelle: von Wikipedia, gemeinfrei

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09 Feb 2010 17:16 #8976 von Robin
Ich bin da jetzt mal herzlich nüchtern.
Ob da jemand absichtlich oder nicht einen Stein mit einem Figürchen drauf eingemauert hat um jemand anderem eine lange Nase zu drehen, das kann ich heute nciht beweisen. Ich erkenne in em Muster auf dem Stein übrigens nicht, was das sein soll. Und ich habe auch keine Lust in irgendwelchen alten Kisten zu graben und mich über etwas aufzuregen, das vor ein paar hundert Jahren passiert ist. Schon gar nciht mag ich das irgendjemandem vorhalten (DEINE Vorfahren haben damals....., ihr wisst schon)
Wer sagt denn, dass der olle Stein nicht einfach da rumlag und daswegen als Baumaterial benutzt wurde? Schließlich wurden nicht unbeträchtliche Teile Roms aus alten, nicht mehr verwendeten Gebäuden zusammengeschustert. ;)

Trotzdem liebe Grüße,

Robin

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09 Feb 2010 20:49 #8977 von Godwin
So kann man das auch gut einschätzen. Der erste Beitrag mit dem Stein ist ja nur einer von vielen möglichen zum Hauptthema, welches bitte für niemanden zum Aufregen angelegt ist. Mir geht es um Toleranz, damit auch um gegenseitigen Respekt, aus Vergangenheit zur Gegenwart und Zukunft. mfg

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09 Feb 2010 22:04 #8978 von Andy
dreh das Bild mal um 90° im Uhrzeigersinn - zu sehen ist eine Gestalt mit einem Trinkhorn in der Hand. *g*

Religiöse Intoleranz und auch das "gegenseitige Vorhalten der bösen Vorfahren" hat ja eine laaaaaaange Tradition die sich beliebig bis heute fortführen lässt - ein Blick nach Belfast, Nordirland z.B, wo eine gewaltige Mauerkonstruktion das Viertel der Protestanten von jenem der Katholiken trennt.
Und wo sich beide Lager häufig immer noch spinnefeind sind...

Aber eigentlich ist es Verschwendung von Energie sich darüber aufzuregen... das wird es immer geben solange Religionen existieren. Es gibt und gab keine Religion die frei von Vorurteilen, Ressentiments, Anfeindungen, Aggressionen, Unterdrückung und physische/psychische Gewalt gegen Andersgläubige oder auch "die eigenen Leute" ist. Egal ob es irgendwelche Schamanen indogener Stämme, buddhistische Theokratien, oder auf relgiösen Gehorsam gestützte Diktaturen und Gottesstaaten sind...

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10 Feb 2010 10:21 - 10 Feb 2010 10:43 #8979 von Godwin
Das war ein allen "heidnischen" Göttern geweihter Tempel.

Quelle: aus Wikipedia, gemeinfrei, Urheberrecht abgelaufen

Dieses zauberhaft schöne Bild stellt allerdings eine durch Papst Bonifatius IV. bereits am 13. Mai 609 vom Tempel zur Kirche umgeweihte Innenansicht dar, später gemalt vom Italiener Giovanni Paolo Pannini. Der in Rom auch Panteon (griechisch: „Allen Göttern“) genannte Tempel wurde vormals durch den römischen Kaiser Hadrian erbaut, zwischen 118 und 125 nach Beginn jener Zeitrechnung. Sowas wäre in Deutschland keine Verschwendung, sondern ein längst überfälliger, guter, großartiger Beitrag für Toleranz, Respekt und Frieden. mfg

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Letzte Änderung: 10 Feb 2010 10:43 von Godwin.

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10 Feb 2010 21:10 #8980 von Andy
*HÜSTEL*

Das Pantheon wurde allerdings ALLEN GÖTTERN ROMS geweiht - nicht allen Göttern "överhaupt"... ;)

DIe Römer gingen auch nicht grad zimperlich vor, wenn sie durch Religionen und Kulte das Gefüge des Imperiums oder die "innere Sicherheit" gefährdet sahen... Ausrottung diverser Mysterienkulte oder die CHristenverfolgung sind hier als Beispiel zu nennen; oder auch in den besetzten Gebieten des Reiches - das Gemetzel von Ynys Môn in Wales durch Gaius Suetonius Paulinus...

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10 Feb 2010 23:24 - 10 Feb 2010 23:49 #8981 von Godwin
Andy schrieb:

Das Pantheon wurde allerdings ALLEN GÖTTERN ROMS geweiht

Dem Beispiel folgend könnten in Deutschland Götter germanischer, slavischer Stämme und auch die der Kelten in einem Tempel repräsentiert werden. mfg

" Der Bau eines Tempels ist im bayerischen Baurecht eigentlich nicht vorgesehen. " :dry:

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Letzte Änderung: 10 Feb 2010 23:49 von Godwin.

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