Der Weg des Kriegers

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28 Jun 2013 08:41 #13275 von Ishtar
Der Weg des Kriegers wurde erstellt von Ishtar
Kleine Arbeitspause vor dem nächsten Antrag..... eine interessante Email hat mich grad wieder zum Thema Krieger gebracht.

Ein Thema das ja in unserer Gesellschaft sehr ambivalent ist (z.B. Wir. Schützne. Bananen ).

Im ADF Druidentum haben wir eine Krieger-Gilde. Ich habe da immer mal reingeschaut, sehr Vieles dort hat mit Tugenden, Selbstverteidigung, Gleichgewicht, sich selbst im Griff haben, Überlebenstaktiken etc. zu tun. Ich wollte mich immer mal mehr damit beschäftigen, habe aber noch keine Zeit gefunden. Mir hat sich der Sinn nicht so sehr eröffent. Bis heute..... in den Emails ging es um Heiden die sich in schwierigen Situationen befanden, Jugendliche, junge Erwachsene, die ihr Leben icht ganz im Griff hat, als "Bande" zusammenhielten, Waffen bei sich trugen..... einer aus dem Hain, aus der Kriegergilde, hat mit ihnen ein Kriegertraining begonnen, was die jungen Männer wohl ganz gut stabilisierte. Die Geschichte hat noch mehr Details, die ich hier nicht ausbreiten möchte, weil es nicht meine Geschichte zu erzählen ist (ich habe denjenigen aber gefragt, ob er etwas schreiben möchte, was man dann übersetzen könnte). Auf jeden Fall habe ich überlegt, ob der Weg des Kriegers (gut geführt) tatsächlich eine Möglichkeit ist jungen Männern (und Frauen) die sich unsicher fühlen und in "Stärk sein" einen Lösungsversuch sehen, eine Ausgeglichenere Möglichkeit zu geben. Von einer anderen Perspektive habe ich die Bundeswehr schon häufig als Chancen und Erziehungsanstalt erlebt für junge Männer, wo es hätte ganz schon anders ausgehen können.

Was denkt ihr?

BB
Ishtar (Pause vorbei)
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28 Jun 2013 17:14 - 29 Jun 2013 07:51 #13276 von Undine
Undine antwortete auf Der Weg des Kriegers
Man sollte dabei aber nicht vergessen,das ein Krieger was mit Krieg zu tun hat.
Eine Möglichkeit ist das....

Aber was ist die Realität?
Ideale gegen Fanatismus.

Das Problem von Hexen ist,das sie nie vor Dingen weglaufen,die sie von ganzen Herzen hassen.....
Letzte Änderung: 29 Jun 2013 07:51 von Undine.

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01 Jul 2013 00:30 - 01 Jul 2013 00:31 #13278 von Dolben
Dolben antwortete auf Der Weg des Kriegers
Diese Metal Band denkt auch oft sie seien Krieger: :woohoo:

Manowar - Gods of War

Im o.g. Album dreht sich viel um die nordischen Götter, Odin, Thor. :blink:

Ich höre es sehr gerne :whistle:

Den Status Krieger kann man sehr weit definieren, finde ich. Auf dieser Welt jedenfalls.


Grüße Dolben
Letzte Änderung: 01 Jul 2013 00:31 von Dolben.

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03 Jul 2013 09:33 #13280 von Mairi
Mairi antwortete auf Der Weg des Kriegers
Hallo :)

Ich glaube, vielen jungen Leuten, denen der halt fehlt, tut es gut, einen festen Rahmen zu bekommen, so wie er z.B. in der Bundeswehr geboten wird. Auch beim Kampfsport habe ich das erlebt, dass vor allem Jungs und junge Männer ein richtiges Bedürfnis danach haben, von einem Lehrer angeleitet zu werden, und dass am besten nicht nur auf den Sport bezogen.

Das Schwierige ist immer die Wahl des Lehrers, da dieser durch seine Führungsposition immense Verantwortung trägt.

Ich glaube weniger, dass es im Fall der Krieger wirklich um das Interesse des Krieges geht, eher darum, halt und Kontrolle zu erlangen, und das auf sehr physischem, leichter zu begreifendem Weg, als es vielleicht pure Meditationspraxis bieten würde oder Ähnliches.

Der Mensch braucht nun mal Gesellschaft und Gemeinschaft, der eine hat genug Halt in der Kindheit bekommen durch liebevolle, leitende Eltern, der andere eben nicht.

Liebe Grüße,
Meadhan-Latha

Thig crioch air an t-saoghal ach mairidh gaol agus ceòl.
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05 Jul 2013 21:05 - 05 Jul 2013 21:06 #13281 von eald
eald antwortete auf Der Weg des Kriegers
Ich habe das Thema, für mich speziell, schon was länger auf dem Zettel, schiebs zugleich aber auch beständig die lange Bank vor mir her. Armee halte ich für kritisch, wo sie nur (!) gehorsames Kanonenfutter haben will. Allerdings würde ich die Ergebnisse dessen auch nicht in allen Belangen als Krieger dann erachten. Desweiteren denke ich das es Menschen gibt, für die dieser facettenreiche Weg nicht gemacht sind. Den Weg als solchen, jenen die ihn wählen, verfügbar zu machen... halte ich für sehr wichtig und anstrebsam. Aber wie gesagt nur wenn er Individuation im Ergebnis ermöglicht, statt nur alles freie sich etwa einzuverleiben.
Letzte Änderung: 05 Jul 2013 21:06 von eald.

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07 Jul 2013 10:44 - 07 Jul 2013 10:47 #13285 von Ishtar
Ishtar antwortete auf Der Weg des Kriegers
Mal wieder total im Stress, deshalb einige Erkenntisse gesammelt und etwas unstrukturiert hingeschrieben (Frei nach Goethe: "ich hab's zu eilig um einen kurzen strukturierten Thread zu schreiben ;-)"). Passend zu diesem Thema kam auch eine Rundmail von Paul vom Druidentor - und da dachte ich "ja genau, das meine ich!". Ich habe ihn gefragt, ob ich sie veröffentlichen kann, aber noch keine Antwort erhalten. Da ich die nächsten Tage wenig Zeit habe hier ganz kurz zusammengefasst:
Im Grunde geht es um den Unterschied Kampfkunst und Kampfsport. So gibt es für mich die Unterscheidung des WEgs des Kriegers und des Kämpfers.

Pauls definition ist:

"Der unterschied zwischen Kampfsport und Kampfkunst ist der, dass Kampfsport ein reglementierter Sport ist, der in erster Linie sportliche Qualitäten fördert und einen entsprechenden Unterhaltungswert mitbringt. Kampfkunst ist eher die Fortführung einer oder mehrerer, nicht reglementierten Kampfesweisen, welche das Überleben auf einem Schlachtfeld, in einer Selbstverteidigungs- oder Duellsituation ermöglichen sollten. Dabei ist zu unterscheiden zwischen der Kampfkunst als technisches Training für den "Ernstfall" und die hohe Kampfkunst als echten Reifeweg, der in die echte "Meisterschaft" führt."


Ich sehe hier vor allem den Reifeweg. Hier sehe ich auch, dass Vieles der Kampfkunst etwas damit zu tun hat sich die "richtigen" Kämpfe auszusuchen und in
vielen Fällen hat es für mich auch etwas mit Deeskalation zu tun. Hauptsächlich sind das für mich Leute, die sich selbst im Griff haben.

Ich habe mich parallel auch nochmal mit dem Weg des Kriegers im ADF auseinandergesetzt. Es gibt da wirklich auch die Ritualposition des Krigers oder der Krieger innerhalb der Gruppe als Amt. Dazu muss man wissen, dass die Hochfeste öffentlich sind und bei vielen Treffen in den USA über 30, teilweise bis zu 60 Leute anwesend sind. Der Krieger ist da ganz einfach für die Sicherheit der Gruppe zuständig - auf mehreren Ebenen. Wenn Leute pöbeln kommen sollten ist es seine Aufgabe zu deeskallieren oder diese evt. vom Platz zu verweisen. In den Gruppen die das tun, sind sie spirituell für die besänftigung uns nicht wohl gesonnener Wesen zuständig. Anstatt eines Kreises zu ziehen der die negativen Energien bannt, werden diese vom Krieger mit einer Gabe abseites der Ritualplatzes besänftigt. (Das machen nicht alle Gruppen so). ich muss gestehen, dass mir bei den Ausmaßen der Versammlungne dann schon der Nutzen einer solchen Position deutlicher wurde (ist man wenige, erübrigt sich das natürlich meistens). Viele "Krieger" nehmen es dann auch auf sich, eben solche etwas verwahrlosten Jugendlichen oder Menschen auf dem Reifeweg zu trainieren.

Nur so eine notiz am rande.... Ich habe im Kreiswehrersatzamt mal gearbeitet, als es noch Wehrpflicht gab und die Jungs die auffällig wurden, die für Schlägereien bekannt waren, oder bei denen man merkte, dass sie auf "Rambo" hinaus waren, wurden ausgemustert. Sowas wollte die Bundeswehr nicht haben (sicher sind dennoch welche Medienwirksam durch die Kontrollmaschen gerutscht).


BB
Ishtar
Letzte Änderung: 07 Jul 2013 10:47 von Ishtar.

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26 Jul 2013 18:15 #13303 von Ishtar
Ishtar antwortete auf Der Weg des Kriegers
Noch ein paar Gedanken:

In der Zeit gab es kürzlich ein Dossier über die "klassenunterschiede" in Berlin, die sich an einer bestimmten Straße teilen. Auf jeden Fall wurde erwähnt, dass Studien gezeigt haben, dass gerade bei den sozial schwächer gestellten die Strukturen stark sein müssen. "Stark" meint damit Konsequent, klar strukturiert und geregelt. Ich könnte mir vorstellen, dass das der Grund ist, weshalb die Bundeswehr und auch Kampfkunst (!) Schulen in diesen Fällen so eine gute Wirkung haben.

Und weil ich gerade ein Buch über die Indo-Europäer gelesen habe und darin natürlich Krieger auch erwähnt wurden: Historisch gesehen war die Kriegerklasse früher jene die am meisten Regeln brauchte und einen eigenen Kodex hatte, sicherlich auch damit "sie nicht außer Kontrolle geraten ;) ", aber es war auch die Klasse, wo man durch "Heldentum" am meisten Mobilität hatte und somit "aufsteigen" konnte. Ich finde es faszinierend, wie das heute noch häufig der Fall ist. Ich habe keine Studie gesehen, die das den Zahlen nach wirklich überprüft hat, aber ich habe sehr viele Menschen beobachten können, die aus sozial schwachen Verhältnissen bei der Bundeswehr Stabilität erfahren konnten und durch das geregelte Einkommen sozial aufsteigen konnten. Aus Gesprähen weiß ich, dass gerade die Klarheit geholfen hat (du mast das, das, das und das und wenn du deine Arbeit gut machst kannst du befördert werden.....) und auch das Gefühl, dass "Soldat sein" etwas ist was man respektiert. Vielleicht ist das einfach auch etwas sehr wertvolles am Weg des Kriegers. An der Front ist man ja heutzutage glücklicherweise die wenigste Zeit........ (was natürlich irgendwann andere Fragen mit sich bringt, aber Sinn udn Unsinn einer Armee ist hier ja nicht Thema ;) )

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26 Jul 2013 18:30 #13304 von Ishtar
Ishtar antwortete auf Der Weg des Kriegers

Meadhan_Latha schrieb: Ich glaube weniger, dass es im Fall der Krieger wirklich um das Interesse des Krieges geht, eher darum, halt und Kontrolle zu erlangen, und das auf sehr physischem, leichter zu begreifendem Weg, als es vielleicht pure Meditationspraxis bieten würde oder Ähnliches.


das erinnert mich an etwas was William (Anderson) mal gesagt hat - das ist jetzt ganz frei nach der Erinnerung - es ging irgendwie in die Richtung, dass Männer eine andere Form von Spiritualität brauchen, körperlicher, physischer um sich selbst stärker zu erfahren und zu finden und darüber zur Spiritualität zu gelangen. Das war auch in Bezug auf ein Männermysterien WE, wo zu den Elementen unterschiedliche Dinge gemacht wurden (Fallschirmsprung, Höhlenklettern und ich glaube Rafting o. Ä. Feuerlauf od. Schwitzhütte und ich glaube eine Nacht meditierend allein im Wald oder sowas ähnliches.......) ich muss ihn mal wieder fragen.

BB
Ishtar

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27 Jul 2013 07:31 #13305 von Tahira
Tahira antwortete auf Der Weg des Kriegers
Huhu,

ich denke auch,dass eine "Kriegerausbildung" durchaus Sinn macht.
Vor allem wegen den angesprochenen Aspekten der Zugehörigkeit und Struktur und dem entwickeln von Selbstbewusstsein.

Wenn dann noch Regeln und Kodexe da sind, die eben nicht zu "Rambos" führen, finde ich das super.

Cu Tahira

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27 Jul 2013 08:04 - 27 Jul 2013 08:05 #13306 von eald
eald antwortete auf Der Weg des Kriegers
Zu den "Rambos" und zwar ab davon das auch ich in meiner Jugend von einem Fall erfuhr in dem ein nicht zur Bundeswehr Wollender erfolgreich den Möchtegernkillerkämpfer mimte, so sich ausmustern zu lassen und ab davon das ich Stallone als Schauspieler nicht leiden mag... Rambo hier als Beispiel für kampfeslüsterne unbeherrschte Individuen herzunehmen deucht mir angesichts der Rolle des Rambo im ersten Film schlicht falsch!? Stellen nicht eher die Leute, die den Film nicht verstanden haben, aber dennoch sich davon anfixen ließen, jene bedenkliche Kategorie Mensch dar, derweil der Protagonist jenes ersten Filmes egentlich sehr wohl und ausdrücklich den Krieger im hiesigen propagierten Sinne verkörpert?
Letzte Änderung: 27 Jul 2013 08:05 von eald.

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