Hi

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06 Mai 2011 10:15 #10452 von Ishtar
Ishtar antwortete auf Hi
Ich habe dem Thema Einfluss der Schwangerschaft, Geburts etc . auf den Glauben ein eigenes Thema im PP gegeben.

BB
Ishtar

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06 Mai 2011 10:23 #10453 von Athena
Athena antwortete auf Hi
Nach der Geburt meines Sohnes (als ich im "religioesen Limbo" war), probierte ich fuer 2 Jahre das Christentum aus (erst 1 Jahr ohne Kirche, dann 1 Jahr mit Kirche und allem pipapo) - obwohl ich bis dahin ziemlich anti-christentum war!!
[Ist ne laengere und verrueckte Geschichte.]
Ich fuehl[t]e mich sehr vom Juedischen Glauben angezogen und hab mir ernsthaft ueberlegt zu konvertieren (besonders weil man im Judentum auch pantheist oder panentheist sein kann, und Gott ebenso als weiblich wie auch als maennlich oder als geschlechtlos gesehen werden kann, was meiner Spiritualitaet total entspricht); da ich aber mit einem nicht-Juden verheiratet bin, was die Sache schwierig gemacht haette, hab ich mich dagegen entschieden (Jude sein ist auch eine ethnische Zugehoerigkeit und ich moechte keine solch starke Trennung innerhalb meiner eigenen Familie).
So bin ich dann beim Christentum gelandet... irgendwie dachte ich, ich koennte Jesus da raus halten (was hab ich da nur bei gedacht?!) und den "himmlischen Vater" in ein transgender pan[en]theistische Gott uminterpretieren... das hat nicht so ganz geklappt (ach was, das hat ueberhaupt nicht geklappt!) ;)
Ganz ehrlich jetzt wo ich mich mit dem Chritentum wirklich auskenne (!) stehe ich dieser Religion noch ablehnender gegenueber als zuvor...
Gleichzeitig bemuehe ich mich aber sehr um Toleranz & Respekt fuer Menschen, fuer die das Christentum die richtige Religion ist; (schliesslich habe ich auch Christliche Freunde (meine beste Freundin ist vor 4 Jahren Christin geworden und mittlerweile Fundamentalistin, was nicht einfach ist!)

Be who you are and say what you feel, because those who mind don't matter, and those who matter don't mind.

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06 Mai 2011 13:04 - 06 Mai 2011 13:06 #10457 von Selma
Selma antwortete auf Hi
Capricorn schrieb:
So bin ich dann beim Christentum gelandet... irgendwie dachte ich, ich koennte Jesus da raus halten (was hab ich da nur bei gedacht?!) und den "himmlischen Vater" in ein transgender pan[en]theistische Gott uminterpretieren... das hat nicht so ganz geklappt (ach was, das hat ueberhaupt nicht geklappt!) ;)
Ganz ehrlich jetzt wo ich mich mit dem Chritentum wirklich auskenne (!) stehe ich dieser Religion noch ablehnender gegenueber als zuvor...
Gleichzeitig bemuehe ich mich aber sehr um Toleranz & Respekt fuer Menschen, fuer die das Christentum die richtige Religion ist[/quote]


Das kommt mir sehr bekannt vor. :)
Habe auch lange versucht das Christentum für mich persönlich so umzudeuten daß es wieder für mich passt, aber mir wurde, um so mehr ich darüber lernte, bewußt daß ich da einfach nicht hingehöre. :dry:

Dennoch ist das Christentum noch immer in meinem Leben "vorhanden" da mein Schatz ein typischer "Kultur-Christ" ist.
Also, er glaubt nicht daran, hängt aber emotional an den Traditionen. ;)

Zu Hause habe ich mich erst in der pantheistischen/panentheistischen Sichtweise des Wicca gefühlt.

(Schön daß auch du dich mit solchen Fragen auseinadersetzt, also dieses pantheismus/Panentheismus Ding. :lol:
Ich dachte nur ich mache mir um sowas Gedanken. :blink: ;)
Letzte Änderung: 06 Mai 2011 13:06 von Selma.

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06 Mai 2011 13:12 #10458 von Ishtar
Ishtar antwortete auf Hi
Capricorn schrieb:

falls du nicht gerade clotted-cream da hast, tut's zur Not auch einfach Butter :laugh:

*einmal leicht gesalzene Butter rüberreich*

An clotted cream habe ich mich noch nicht heran getraut. Habe auch kein Rezept dafür (außer du könntest das nachreichen). Ich habe lange gebraucht ein scones Rezept zu finden und zu beherrschen, das so schmeckt wie die, die ich in England gegessen habe.
Nein, ich habe leider noch nie dort gewohnt, bin aber dann und wann mal auf Workshops dort (dieses Jahr leider nicht, weil wegen dem Hausbau zu wenig Geld da ist).

Heisst das dass du von einem nicht-heidnischen Glauben durch die Schwangerschaft endgueltig zum Heidentum gekommen bist?

Bei mir nicht. Ich war bereits als Kind eindeutig heidnisch-häretisch ;-). Ich habe eine Kurskorrektur vorgenommen, schreibe aber mehr dazu im anderen Thread.

Was ist ein Nemeton??

ein heiliger keltischer Platz. Ich könnte auch Außentempel, Ritualplatz, etc. dazu sagen.

Ich segne unseren Sohn im Namen der Goettin bevor er zu Bett geht

Meiner macht sowas momentan nicht so mit, ist zu unruhig. Selbst das kleine Kita-Schutzritual, was eigentlich super kurz ist, ist ihm schon zu lange - er will so schnell wie möglich zu den anderen Kindern und juchzt und freut sich und schimpft mit Mama wenn sie ihm zu langsam die Schuhe auszieht. Verabschieden? och nö! Das Verzögert doch nur das Spielen!

Wir haben ausserdem ein zu Hause bei den (universalist) Quaker gefunden

klingt spannend, vielleicht möchtest du im interreligiösen Dialog etwas davon erzählen?

Prinzipiell will ich unseren Sohn nicht zu sehr in Religion hineinziehen

Das ist bei mir das genaue Gegenteil. Ich will ihn heidnisch erziehen. Und zwar erst recht da ich weiß, was für eine tiefe Verwurzelung der Glaube im Kindesalter finden kann. Mir ist noch heute das katholische Ritual vertraut und ich beherrsche Etikette und einzelne Gebete. Hat mich nicht daran gehindert mich davon zu verabschieden und zu "konvertieren".
Ich denke einfach, dass das Neuheidentum wenn tief im Naturglauben verwurzelt und durch Integrität und Verantwortung gestärkt sehr viel zur Lösung der heutigen Gesellschaftsprobleme zu bieten hat.

BB
Ishtar

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06 Mai 2011 13:39 #10462 von Ialokin
Ialokin antwortete auf Hi
Zum Thema "Religion nicht vorgeben":

Das Vorhaben, die Religion seiner Kinder nicht festzulegen ist ehrenwert, entspricht aber nicht den Bedürfnissen von Kindern unter 10-12.

Was die Kinder von der Religion der Eltern mitbekommen ist ja nicht der theoretische Über- oder Unterbau, sondern eben gerade die Rituale, die Emotionen, die Haltung zur Welt und zur "Anderswelt".

Wenn man da nichts tut, ist da einfach nur eine Lücke, keine Freiheit.

Ich glaube, daß ein Kind später eine viel stabilere Basis hat, wenn es miterlebt, daß seine Eltern ein starkes, überzeugtes spirituelles/religiöses Leben führen.
Auf der Basis kann es dann seinen eigenen Weg finden. Mit "alles ist möglich, überleg mal selber, was Du glauben möchtest" kann ein kleineres Kind nichts anfangen. Und so ab 12-14-20 wählt es dann sowieso selbst, ob man das als Eltern gerne hat oder nicht. ;-)

Ialokin

Die Liebe zu schenken, den Zauber zu wecken, das Leben zu feiern - das ist unser Sinn.

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08 Mai 2011 07:00 #10473 von Athena
Athena antwortete auf Hi
Selma schrieb:


Das kommt mir sehr bekannt vor. :)
Habe auch lange versucht das Christentum für mich persönlich so umzudeuten daß es wieder für mich passt, aber mir wurde, um so mehr ich darüber lernte, bewußt daß ich da einfach nicht hingehöre. :dry:

Dennoch ist das Christentum noch immer in meinem Leben "vorhanden" da mein Schatz ein typischer "Kultur-Christ" ist.
Also, er glaubt nicht daran, hängt aber emotional an den Traditionen. ;)

Zu Hause habe ich mich erst in der pantheistischen/panentheistischen Sichtweise des Wicca gefühlt.

(Schön daß auch du dich mit solchen Fragen auseinadersetzt, also dieses pantheismus/Panentheismus Ding. :lol:
Ich dachte nur ich mache mir um sowas Gedanken. :blink: ;)


Hi Selma, ich freu mich auch eine Gleichgesinnte mit sehr aehnlichen Erfahrungen zu treffen! :) :)

(Du bist absolut nicht die einzige, es gibt da ein Amerikanisches Pagan i-net forum, wo sie den ganzen Tag nichts anderes tun als sich gegenseitig virtuell die Koepfe einzuschlagen, wer sich wie bezeichnen darf...!! :blink: - ich hatte da schon mal vor Jahren reingelesen, und dann nochmal vor kurzem: immer noch genau die gleichen Streiterein ueber Label *kopfschuettel*.
Aber am schlimmsten sind die Christen mit ihren 10 000 Denominationen. ;) )

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08 Mai 2011 07:07 #10474 von Athena
Athena antwortete auf Hi
Hi Ishtar, bei Rezepten muss ich leider passen - ich bin nicht gerade der selber-machen Typ.
(das einzige was ich selber mache sind Raeucherungen.)
So weit ich weiss ist clotted cream die Stufe zwischen Sahne, bevor sie zu Butter wird - da braeuchtest du wahrscheinlich eine Butterschleuder (ist das das richtige Wort?) um sie selber herzustellen. :unsure:

Ja klar, ich werd mal was ueber unsere Erfahrung mit Quaker schreiben. :)

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08 Mai 2011 07:42 #10475 von Athena
Athena antwortete auf Hi
Ishtar schrieb:

Capricorn schrieb:

Prinzipiell will ich unseren Sohn nicht zu sehr in Religion hineinziehen

Das ist bei mir das genaue Gegenteil. Ich will ihn heidnisch erziehen. Und zwar erst recht da ich weiß, was für eine tiefe Verwurzelung der Glaube im Kindesalter finden kann. Mir ist noch heute das katholische Ritual vertraut und ich beherrsche Etikette und einzelne Gebete. Hat mich nicht daran gehindert mich davon zu verabschieden und zu "konvertieren".
Ich denke einfach, dass das Neuheidentum wenn tief im Naturglauben verwurzelt und durch Integrität und Verantwortung gestärkt sehr viel zur Lösung der heutigen Gesellschaftsprobleme zu bieten hat.

BB
Ishtar


Ialokin schrieb:

Zum Thema "Religion nicht vorgeben":

Das Vorhaben, die Religion seiner Kinder nicht festzulegen ist ehrenwert, entspricht aber nicht den Bedürfnissen von Kindern unter 10-12.

Was die Kinder von der Religion der Eltern mitbekommen ist ja nicht der theoretische Über- oder Unterbau, sondern eben gerade die Rituale, die Emotionen, die Haltung zur Welt und zur "Anderswelt".

Wenn man da nichts tut, ist da einfach nur eine Lücke, keine Freiheit.

Ich glaube, daß ein Kind später eine viel stabilere Basis hat, wenn es miterlebt, daß seine Eltern ein starkes, überzeugtes spirituelles/religiöses Leben führen.
Auf der Basis kann es dann seinen eigenen Weg finden. Mit "alles ist möglich, überleg mal selber, was Du glauben möchtest" kann ein kleineres Kind nichts anfangen. Und so ab 12-14-20 wählt es dann sowieso selbst, ob man das als Eltern gerne hat oder nicht. ;-)

Ialokin


Hi Ishtar und Ialokin,
durch eure Antworten ist mir aufgefallen, dass ich meine Worte unachtsam gewaehlt hatte und mich dadurch missverstaendlich ausdrueckte.

Natuerlich, werde ich (ebenso wie mein Mann) unserem Sohn naturreligioes erziehen; ihn mit dem Wissen aufziehen, dass alles beseelt und ein Teil des Grossen Ganzen ist; ihn erziehen allen Lebewesen Liebe, Mitgefuehl, Respekt entgegenzubringen; und ihm das tiefe Wissen & Vertrauen geben, dass er selber mit Goettlichkeit verbunden ist und sich immer daran wenden kann.

(Ich habe das fuer so selbstverstaendlich erachtet, dass ich das gar nicht mehr erwaehnt habe; aber natuerlich koennt ihr das nicht wissen, und ausserhalb eines persoenlichen Gespraeches, wo man nachfragen kann, muss einer solche Dinge doch ausfuehren.)

Wir werden ihm erzaehlen, wie wir die Welt wahrnehmen und ihm unsere pan[en]theistische Weltsicht mit ihm teilen.
Wann immer spirituelle Fragen aufkommen, werden wir ihm das natuerlich von unserer Sichtweise erklaeren.
Er wird -ganz klar- mitbekommen, dass ich "Gott" als Goettin verehre, dass wenn ich bete, ich zur Goettin bete.
Ich segene ihn im Namen der Goettin.
Wir markieren die Tage des natuelichen Rad des Jahres.
Wir feiern Weihnachten & Ostern ausschliesslich heidnisch, (aus praktischen Gruenden verschieben wir Ostara & Jul auf die staatlichen freien Tage).

usw.

Allerdings bin ich eben auch ein [noch relativ frisch] gebranntes Kind vom Christentum...
was ich dort gesehen habe was an Indoktrinierung vor sich geht, stoesst mich total ab!!
Da muessen die Kinder jeden Sonntag in den Gottesdienst plus Sonntagsschule wo sie sich dann mit Jesus und dem "himmlischen Vater" mit Suende und confession zutexten lassen muessen. Da muessen sie zu Jesus beten; muessen all die Dogmen in Liedern singen - ob sie das nun wollen oder nicht;
und schon kleinen Kindern staendig von grausiger Folter und Mord zu erzaehlen - und ihnen dann noch womoeglich einzufloessen, dass das irgendwie ihre Schuld ist, der arme Mann fuer sie persoenlich gelitten hat und gestorben ist, und sie ganz ganz brav ihn verehren muessen und ihm dafuer danken muessen...
also da fehlen mir die Worte. :angry:

Eben wegen diesen Erfahrungen bin ich ganz besonders vorsichtig mein Kind nicht in etwas hineinzudruecken, was nicht natuerlicherweise seinem Wesen entspricht.
Ich kann und will meinem Kind nicht vorschreiben wie er Goettlichkeit wahrnimmt - das muss er selber herausfinden.

Oh und ich werde wie ein Schiesshund aufpassen, dass er von unserer kultur-christlichen Gesellschaft nicht indoktriniert wird!!

Dies ist meine persoenliche Sicht und ich sage nicht, dass alle das so machen muessen.

LG :)

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