Gruß aus dem Nordschwarzwald

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03 Mai 2012 08:27 #11888 von Abnobas Gärtner
Nachdem ich endlich doch den Weg hier reingefunden habe, will ich mich auch Vorstellen.

Bin verheiratet und habe 3 Kinder (Jungs) und wohne mit meiner Familie in einem kleinen Dorf im nördlichen Schwarzwald.

Warum "Abnobas Gärtner"? Abnoba ist die lokale keltische Fruchtbarkeits und Muttergöttin des Schwarzwalds (und vermutlich auch der Wälder "dahinter"; etwa des Odenwalds). Sie wird gerne als Personifizierung des Schwarzwalds gesehen. "Gärtner" weil ich dem Menschen als eine Art "Pflegepersonal" der Erde sehe. Eine Sicht, wie sie wohl auch im Schamanismus anzutreffen ist. Der Name ist auf der anderen Seite auch ein Koan: Die "wilde Natur" Abnoba braucht natürlich keinen Gärtner. ;)

Wie komme ich zum Heidentum? Das ist vermutlich ein teils recht typischer Weg.
Aufgewachsen bin ich in einer (badischen) katholischen Gegend, umringt von (schwäbisch) protestantischen Gemeinden. Etwa Hermann Hesse's pietistisches Calw ist keine 20km entfernt. Unter diesem Druck ist man entsprechend besonders katholisch... So war ich eben auch so richtig Fromm. Allerdings hatte ich sehr früh Erfahrungen mit der anderen Welt. Was meine Sicht auf die Religion durchaus beinflusst hat. Auf der anderen Seite ist es ein Glück, dass ich ebne in einer katholische Gegend aufgewachsen bin: Hier hat die Verehrung (im Volk) der Göttin ("Maria Königin") und der Götter als Heilige nie aufgehört.
Doch zunächst trieb mich die Heuchelei der Kirchgänger weg aus "dem Westen", in die östlichen Philosophien und Religionen. Auch wenn es dort viel Weisheit zu finden gibt. Es blieb mir so fremd wie der Christengott. So kam ich zurück und suchte die "östlichen" Weisheiten hier. Suchte ihn aber zunächst wieder im katholischen Volksglauben. Die Natur, Maria und die Heiligen wurden immer wichtiger als der eigentlich fremde midianische Berggott. So machte es irgendwann keinen Sinn mehr diesen "katholischen Rahmen" aufrechtzuerhalten.
Heute steht für mich die "wilde Natur" (wie sie auch Gary Snyder beschreibt) im Mittelpunkt und ich würde mich als Anhänger des Animismus bezeichnen. Ohne dabei die lokalen keltischen und germanischen Götter zu vergessen. Also ein kelto-germanischer Animist ;)

Zum Ausgleich habe ich übrigens Physik studiert. :silly:

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03 Mai 2012 11:59 #11897 von Lady of Darkness
Da kannst du ja sozusagen aus dem Vollen schöpfen. Willkommen!

Remember that you're perfect - the gods make no mistakes...

https://diandrasgeschichtenquelle.org
https://knusperhaus.wordpress.com

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01 Jun 2013 15:04 #13215 von Abnobas Gärtner
Möchte mich (nachdem ich doch nicht so ganz aus dem vollen Schöpfte... :silly: ;) ) wieder zurückmelden.

Kommt immer mal vor, dass mir für ein paar Monate die Zeit und der Wille fehlt, mich in Foren "herumzutreiben".

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01 Jun 2013 18:11 #13217 von Ishtar
Herzlich Willkommen zurück :)
Ich hoffe sehr, dass ich dich in einem anderen Thread damals begrüßt habe.... sonst wäre mir das jetzt sehr peinlich. :blush: Aber wenn ich mich recht entsinne glaube ich, dass wir uns "gesprochen" hatten.

So ist es eben, manchmal geht der eine auf eine Reise........ und kehrt mit spannenden Geschichten zurück ;)

Ich selbst war zeitweilig auch mehr mit dem ADF Druidentum beschäftigt (bin ich auch immer noch), und mit einem Säugling (was jetzt natürlich gewachsen ist) ist Zeit auch nicht immer da.

Hat sich in der Zwischenzeit etwas für die verändert bezüglich deiner Vorstellungen? Bist du dem Zen-Buddhismus in irgendeiner weise nahe? (wegen dem Kuan).

Liebe Grüße
Ishtar

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02 Jun 2013 11:04 #13222 von Abnobas Gärtner
Danke und Hallo Ishtar,

Ja ich hatte damals Probleme mich im Forum anzumelden (es geht auch heute nur über die Startseite; was mir aber genügt...), deshalb hatten wir uns also schon "gesprochen".

Zum Zen-Buddhismus habe ich keinen direkten Bezug. Aber wie du auch schreibst "manchmal geht einer auf die Reise"... Meine haben mich eben auch indirekt über Miamoto Musashi (Buch der fünf Ringe) am Zen-Buddhismus vorbeigeführt. Später noch durch die Bücher von Gary Snyder.

Wenn ich mich einer östlichen Philosophie verbunden fühle, dann dem frühen Daoismus. Ich denke, dass da vieles zu "finden" ist, das auch unsere Ahnen so dachten.

Wie so (vermutlich) viele, bin ich also dabei nach "östlichen Ausflügen" einen "westlichen Weg" zu gehen.

Grüße!

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