Buntspecht sagt Guten Tag

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20 Okt 2014 18:09 #14013 von Buntspecht
Hallo zusammen,

ich bin auf Euch gestoßen, weil ich im Moment gerade darüber nachdenke, ob ich beim OBOD oder bei ADF einen der Kurse mache (oder auch bei keinem von beiden - ich kann mir auch gut vorstellen, mein eigenes Ding zu machen. Beide Orden haben sehr viel veröffentlicht und glücklich bin ich eh nie mit Organisationen. Es gibt mir auch etwas zu denken, dass sich Emma Restall Orr (die ich toll finde und die mich überhaupt erst auf die Druiden-Sache aufmerksam gemacht hat)nicht mehr als Druidin bezeichnet. Vielleicht möchtet ihr ja etwas darüber erzählen, was die Kurse euch gebracht haben?

Ansonsten kann ich bestimmt hier auch noch andere Dinge lernen...

Buntspecht

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21 Okt 2014 20:14 #14015 von Robin
Hallo Buntspecht,

erst mal ist es schön, dass du überhaupt hierher gefunden hast.
Ich bin seit ca. 1 Jahr Mitglied beim ADF und über Ishtar daran gekommen. Vorher habe ich mich eher eklektisch betätigt, und wie du schon sagst 'mein eigenes Ding' gemacht. Der Wunsch, wieder einer größeren Gemeinschaft anzugehören (na ja, ca. 7 Leute in Deutschland :) ) war für mich der Grund, es doch einmal mit einem Konzept zu versuchen, dass nicht hundertprozentig mit meiner Weltsicht übereinstimmt.
ADF lag insofern nahe, als dass ich ja zumindest eine Person dort schon kannte. Und da hier in der Region die neopagane Aktivität beinahe bei Null ist, war auch klar, dass es wohl eher auf eine Online-Gemeinschaft hinauslaufen würde.
Ich wollt erst mal reinschnuppern, habe dann aber festgestellt, dass mir das nicht reichte, um wirklich die Zusammenhänge zu verstehen. Also habe ich mit dem Dedicant Path begonnen (und inzwischen abgeschlossen). Vieles erschließt sich mir wirklich erst beim Recherchieren, Lesen von Referenzliteratur und darüber Nachgrübeln, denn das, was man an Unterlagen für den DP bekommt, ist einerseits sehr vielfältig, andererseits aber auch oft oberflächlich. Gleichzeitig gibt es eine Menge Artikel auf der Seite und zusätzliche Buchempfehlungen, die wirklich hilfreich sind.
Ich bin immer noch keine Polytheistin -da hat sich für mich eine Zeit lang die Frage der Kompatibilität gestellt - aber ich muss es auch nicht wirklich sein, auch, wenn das offizielle Credo eindeutig Richtung Polytheismus weist. Über die Herdkultur, mit der ich arbeite, ich (glücklicherweise?) so wenig bekannt, dass ich relativ neutral arbeiten kann. Ich verwende auch die die Trinität Land, Himmel und Meer. Gleichzeitig vermisse ich die Elemente, die für mich immer eine relativ große Rolle gespielt haben. Im Moment bastle ich im Kopf daran, wie ich bestimmte Dinge miteinander kombinieren kann, um mir selbst treu zu bleiben, ohne aber den Rahmen wieder aus den Augen zu verlieren. Das Schöne am ADF ist, dass man diese Freiheit hat, die Dinge nach eigenen Vorstellungen und Bedürfnissen zu gestalten, gleichzeitig aber einen Rahmen verwenden kann (die Core Order of Ritual), der international Gültigkeit hat. Obwohl es MEIN RItual ist, weiß ich, dass ganz viele andere die gleiche Struktur verwenden. Dadurch bin ich trotz meines Einzel-Wirkens wieder mit den adneren verbunden.
Was mich auch fasziniert, sind die liturgischen Aspekte und ihre Hintergründe. Ich hatte katholische Religion im Abitur und fand das damals schon spannend. Wenn ich jetzt über ähnliche Rituale/Handlungen aus neopaganer/druidischer Sicht lese, kann ich manches viel leichter akzeptieren. Meine Mutter wäre begeistert :P
Seit ein paar Wochen versuche ich mich an den Studienkursen der Barden und Liturgen. Das ist eine Herausforderung, bei der ich mir noch nicht ganz sicher bin, ob ich ihr gewachsen bin - eher an den technischen Begeleitaspekten (Sprache, Fachliteratur) als am Thema, aber es macht Spaß.
Im Moment übersetzen einige von uns auch Material vom Englischen ins Deutsche, um es einer breiteren Masse zugägnlich machen zu können. Diese Auseinandersetzung mit den Inhalten und der Transfer in eine andere Kultur und Sichtweise ist ziemlich spannend.

Was dieses Nicht-mehr-Druide-sein betrifft: Ich habe neulich gelesen, dass sich auch Anne Hill aus dem Reclaiming zurückgezogen hat, weil sie das Gefühl hatte, sie hätte damit nun alles erreicht, was ihr damit möglich gewesen wäre, und nun sei es Zeit etwas anderes zu tun. Vielleicht werde ich in ein paar Jahren dem ADF wieder den Rücken zukehren und etwas anderes machen. Manchmal ist das einfach der nächste logische Schritt. Aber ich werde zu dem Zeitpunkt eine Menge gelernt haben.

Wenn du mehr Fragen hast, nur heraus damit. Im Moment fällt mir nichts mehr dazu ein. Ist ja auch schon nach zehn Uhr.

Liebe Grüße, Robin
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22 Okt 2014 08:52 #14017 von Ishtar
Hallo Buntspecht

herzlich willkommen in unserer Runde!
Ich wollte dich erst mal einfach nur begrüßen, da ich zur Zeit krank bin und sehr wenig Konzentration auf die Reihe kriege :(. Ich melde mich aber auf jeden Fall die Tage!

Liebe Grüße,
Ishtar
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24 Okt 2014 10:47 #14022 von Ishtar
So, hat länger gedauert als geplant - und ich bin immer noch schlecht darin mich kurz zu fassen :S

Was haben mir die Kurse gebracht. Ich hab länger gebraucht für die Antwort, weil ich die Kurse zeitweilig parallel gemacht habe und aufeinander abgeglichen, wobei die Gewichtung beim ADF lag und ich die Materialien mit den OBOD Sachen ergänzt habe.

Ich habe 2010 mit beiden Sachen angefangen. Bin auch noch in beiden Mitglied und schätze beide sehr, wobei meine Hingabe zum ADF größer ist. Und während ich es mir nach wie vor vorstellen könnte innerhalb unseres Hains dann und wann auch einen OBOD Lernkreis abzuhalten, sind wir in erster Linie ein ADF Proto-Hain. Und ich bin im ADF stärker organisatorisch involviert als Regionaldruidin und Leiterin einer AG (klingt jetzt aber deutlich größer als es ist ;-)).

Vorweg: Ich kam schon mit ziemlich viel Vorbildung bezüglich Jahreskreisfesten und Elementen.
aktueller Stand
OBOD: Ovatenkurs, im Grunde abgeschlossen, fehlt nur noch das Ovatengeschenk, was wohl noch ein paar Jahre dauern wird, aber es geht ja um die Reise.
Im ADF habe ich den Basiskurs, den druidischen Pfad (dedicant path), und auch den Vorkurs für das Priestertraining beendet. Aktuell habe ich meine Priesterausbildung begonnen - wobei ich momentan, bis auf die regelmäßige Minimalpraxis - in meiner Arbeit pausiere weil ich einen beruflichen Schwerpunkt setzen musste, der mich bis nächstes Frühjahr – wenn ich Pech hab sogar bis im Herbst - noch beschäftigen wird.

Weltbild

Bei mir ist es so, dass ich zwar schon dieses Modell habe, dass es irgendwo ein Konglomerat von „das Göttliche als Einheit“ gibt, aber hier in dieser physischen Welt (ja, ja, meine Kabbalistische Prägung kommt nach wie vor durch ;-)), ist die Vielfalt der Kräfte für mich eine deutlich stärkere Realität als die Einheit. Ich bin zwar auch ein Freund von der Idee „alle Götter Formen von das Eine“ – aber eine Beziehung baue ich viel besser zu einer einzelnen Göttheit auf. Ich bin so gesehen schon Polytheistin .

OBOD:
Wegen der Vorbildung fand ich den Bardenkurs inhaltlich nicht sehr neu, ich konnte aber die Chance gut nutzen mit meiner Kreativität wieder in Kontakt zu kommen (was mich erstaunt und fasziniert hat). Es war auch gut die Basis nochmal durchzugehen und ich mag den poetischen Ansatz sehr.
Der Ovatenkurs ist mehr auf den magischen Orten und Pflanzen basiert. Das war dann aufgrund der Infos schon mal ein mehr an Wissen. Mein Plan was ich was Parallel mache kam dann doch anders und auch meine „Abschlussarbeit“ hält mich grad sehr lange auf, aber es ist ok so. Ich dachte zuerst das mit den Bäumen und das Ogham würde mich sehr einfangen, aber irgendwie waren es dann doch die Kraftorte und ich erhielt eine sehr schöne Inspiration. (Möglicherweise hätte ich die aber auch ohne den Kurs erhalten, weil der Ansatz schon da war, vom Kurs hatte ich die Inspiration das klarer zu sortieren) Die Arbeit an sich muss ich jetzt natürlich selber machen.

Der ADF Basiskurs hat Bereiche angesprochen in denen ich noch nicht so viel Vorbildung hatte, bzw. noch nicht so sehr eingetaucht bin, was schon mal die Faszination steigerte. Das heißt von der „Wissensseite“ her hat er mir „mehr“ gegeben. Von der Praxis her, hat er mich stärker zentriert auf die Dinge die ich „irgendwann mal vorhatte“ zu tun. Ich war sowieso dabei vieles in meiner Praxis zu ändern, weil es nicht mehr so stimmig war und ich es anders wollte und hier erhielt ich die Grundlage dafür und den Anstupser. Wobei auch hier einige Sachen schon bekannt waren, aber durch den polytheistischen Ansatz gab es da doch nochmal andere Impulse.
Die weiterführenden Studien sind jetzt nochmal eine andere Liga. Ich finde die vergleichende Mythologie sehr faszinierend und durch das Aufschreiben was man machen muss und beantworten der Fragen, setzt man sich nochmal anders mit dem Stoff auseinander. Ich merke richtig, wie ich es viel besser behalten kann. Für den Kopf lerne ich auf jeden Fall viel dazu und bin von den Zusammenhängen auch häufig sehr begeistert! Je nachdem ist der eine oder andere Kurs praktischer ausgelegt als der andere, hier ist es einfach so, dass ich durch das Gelernte das Gefühl habe meine Praxis zu bereichern. Ich finde es schön zu wissen, dass ich neue Traditionen aufnehmen, die auf ganz alten Sachen basieren. Das gibt mir ein Gefühl der gelebten Kontinuität und Gemeinschaft. Allein schon durch diese „Faszination“ wird das Gefühl (Herz) sehr bereichert. Durch das Tun vertieft sich auch die Beziehungen kontinuierlich. Aber jeder Kurs bringt auch einen anderen Schwerpunkt. Nachdem du den Basiskurs im ADF beendet hast, öffnen sich sehr viele Wege, was du danach alles tun kannst. Wie tief du eintauchst ich auch nochmal etwas anderes.
Allerdings musst du, imho im ADF sehr viel selbstorganisierter sein. Du kriegst nicht alles schön in einer Reihenfolge in Lektionen geliefert. Du kannst dir einen Kurs aussuchen und hast die Freiheit die Reihenfolge so zu gestalten wie du möchtest. (diese Freiheit hast du natürlich auch bei der OBOD, aber du kriegst die Lektionen zugeschickt). ADF ist Paperless und du musst schon Zeit verbringen dich mit der Homepage und den Materialien auseinanderzusetzen (dafür fühlt es sich manchmal wie eine kleine Schatzkiste an ). Die Organisation ist auch deutlich komplexer. Ich empfinde sie nicht als hierarchisch, aber sie ist halt strukturierter. Dafür breiter und du hast mehr Möglichkeiten.


Ich finde es muss auch nicht unbedingt ein entweder oder sein, sondern kann auch einfach ein "was passt besser wann" sein. Meiner Meinung nach können OBOD und ADF auch sehr gut Hand in Hand gehen. Ich hatte irgendwann sogar eine Tabelle erstellt welche Kurse welche Bereichern und ein ADF à la OBOD Ritual zusammengestellt (ADF STruktur mit einigen typischen OBOD Texten).

Druide sein – also ich bin keine Druidin. Ich benutze diese Bezeichnung nur in Bezug auf Rollenfunktionen z.B. eben Regionaldruidin. Ich spreche ansonsten vom Druidischen Pfad.
Bzg. Emma Restall Orr ist natürlich einfach die Frage, wie sie Druidentum verstanden hat und was sie mit dem Begriff verbindet. Jeder hat auch einen eigenen Weg.

Die andere Frage ist einfach auch, was du reinbringen kannst. Ich habe den ADF bisher so erlebt, dass wenn es passt und du initiative zeigst du auch etwas umsetzen kannst. Es werden Orden gegründet oder auch neue AGs. Dadurch, dass es eine so große Bandbreite hat, hat sehr vieles Platz. Du vermisst etwas? Dann bringt es rein, vielleicht bist du gar nicht allein? Die Mühlen mahlen halt langsam, weil alles Ehrenamtlich ist.

Insgesamt bietet für mich der ADF nochmal vielfältigere Möglichkeiten. Der Vergleich hinkt jetzt aber auch, weil der OBOD gar nicht so ausgerichtet sein möchte (!), sondern eben ein Orden mit entsprechendem Kurs ist. Hat alles vor- und nachteile.

Das ist zumindest meine Sicht der Dinge,
wenn du noch Fragen hast, gerne stellen.

Den Segen deiner Götter auf deinem Weg,
Ishtar
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24 Okt 2014 11:22 #14023 von Mairi
Hallo Buntspecht,

Willkommen bei uns. Ich bin auch Teil des ADF, leite seit Kurzem einen Protogrove und biete Kurse zur Ritualgrundstruktur (COoR) an.

Ich war lange Zeit eklektisch unterwegs mit vielen Einflüssen aus dem Wicca, aber mir fehlten immer die Wurzeln und das Basiswissen. Deswegen ging ich 2011 nach einer Glaubenskrise auf die Suche und fand sowohl OBOD als auch ADF.

Der OBOD war mir von seiner Herangehensweise zu sehr Philosophie und zu offen, außerdem schreckten mich die Kosten ab. Das Schnupperprogramm hab ich mir damals bestellt, aber es sagte mir nicht zu.

Ishtar hat mir dann vom ADF erzählt und ich habe mich ein wenig reingefuchst in die Grundstruktur und auch gleich verliebt in diese Liturgie. 2012 bin ich beigetreten und habe letztes Jahr das Basisprogramm abgeschlossen. Bin nun im Vorbereitungsprogramm für die Klerusausbildung, aber es zieht sich ein wenig. Das liegt wohl auch daran, dass wirklich alles dir selbst überlassen ist. Du hast fast unendlich Zeit, suchst dir dein Material selbst auf der Homepage und von den Bücherlisten, schreibst für dich und irgendwann schickst du es weg und bekommst dein Feedback. Mir selbst gefällt dieses Arbeiten ohne Druck. Ich habe so schon genug Fristen und Erwartungen zu erfüllen.

Von der Thematik der Kurse her finde ich es sehr ausgewogen, es ist eine Mischung aus Praxis, Kulturgeschichte, Wissen über die Entwicklung modernen Heidentums, Engagement für die Umwelt und natürlich auch die Arbeit in der Gemeinschaft. Ich habe in der Online-Community Halt gefunden und mir gefällt es, dass ich im ADF eine gemeinsame Basis mit sovielen Menschen rund um die Welt habe. Es erweitert den Horizont. Wichtig ist mir auch der Ansatz des ADFs, rassistisches Gedankengut von vornherein abzulehnen. In Deutschland muss man ja immer vorsichtig sein, wenn man andere Neo-Germanen trifft, da ist es erfrischend, zumindest innerhalb vom ADF vor solchen Nasen sicher zu sein.

Zum Titel "Druide": es ist immer wieder eine Diskussion. Ich war lange im rekonstruierten keltentum unterwegs und da wird der Titel streng abgelehnt, weil er für diese Menschen von der Hierarche her dem kardinal im Katholizismus entspricht und somit von den wenigsten erreicht werden kann. Wir alle kennen die Quelle von den zwanzig Lehrjahren des Druiden, und viele zweifeln an, dass ein moderner Mensch je soviel Wissen in sich speichern kann, wie es damalige Druiden taten. Wir haben heutzutage anderes Wissen und wenn ich mir anschaue, was damalige Druiden alles an Aufgaben hatten neben der Ritualtätigkeit, finde ich schon, dass auch moderne Menschen genug Wissen in sich aufnehmen können, um diesen Titel zu tragen. Warum sollte nur meine Bildung in Sachen Kelten da reinspielen, aber mathematische und biologische Bildung außen vor bleiben? Na egal, ich für mich persönlich nenne mich eigentlich auch nicht Druide, ich tu mich da schwer mit Titeln generell.

Soviel vielleicht von mir, ist doch mehr geworden als ich dachte.

Liebe Grüße,
Mairi

Thig crioch air an t-saoghal ach mairidh gaol agus ceòl.
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03 Nov 2014 10:33 #14048 von Buntspecht
Hallo zusammen,

Wow, mit so vielen Antworten - und vor allem mit so vielen detaillierten, persönlichen Antworten! - hätte ich nicht gerechnet! Vielen, herzlichen Dank! Ihr werdet sehen, dass Eure Arbeit Wirkung zeigte...

Ich will deshalb sozusagen von hinten (mit den Neuigkeiten) anfangen und dann etwas zu Euren Beiträgen und zu mir selbst sagen.

Also: auf Grund Eurer Beiträge bin ich jetzt dem ADF beigetreten und sehr gespannt auf den 'Dedicant Path'.
Ich werde da, denke ich, etwas Hilfe von Euch brauchen, aber nach Euren Antworten mach' ich mir da weniger Sorgen: Mein gelesenes Englisch ist ziemlich gut (ungefähr dreiviertel der Sachen, die ich lese, sind in Englisch), und ich kann, denke ich, auch ganz gut vom Englischen ins Deutsche übersetzen (so, dass es nicht nur 'richtig' ist, sondern auch die jeweilige Sprachebene trifft). Was mir etwas Sorgen macht, ist es, die für den ADF erforderlichen Sachen in Englisch zu schreiben, ohne dass es sich wie ein 'How I spent my vacation'-Aufsatz anhört. Ich hoffe da auf Eure Hilfe...

So, jetzt etwas zu meiner Entscheidung, zu mir und dazu, wie es vielleicht weitergeht.

Ihr tendiert ja alle etwas in die ADF-Richtung: mir ist es nicht ganz unwichtig, für meine Entscheidung Hilfen zu haben. Was ich am ADF mag, ist nicht zuletzt die 'Gründerfigur' Bonewits: Ich habe bei der Lektüre des 'Essential Guide' öfter schallend gelacht und auch andere Sachen von ihm gerne und mit Gewinn gelesen - und wer hat sonst schon einen BA in Magie...? :laugh:

Mir gefällt auch das weite Spektrum, das abgedeckt wird (von PIE bis 'vedisch', wobei PIE wohl am ehesten mein Ding ist) und das ganze System der Gilden und SIGs, das ja anscheinend viel Raum bietet. Und (das will ich nicht verschweigen) die anfallenden 'Gebühren' sind ja ziemlich unschlagbar, was bei mir im Moment auch eine Rolle gespielt hat...

Ein winziger Wermutstropfen ist vielleicht: Wenn ich mir so die 'Recommended Reading List' anschaue, habe ich bei einigen Titeln nicht gerade den Eindruck, dass man da - was den derzeitigen Forschungsstand angeht - so ganz auf der Höhe der Zeit ist, was mich etwas wundert. Schließlich legt man doch bei der ADF nach den eigenen Verlautbarungen großen Wert auf den wissenschaftlichen Anspruch.

So, jetzt vielleicht noch etwas zu mir: ich bin verheiratet, lebe in München und arbeite in der Altenpflege als 'Quereinsteiger'. Gelernt habe ich eigentlich mal Buchhändler.

Was den Punkt angeht, an dem ich gerade Politisch/ökologisch/spirituell stehe, haben mich am meisten
- David Abrams
- Graham Harvey
- John Michael Greer
- Emma Restall Orr
beeinflusst. Sehr spannend finde ich im Moment auch die Arbeit von Nicanthiel Hrafnhild zu 'Waincraft', einer Art 'PIE Recon' ( waincraft.org/ ).

Das wär's erstmal. Nochmals vielen Dank für Eure Beiträge, die mir wirklich entscheidend geholfen haben!

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04 Nov 2014 09:37 #14049 von Tahira
Huhu Buntspecht,

herzlich Willkommen :)

na, dann brauchst du ja erst mal keine weitere Geschichte über den OBOD. Sonst hätte ich jetzt noch ein wenig darüber geschrieben, auch wenn es ähnlich zu Ishtars Erfahrungen wäre (Bardenkurs war für mich nicht neu, im Ovaten jetzt häng ich dagegen sehr bei Bäumen und Kräutern fest ;)).

Cu Tahira
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04 Nov 2014 16:36 #14051 von Buntspecht
Hallo Tahira,

tu' Dir nur keinen Zwang an! Ich schließe überhaupt nicht aus, irgendwann auch noch den OBOD-Kurs zu machen. Im Moment lag mir gefühlsmäßig ADF näher, aber ich habe schon einige Sachen von OBOD-Mitgliedern gelesen ('Path of Druidry' von Billington, 'From the Cauldron Born' und 'Natural Druidry' von Hughes z.B.), die ich großartig finde. Der eher 'philosophische' Ansatz von OBOD hat für mich durchaus was. Ich muss zugeben, dass ich je nach Tagesform gerne mal zwischen 'hard polytheism' und einem eher 'symbolischen' Ansatz hin- und herschwanke (um nicht zu sagen -torkele... :lol: ).

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05 Nov 2014 21:26 #14053 von Ishtar
Hallo Buntspecht,

- und herzlich willkommen beim ADF :laugh:
offizielle Post kommt am WE ;)

Was du sagst bezüglich des neusten Wissenschaftlichen Standes haben auch schon andere bemerkt - ich glaub fast jeder im CTP Prelim kritisiert in den Essays Dumézil's Tripartition.
Es sind soweit ich weiß auch einige neuere engl. Bücher für die Liste empfohlen worden. Für den deutschsprachigen Bereich haben wir uns über Maier und Birkhan unterhalten haben. Wir hatten aber noch keine Gelegenheit die Kriterien abzugleichen. Was ich so mitgekriegt haben sollten die Bücher auch bezahlbar sein (macht Birkhan schon mal kritisch) und es wird oft auch darauf geachtet eine Auswahl zu haben, die nicht nur für Akademiker lesbar sind. Ich glaub man sollte eine Review schreiben um ein Buch vorzuschlagen.

Tahira,
bitte erzählt ruhig auch von deinen Erfahrungen. Möglicherweise lesen hier auch noch andere und finden das spannend - ich persönlich würde auch gerne hören, wie sich deine Reise jetzt so weiter entwickelt hat.

Liebe Grüße,
Ishtar

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07 Nov 2014 16:37 #14056 von Tahira
Huhu,

ich hab mal einen Beitrag in ADF, OBOD und andere Druidengruppen geschrieben.

Cu Tahira

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