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verruecktes beaengstigendes Wetter...

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19 Jul 2012 18:50 - 19 Jul 2012 18:54 #12082 von Athena
Im Februar knospende und bluehende Baeume, die Voegel wussten dieses Jahr nicht wann sie nisten sollten, der trockendste Fruehling der Geschichte (in England), nun ist es mitte July und es regnet viel zu viel (sogar fuer England!) und viel zu heftig und andauernd, wenn mal die Sonne durchkommt ist es gleich so schwuel dass man sich wieder Regen wuenscht, der Himmel ist die meiste Zeit blei-grau von Wolken verhangen, die Voegel sammeln sich als ob sie ihre Wintermigration antreten wollten...

ist das noch normal / natuerlich??

Ich muss sagen es bedrueckt mich nicht nur (und der verdammte Heuschnupfen!!) sondern besorgt/beaengstigt mich auch (it's the end of the world as we know it...)

Eure Ansichten?

LG Athena )O(

PS Mittsommer war ja schon ins Wasser gefallen (wir sind schwimmen gegangen weil's mit draussen feiern einfach nicht drin war) und nach nem Sommerfest der Fuelle i.e. Lammas siehts auch nicht aus :(

Be who you are and say what you feel, because those who mind don't matter, and those who matter don't mind.
Letzte Änderung: 19 Jul 2012 18:54 von Athena. Begründung: Zusatz

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19 Jul 2012 21:59 #12084 von Ialokin
Verregnete Sommer habe ich schon reichlich erlebt - und da ist der hier keineswegs der schlimmste.
Ialo

Die Liebe zu schenken, den Zauber zu wecken, das Leben zu feiern - das ist unser Sinn.

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20 Jul 2012 09:32 #12086 von Athena

Athena schrieb: Im Februar knospende und bluehende Baeume, die Voegel wussten dieses Jahr nicht wann sie nisten sollten, der trockendste Fruehling der Geschichte (in England), ... die Voegel sammeln sich als ob sie ihre Wintermigration antreten wollten...

ist das noch normal / natuerlich??

Hi Ialo, ich spreche ja nicht nur von einem verregneten Sommer.
Aber auch was Regen angeht: hier in England ist Regen wirklich kein Fremdwort (und auch verregnete Sommer gab es wohl schon seit Ende der letzten Eiszeit) -- dennoch sagen die Leute hier dass es dieses Jahr extrem ist und sie sowas noch nicht erlebt haetten.
Dasselbe von meiner Oma die in Friesland lebt und mit ihren 80 Jahren an krasses Wetter zu allen Jahreszeiten gewoehnt ist -- ihre Worte sind "es ist zum Verzweifeln".
Und die oben noch einmal zitierten Punkte finde ich schon beunruhigend.

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20 Jul 2012 21:21 #12088 von Turtle
Hæ!

Es ist natürlich. Es ist nur anders als sonst.

Bless

Turtle

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21 Jul 2012 12:58 #12089 von Athena

Athena schrieb: ...

ist das noch normal / natuerlich??

...

PS Mittsommer war ja schon ins Wasser gefallen (wir sind schwimmen gegangen weil's mit draussen feiern einfach nicht drin war) und nach nem Sommerfest der Fuelle i.e. Lammas siehts auch nicht aus :(

Vielleicht habe ich mich etwas unpraezise und damit missverstaendlich ausgedrueckt: schliesslich sind Plastiktueten auch "natuerlich" -- alles ist ja letztlich natuerlich, es gibt nichts ausserhalb Natur!
Aber entspricht dieses Wetter noch den Verhaeltnissen die fuer unsere Breitengrade und Klimaverhaeltnisse norm sind?
Gab es dies zuvor dass Baeume anfang Februar geblueht haben und die Jahreszeiten (wie wir sie gewohnt sind) seither total verrueckt spielen?
Ist es ein globales Phenomen? oder nur Europaweit? nur in bestimmten Bereichen Europas (einschl. Britannien)?
Wieviel davon ist (menschgemachte) Klimaveraenderung?
Muessen wir uns darauf einstellen dass wir in Zukunft keine gewohnten Jahreszeiten mehr haben und alles durcheinander geht wir dieses Jahr?
Wird es noch chaotischer werden?
(Und als Nebengedanke: wie sinnig ist dann noch unser heidnisches Jahreskreisrad?)

The Guardian (eine Britische Zeitung) beschreibt diesen Sommer als "apokalyptisch" fuer unser wildlife...
www.guardian.co.uk/environment/2012/jul/...dlife-national-trust

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22 Jul 2012 16:11 #12090 von Tahira
Huhu Athena,

soweit ich so von ein paar Laienwissenschaftssendungen gehört habe (also von wissenschaftssendungen die für Laien gemacht wurden), soll es ja wärmer werden bzw. sich das Klima in seinem natürlichen Takt sowieso ändern (nur der Mensch hat es durch seine Umweltveränderungen etwas schneller vorrangebracht, als geplant) und dazu: wir sind ja auch angeblich am Ende einer Eiszeit angekommen.

Was:

(Und als Nebengedanke: wie sinnig ist dann noch unser heidnisches Jahreskreisrad?)

angeht.

Das Jahreskreisrad ist ja sowieso eher älterer Natur und nicht mehr auf die heutigen Gegebenheiten angepasst. Denn "ernten" können wir immer, Winter sind durch unsere Häuser, durch das Nahrungsangebot das wir in den westlichen Ländern haben etc, nun auch nicht mehr ganz so unsere Themen. Ich sehe daher den Jahreskreislauf eher als die innere Wirkung an. Also, was plane ich fürs Jahr im Frühling, was "ernte" ich im Sommer, wovon lasse ich los zu Samhain, Gedenke meiner Ahnen und im Winter würd ich mir mal gern mehr Ruhe gönnen, als ich kann dank unserer Gesellschaft ;)

Cu Tahira

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24 Jul 2012 08:49 #12093 von Athena

Tahira schrieb: ...

Das Jahreskreisrad ist ja sowieso eher älterer Natur und nicht mehr auf die heutigen Gegebenheiten angepasst. Denn "ernten" können wir immer, Winter sind durch unsere Häuser, durch das Nahrungsangebot das wir in den westlichen Ländern haben etc, nun auch nicht mehr ganz so unsere Themen. Ich sehe daher den Jahreskreislauf eher als die innere Wirkung an. Also, was plane ich fürs Jahr im Frühling, was "ernte" ich im Sommer, wovon lasse ich los zu Samhain, Gedenke meiner Ahnen und im Winter würd ich mir mal gern mehr Ruhe gönnen, als ich kann dank unserer Gesellschaft ;)

Cu Tahira


Hi Tahira, (schoen dich hier wieder zu lesen :) )
Ja ich kenne das oben zitierte Argument, stimme diesem aber nicht unbedingt zu:
Klar koennen wir "dank" Globalisierung, Industrialisierung und Technisierung auch im Winter Erdbeeren essen... aber dies ist weder natuerlich noch sustainable noch im Einklang mit unserer Mutter Erde wenn man in [Nord]Europa lebt. (Zumindest derzeit nicht.) Und deshalb einem Natur-religioesem Leben & Feiern nicht angemessen!
Und was die 'innere Wirkung' angeht: ich richte meine Rituale lieber auf die aktuellen Begebenheiten in meinem Leben -- Loslassen muss ich nicht nur zu Samhain, Neuanfaenge muessen manchmal auch im Winter gemacht werden, Dinge im Fruehling beendet werden usw.
Aber ich sehe deinen Punkt dass man bestimmte Themen zu bestimmten Festen ueberdenken und -bei Anlass- bearbeiten kann wenn man das moechte.

(Btw, heute haben wir hier den dritten Tag mit sommerlichen Wetter -- heiss & sonnig, so wie es zu dieser Jahreszeit sein sollte ;) )

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27 Jul 2012 20:13 #12124 von Turtle
Hej,

ich habe hier gerade ein seit Stunden andauerndes, ganz tolles Gewitter. Grönland erlebt gerade den wärmsten Sommer seit Beginn der Aufzeichnungen: Der komplette Eispanzer taut gerade und riesige Eisberge von der doppelten Größe Manhattens rutschen ins Meer, während die Eisdecke der Arktis so dünn ist wie seit Beginn der Messungen nicht.

Über den nicht zum Ausbruch gekommenen Vulkanhügeln der Nordeifel liegt ein riesiges versteinertes Korallenriff aus dem Devon. Damals war Deutschland ein flaches Meer am Äquator. Die meiste Zeit, die Deutschland aus dem Wasser guckt, war es trockene Wüste. Teilweise mehr als 50 m dicke Schichten aus Flugsand bedecken ganz Norddeutschland. Eigentlich ist Deutschland erst seit ungefähr 6 Mio Jahren ein bewohnbares Land mit reichlich Wasser und Vegetation. Die wiederum wurde durch die Eiszeiten stark verändert. Bei der Tierwelt kann man das heute noch beobachten: Es gibt Kreuzottern im Westen und im Osten Deutschlands. Dazwischen so gut wie gar nicht. Die Kreuzottern sind voneinandeer deutlich verschieden, so dass man fast schon von verschiedenen Arten, zumindest aber deutlich unterschiedlichen Phänotypen sprechen kann. Das kommt daher, dass es hier während der Eiszeiten gar keine Kreuzottern mehr gab, mit dem Ende der Kälte aber welche zurückkamen, die von der Kälte bis ans Mittelmeer zurückgedrängt worden waren. Die eine Sorte kommt nun über Frankreich zurück nach Mitteleuropa, die andere aus dem Schwarzmeerraum. Die Römer hatten seinerzeit lauter Pflanzen von zuhause mitgebracht. Pfirsiche gediehen im Rheinland prächtig. Karl der Große ordnete 800 Jahre später an, in Deutschland Pflanzen anzubauen, denen es hier heute noch zu kalt wäre. Die kleine Eiszeit im Spätmittelalter und der Renaissance hat vieles verändert. Und jetzt wird es wieder wärmer. Wie warm? Keine Ahnung, vielleicht nicht ganz so warm wie im Karbonzeitalter, als in einer weltweiten Tropenlandschaft ohne Eis an Nord- und Südpol fast das ganze Erdöl, Erdgas und Kohle entstand, dass der allumfassende Dschungel aus der Luft genommen hat. Das im Kalk gebundene Kohlendioxid war damals auch noch in der Luft. Aber eben wärmer.

Was wollen wir denn bewahren oder zurückgewinnen? Das viel tropischere und im Ganzen fast wüstenfreie und äußerst fruchtbare Afrika zur Zeit der Neandertaler? Das war allein eine Folge der Eiszeit im Norden. Das gemäßigte Klima unserer Breiten? Das ist auch nur ein vorübergehender Zustand. Es scheint, dass wir das Vorübergehende lediglich beschleunigen.

Es ist interessant, einmal mit Mutter Erde, der reinen Lebenskraft, der Natur persönlich darüber zu sprechen. Ich für meinen Teil habe meinen Weg darin gefunden.

Bless

Turtle

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