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Der Phurba

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17 Feb 2011 07:55 - 17 Feb 2011 07:58 #10146 von Undine
Der Phurba wurde erstellt von Undine
Aus der Anregung heraus,das wir das Thema noch nicht haben....
Der Phurba ist gleichzeitig Gottheit,Ritualinstruiment und Schutz.
Er wird im budhistischen Raum verwendet zum Exorzismus von Geistern,Schutz vor Erddämonen und zur täglichen Sicherung des Erscheinens der Welt.
Wenn die Dolchmänner meditieren tun sie das im Morgengrauen ,damit das Licht über die Dunkelheit siegen kann.
Er ging hervor,aus dem herkömmlichen Zeltnagel,der den Schutz in der Jurte vor Ergeistern bewirken sollte,deshalb und auch aus mytologischen Gründen dreikantig.
Es gibt ihn aus Holz,aus Stein und aus Eisen-wobei der Eisenphurba wohl bevorzugt wird.Und es gibt ihn von Anhängergröße bis beachtlicher Unterarmgröße-wobei letztere dann wohl in Museen oder im Tempel zu finden sind-weil doch recht unhandlich.
Und er ist immer stumpf....
Darüber mit mytologischen Themen verziert-mal ein ein Drache,mal ein Donnerkeil geht es weiter zur oft dreigesichtigen Dämonenkopf,der die Unwissenheit,den falschen Glauben und die Verhaftung mit der Materie symbolisieren.Doch auch da ist es dem Künstler gestattet Abweichungen vorzunehmen.
Wir finden auch Griffe,die mit Ganesha,Garuda oder Haruka(einem Pferdedämon)geschmückt sind.
Es wir übereinstimmend berichtet,das der Phurba beseelt sei,und selbst in die Anderswelt folgt.Das gibt natürlich Probleme,sollte der Besitzer einmal versterben.
Es gibt natürlich ein gewisses ethisches Problem,da im Budhismus es verboten ist,fühlende Wesen zu töten-und was sind Dämonen?
Letzten Endes wird es damit erklärt,das der Dämon von seinen Anhaftungen befreit sich weiterentwickeln kann.
Empfehlenswerte Bücher dazu:
Phurba-magisches Dolchritual aus Tibet v.Thomas Matcotty
isbn3-931997-00-6
Magier und Heilige in Tibet v.A.David-Neel
ISBN-10:3-442-21748-2

Das Problem von Hexen ist,das sie nie vor Dingen weglaufen,die sie von ganzen Herzen hassen.....
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Letzte Änderung: 17 Feb 2011 07:58 von Undine.
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17 Feb 2011 07:59 #10147 von Undine
Undine antwortete auf Der Phurba
Die Gottheit:

Das Problem von Hexen ist,das sie nie vor Dingen weglaufen,die sie von ganzen Herzen hassen.....
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17 Feb 2011 08:02 - 17 Feb 2011 08:05 #10148 von Undine
Undine antwortete auf Der Phurba

Das Problem von Hexen ist,das sie nie vor Dingen weglaufen,die sie von ganzen Herzen hassen.....
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Letzte Änderung: 17 Feb 2011 08:05 von Undine.

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17 Feb 2011 08:06 #10149 von Undine
Undine antwortete auf Der Phurba
Viel Spaß beim Lesen und Forschen....
LG,Undine

Das Problem von Hexen ist,das sie nie vor Dingen weglaufen,die sie von ganzen Herzen hassen.....

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17 Feb 2011 11:45 #10153 von Ishtar
Ishtar antwortete auf Der Phurba
Huhu

Ich hatte aus einem Buch das erste Mal davon erfahren. Aus dem Adept-Zyklus von Katherine Kurtz " Daggermagic ". Ab Band 4 wurde leider nicht mehr ins Deutsche übersetzt.
Ist ne ganz spannende Sache, wollte schon länger mal weiter forschen aber Anderes war dann erst mal wichtiger.
BB
Ishtar

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20 Feb 2011 12:32 #10162 von Nivien
Nivien antwortete auf Der Phurba
Weder kann man sagen, das Dämonen existieren, noch, dass sie nicht existieren.

"Die Wurzel aller Dämonen ist der eigene Geist", sagt Machig Lapdrön, eine tibetische Lehrerin, die im 11.
Jahrhundert in Tibet lebte. Obwohl ich zuweilen einen kleinen Phurba um den Hals trage, kenne ich mich mit der Anwendung nicht aus. Deshalb danke ich für die Anregung und Hinweise.

Wir sind hier auch wieder bei dem Thema "tibetischer Buddhismus und Schamanismus" - ein weites und faszinierendes Feld.

Machig Lapdrön hat eine Praxis, das Chöd, ins Leben gerufen, die darin besteht, sich (d.h. das eigene Ego) den Dämonen zu opfern. Damit wären vielleicht einige ethische Probleme gelöst, anderes bleibt geheimnisvoll.

Jede gute Sache ist scharf. (Gurdijeff)

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20 Feb 2011 18:14 - 20 Feb 2011 18:17 #10165 von Undine
Undine antwortete auf Der Phurba
In dem Land wo das herkommt gibt es bei der Chödpraxis die meißten Mönche die nicht alt werden.Und so mancher ist hinterher nicht mehr ganz seiner Sinne.
Einer der Meister sagte einmal,als er gefragt wurde:
Es ist richtig,das die Dämonen im Kopf des lernenden vorkommen können.Und er lernt sich dagegen zu wehren.
Aber so,wie er sich einen Tiger einbilden kann,den er bekämpft und er lernt das Überleben-so kann er die Dämonen bekämpfen lernen.
Denn wenn der Tiger kommt-so wie die Dämonen-ist es ihnen egal,ob er dran glaubt oder nicht.
Den kleinen Phurba-am Hals getragen-hatte Abwehrbedeutung.
Erfahrene Zauberer(werden unterschieden von praktizierenden Dolchmann)wären in der Lage sie im Körper lebender Menschen durch wände hindurch zu materialisieren-und so den Verfluchten zu töten....
Von wegen-friedliches Land.....
Am grusligsten fand ich die Geschichte,bei der die Erdgöttin(Erddämonin) mit 5 Phurbas festgenagelt wurde,um das Land besiedeln zu können.
Im Keller des Palastes von Lhasa würde man noch heute das blutige schlagende Herz der Dämonin sehen können....
Quelle:Das alte Tibet v.Gerhardt W.Schuster
ISBN3-458-34505-1
Auszug:Schamanen und Delogs
Fluch der wandernden Dolche
Chöd-Ritual.....

Das Problem von Hexen ist,das sie nie vor Dingen weglaufen,die sie von ganzen Herzen hassen.....
Letzte Änderung: 20 Feb 2011 18:17 von Undine.

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