Zuordnung der Elemente

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07 Dez 2013 21:49 #13627 von Hapsolursun
Zuordnung der Elemente wurde erstellt von Hapsolursun
Ich beschäftige mich schon seit geraumer Zeit mit den Elementen. Als ich das erste Mal in einem Buch darüber las, überlegte ich mir - bevor ich den Text überhaupt las - zu welchen Jahreszeiten ich die 4 Elemente zuordnen würde. Dabei entschied ich mich folgendermaßen: Frühling/Luft - Sommer/Feuer - Herbst/Erde - Winter/Wasser.

Im Buch stand dann etwas anderes: Frühling/Luft - Sommer/Wasser - Herbst/Feuer - Winter/Erde.

Heute hatte ich nun ein Buch in der Hand, da hieß es noch anders: Frühling/Luft - Sommer/Feuer - Herbst/Wasser - Winter/erde.

Nun habe ich in diesem Zuge auch gelesen, dass man es so halten soll, wie man es selbst empfindet. Was ich auch einleuchtend finde.

Nur wenn ich weiterlese in Bezug auf Planetenzuordnung, Rituale usw., kommt alles mehr und mehr "durcheinander".

Wie haltet ihr es damit? Seid ihr einer ganz bestimmten Theorie gefolgt oder handhabt ihr es so wie ihr es für euch selbst empfunden habt?

Allein beim Frühling scheinen alle einer Meinung zu sein. Frühling ist für mich einfach Luft, Leichtigkeit, "frischer Wind". Sommer ist für mich heiß, brennend/verbrennend, also Feuer. Im Herbst fallen Blätter/Früchte zu boden und werden wieder zu Erde. Und Winter ist für mich in erster Linie Eis/Schnee = Wasser.

Und wie sieht es eigentlich aus mit dem Äther? Wieso wird dem nie etwas zugeordnet?


Freue mich auf Eure Antworten :)

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08 Dez 2013 08:26 #13628 von markus.nicklas
Hallo Hapsolursun,

mein persönlicher Zugang zu den Elementen Erde, Wasser, Feuer, Luft und Raum ist durch Informationen durch einen Bönpo unterfüttert. Deswegen habe ich selbst keine Informationen über eine jahreszeitliche Verbindung. Ich meine, dass jedes Element zu jeder Jahreszeit vorhanden ist.

Äther/Raum, wenn diese Gleichsetzung sinnvoll ist, ist das Kontinuum, in dem wiederum alle anderen Elemente vorkommen, was meiner Ansicht nach keine Hierarchie bedeutet.

FG, mn

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08 Dez 2013 10:53 - 08 Dez 2013 18:10 #13629 von Ishtar
Hallo Hapsolursun

Die Elemente und Himmelsrichtungen sind zwei zunächst getrennte Parallele Lehren, die an einem bestimmten Punkt (möglicherweise Mittelalter) miteinander verbunden wurden.

Die Lehre der vier Himmelsrichtungen ist älter. Dazu habe ich hier etwas geschrieben. Wobei ich sie als noch Älter einschätze, aber wir haben nur ab hier Schriftzeugnisse ;-).

Die westliche (!) Elementelehre entwickelte sich in Griechenland. Ich verlinke mal den Wikipedia Artikel .

Ich betone das mit dem westlichen deshalb, weil es noch eine chinesische Elementelehre gibt, die indische Vaisheshika und einige Indianerstämme haben auch Elementelehren. Es wäre mal interessant zu sehen, ob es einen Einfluss zwischen Vaisheshika und späterer Alchemie gibt, aber darum sollen sich Fachleute kümmern ;-)

Was die westliche Elementelehre angeht:
Irgendwann wurden dann beide Systeme (Himmelsrichtungen und Elementelehre) miteinander verbunden.

Ich weiß leider nicht wann und habe bisher dazu auch keine Quelle gefunden.

Die Vierteilung ist bei den Antiken Griechischen Autoren soweit ich das Überblicken konnte noch nicht mit dem Kult der Himmelsrichtungen verbunden (obwohl neuere Autoren gerne schon früher diese Verbindung aufzählen, aber bisher habe ich sie von den Antiken Autoren selbst so noch nicht lesen können).

Möglicherweise ist die Verbindung beider Lehren im Mittelalter während der Blüte der Alchemie passiert. Obwohl Paracelsus diese Verbindung soweit ich weiß auch noch nicht hergestellt hat. Ich glaube bei Eckartshausen treten sie in den Korrespondenzen gemeinsam auf. Ob das noch früher der Fall ist weiß ich einfach nicht.

Die in der westlichen Magie am verbreitesten Form ist:
Norden / Erde
Osten / Luft
Süden / Feuer
Westen / Wasser

einige weitere Korrespondenzen findest du hier .

Ob man die Elemente den Himmelsrichtungen frei zuordnen kann ist sicherlich je nach Tradition unterschiedlich. Ich habe gelernt, dass die Zuordnung welches Element in welcher Richtung ist in der Ritualmagie fest ist, allerdings kann man in einem Raum auch entsprechend passend die Elemente zuordnen, sprich wenn du z.B. einen Festen Brunnen im Kardinal Osten hast, kannst du hingehen und sagen, dort ist jetzt mein "magischer" Westen und gleichst entsprechend die anderen Richtungen an.

Persönlich bin ich der Meinung, dass wenn neben meinem Ritualplatz im Norden ein großer See ist, ich eher dort den magischen Westen setzen würde, anstatt dem Norden dem Wasser zuzuordnen. Ich glaube aber, dass geographische Faktoren möglicherweise eine Wirkung auf die jeweilige Zuordnung der Elemente hatten.

Da die westliche, indische, chinesische und indianischen Elementelehren nicht immer übereinstimmen gehe ich davon aus, dass die Zuordnung welches Element zu welcher Himmelsrichtung gehört kulturell unterschiedlich ist und somit variiert werden kann. Wenn du aber innerhalb eines westlichen Systems arbeitest, werden dich andere Teilnehmer im Ritual möglicherweise ziemlich schief anschauen, wenn du z.B. Feuer dem Norden zuordnest ohne das vorher schlüssig herzuleiten ;)

Äther wird der Mitte zugeordnet. Im Grunde hast du dann die Vierteilung plus Mitte der Himmelsrichtungen.

Hoffe das hat etwas geholfen, ruhig nachfragen, wenn das eine oder andere noch zu kompliziert klingt :laugh:

BB
Ishtar
Letzte Änderung: 08 Dez 2013 18:10 von Ishtar.
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08 Dez 2013 22:00 - 08 Dez 2013 22:03 #13630 von Dolben
In der Architekturlehre Vastu die für Gebäude wie auch Plätze gilt sind die Elemente wie folgt aufgeteilt:

Nordosten (und Norden + Osten) --- Wasser
Südosten (und Osten + Süden) --- Feuer
Südwesten (und Süden + Westen) --- Erde
Nordwesten (und Westen + Norden) --- Luft
das Zentrum(die Mitte jedes Gebäudes/Raumes/Platzes) ist dem Element Äther zugeordnet.

Das Buch das du von mir hast Isthar ist eine Beschreibung des Vastu :side: .


Viele Grüße von
Dolben
Letzte Änderung: 08 Dez 2013 22:03 von Dolben.

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09 Dez 2013 10:50 - 09 Dez 2013 10:53 #13632 von Ialokin
Heya Hapsolursun!

Wie Ishtar schon schrieb: kompliziert.

Natürlich ist jedes Element zu jeder Jahreszeit vorhanden.

Das Wesentliche ist, Dir selbst Gedanken zu machen. Dabei kannst Du die Natur-Gegebenheiten berücksichtigen und auch die - sagen wir mal "inneren" - Qualitäten der Elemente für Dich.

Zwei mögliche Gründe für Wasser zum Herbst wären z.B.:
- Wasser wird dem Gefühlsleben zugeordnet (wellenartige Bewegungen haben auch Gefühle) und auch Träumen und Visionen (in einen Teich schauen und vor sich hin träumen). Das sind vielleicht Dinge, zu denen man in den dunklen Jahreszeiten mehr neigt, als wenn es 20 Stunden am Tag hell ist, also eher ab Herbst.
- Wasser fließt immer davon ... und im Herbst fließt das Jahr davon, neigt sich dem Ende zu.

Aber das sind nur Beispiele, zählen tut zunächst, was für Dich selbst stimmt, und wenn Du in irgendeiner Form mit Symbolen arbeitest, wirken die am Besten, wenn Du die Assoziationen benutzt, die für Dich stimmen.

Wenn Du mit anderen zusammen arbeitest, ist die Frage, was ist am Ehesten eine _gemeinsame_ Vorstellung. Und da gilt, was Ishtar schrieb: Im "westlichen" Kulturraum ist es so am weitesten verbreitet: Frühling/Luft - Sommer/Feuer - Herbst/Wasser - Winter/Erde.

(Erde im Winter, z.B. weil sie da am klarsten zutage tritt, während sie im Sommerhalbjahr von der Vegetation überdeckt wird.)

Hier gilt, was in fast allen naturreligiösen Dingen gilt: Es gibt eigentlich keine "richtige" Antwort, sondern Du musst "Deine" Antwort finden.

Ialo

Die Liebe zu schenken, den Zauber zu wecken, das Leben zu feiern - das ist unser Sinn.
Letzte Änderung: 09 Dez 2013 10:53 von Ialokin.

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09 Dez 2013 15:48 #13633 von Hapsolursun
Vielen Dank für eure ausführlichen Antworten :)

Ich denke, ich werde es so halten, wie die meisten von euch ja schon schreiben: Nämlich, dass ich es für mich ganz allein rausfinden muss. Sonst macht es ja keinen Sinn ;)
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