27.12. Nacht der Mütter, Frau Holle Tag, Weinsegnung

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27 Dez 2006 11:18 #2175 von Ishtar
Tag 2 Nacht des 26.12. - 27.12. tagsüber - Nacht der Mütter, Frau Holle Tag, Tag des heiligen Johannes, Weinsegnung

In Deutschland und Österreich ist es üblich, dass heute der Priester den Wein segnet. Der Johannis-Wein soll Glück und Heilung bringen.
Es wäre evt. eine Möglichkeit den Coven oder Ritualwein aufzuladen und zu segnen.

Die Zeit der Raunächte ist bekannt für diverse "über"natürliche Phänomene und die Wilde Jagd. In Deutschland wird üblicherweise der Wode als Anführer genannt, es gibt aber auch Versionen, wo Arawn (keltischer Unterweltsgott, siehe Mabinogio) oder König Artus die Meute anführen. Manchmal handelt es sich dabei um Feen und Elfen. Sie sammeln verlorene Seelen ein und bringen sie in die Anderswelt.
Bekannt aus dieser Zeit ist auch Frau Holle, oder Mutter Weihnachten - wie John Matthews erwähnt (was ich allerdings noch nie in Deutschland gehört habe). Die Kirche wollte diesen Tag für Maria bereitmachen und machte aus Holle eine "Hexe" welche die Seelen ungetaufter Kinder stiehlt. Früher war sie eine Göttin, die sehr gut zu Kindern war und oft jene die ihr halfen belohnte.

John Matthews geht an diesem Tag speziell auf Holle ein. Am Tag wo die Mütter der Wintersonnenwende geehrt werden, nimmt er Holle symbolisch für sie alle. Gerade in Deutschland bietet sich das ebenfalls an.
Ein Bild von Holle oder eine selbstgemachte Statue könnte sie auf dem Altar repräsentieren.
Gerade mit Kindern wäre es eine schöne Gelegenheit die Geschichte vorzulesen.

Allerdings widerspricht sich das etwas mit der am Vorabend stattfindenden Matrum Nox (Nacht der Mütter) aus dem keltischen Bereich.

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27 Dez 2006 11:21 #2176 von Ishtar
Hier noch eine kleine Geschichte zum Frau Holle Tag, die Yrpa im alten Forum gepostet hatte:

ich habe eine sehr schöne Geschichte zum Thema Frau Holle und die Rauhnächte in dem Buch "Rauhnächte" von Sigrid Früh(Verlag Stendel 1998"Zwinkern gefunden Lesen - Buch Lesen:

"Frau Holle und der Kinderzug

Es war einmal eine junge Frau, der starb ihr Kind ungetauft und so wurde es nicht auf dem geweihten Friedhof beigesetzt. Und der Schmerz der Frau darüber war beinahe so groß wie über den Verlust des Kindes.
Nun wohnte am Ende des Dorfes eine weise Frau, viele hielten sie auch für eine Hexe. Man sprach, daß sie viel mehr wissen würde von dem, was zwischen Himmel und Erde vorgeht, als die normalen Sterblichen. Nun kam kurz vor Weihnachten, die junge Frau zu der Alten und klagte ihr Leid.
Die Alte aber sagte: "Du brauchst darüber nicht traurig zu sein. Ich gebe dir jetzt einen Rat, und das wird dir zum Trost gelangen. Am Frau Holle Abend, warte am Kreuzweg. Das wird dir Trost bringen."
Am Frau Holle Abend ging nun die junge Frau zum Kreuzweg und wartete dort unter dem Holunderbaum. Es wurde neun Uhr, es wurde zehn Uhr und sie hörte vom Dorf elf Uhr schlagen. Kaum hatte die Glocke ausgeschlagen, da hörte die junge Frau ein Singen. Sie sah einen Zug Kinder, und vor ihnen schritt eine hohe, schöne Frau.
Wie sie näher kamen, da sah die Frau, daß sie gerade ihr kleines Töchterchen an der Hand hatte. Und Frau Holle wandte sich zu ihr und sprach: "Du mußt nicht traurig sein. Siehe, jedes Jahr an meinem Abend hole ich alle Kinder, die ungetauft verstorben sind und bringe sie in meinen Garten. Sie werden es dort schöner haben, als sie es je auf Erden gehabt hätten."
Und dann winkten sie ihr noch einmal zu und verschwanden. Seit diesem Abend war nun die junge Frau getröstet."

Ich hoffe die Geschichte gefällt euch.

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