Osterbräuche

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24 Feb 2010 18:36 #8998 von Morgenstern*
Osterbräuche wurde erstellt von Morgenstern*
Hallo zusammen,

Ostern kennen die meisten ja als ein christliches Fest. Die Feier der Auferstehung von Gottes Sohn.
Doch woher kommt die Bezeichnung Ostern?
In Latein heißt es: pascha; von hebräisch: pessach.
In vielen anderen Ländern klingt es auch ähnlich.

Nur im Deutschen gebrauchen wir den Name "Ostern".
Er soll altgermanischen Ursprungs sein und hängt wohl mit der Himmelsrichtung „Osten“ zusammen.
Der Ort der aufgehenden Sonne gilt im Christentum als Symbol des auferstandenen und wiederkehrenden Jesus Christus.

Aber selbst die Kirche stellt fest, das viele Oster-Bräuche wohl schon älter sind:

www.theology.de/kirche/kirchenjahr/oster...cheindeutschland.php

Osterwasser
Osterkerze
Osterfeuer
Osterrad
Ostereier
Osterhasen.

Wobei die Sache mit den eierlegenden Hasen ja noch nicht so ganz schlüssig ist.
Ist er ur-heidnisch oder eine Erfindung aus dem 17. Jahrhundert?

Die Eier sollte es schon im alten Ägyten gegeben haben.
Das hat mich verwundert. Wie ist es dort mit den Klimaverhältnissen? Frühling?
Ich könnte mir vorstellen, das es hier in unserem Breitengrad zu dem Zeitpunkt die ersten Eier gab,
und sie zu verschenken eine besondere Gabe in Bezug auf Fruchtbarkeit war.
Aber in Ägypten?


Eine polnische Bekannte erzählte mir von einem Brauch, jemanden am Ostermorgen mit einer Birkenreisig-Rute zu "schlagen", also mehr zu necken. Angeblich soll das ein Segen sein, welcher dem Palmwedel der Christen nachempfunden wurde.

Den Zusammenhang kann ich auch nicht ganz nachvollziehen?
Welchen Grund gäbe es sonst für die Schläge mit der Rute?


lieben Gruß
Morgenstern*

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24 Feb 2010 20:33 #9000 von Andy
Andy antwortete auf Osterbräuche
"Ostern" wird aus dem angelsächsischen Namen des Ostermonats (April) hergeleitet, der "Eosturmonath" genannt wurde. Mit "Osten" hat es wohl nichts gemein.
Es ist übrigens auch absolut nicht bekannt, ob jemals eine Göttin mit Namen "Ostara" oder "Eostre" verehrt wurde - der englische Mönch und Gelehrte Bede (7./(. Jahrhundert) hat von dem Namen des Monats auf eine Göttin geschlossen. Weitere Beweise oder Erwähnungen gibt es nicht. Das mit der Göttin und dem Monat ist auch nicht ganz soooo korrekt, da die Monatsnamen nicht nach Göttern benannt wurden.

In Skandinavien heisst es übrigens "påske" (Norwegen), "påsk" (Schweden) oder "páska" (Island) also Ableitungen des hebräischen "Pessach" oder "Pascha" - an diesem Tag wird an den Auszug aus Ägypten erinnert.

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26 Feb 2010 23:39 - 27 Feb 2010 12:36 #9004 von Godwin
Godwin antwortete auf Osterbräuche
Die im "Osten" aufgehende bzw. aufstehende Sonne am als "früh" bezeichneten Tagesabschnitt entspricht übertragen dem Jahresabschnitt "Frühjahr", Frühling, also auch "Ostern", wahrscheinlich. "OSTEN", m., ahd. ôstan, ôsten, mhd. ôsten m. und n., nl. oosten, könnte mit wenig Phantasie auch mit dem allmorgentlichen Wort "aufstehen" in Verbindung stehen, wie "dialektisch" heraus zu hören ist. Wenn man "Ostern" herkünftig nicht nur mit Feiern an hohen jahreszeitlichen Tagen betrachtet, könnte folgendes auch "Osterbrauch" gewesen sein, Zitat:

Frauen und Männer wurden gleichermaßen auf die rechte Körperseite gebettet, der Kopf lag im Süden, der Blick war der aufgehenden Sonne im Osten zugewandt.

www2.archlsa.de/grabungen/a38/inhalt4.htm

In den hohen Jahrestagen zu "Ostern" nehme ich die Frühjahrsfeier zu "Auf-Stern" wahr, dem aufsterbend, aufwachend, aufstehend, erstärkt Fruchtbarkeit herbei wärmenden Stern (Sonne). Das alte Jahr, welches bis dahin noch das junge frühe Jahr begleiten konnte, gilt dann endgültig als vergangen und wird feierlich mit verabschiedet. mfg

Wahrheit ist vor allem Licht
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Letzte Änderung: 27 Feb 2010 12:36 von Godwin.

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28 Feb 2010 09:21 #9009 von Ishtar
Ishtar antwortete auf Osterbräuche
Ostern war eines der Hochfeste (weil Jahresanfang) vieler alter Kulturen.

Zu diesem Fest habe ich besonders viele Artikel auf der HP geschrieben:
Wie der Hase zu den Eiern kam

und einen sehr ausführlichen Artikel, den ich dann in mehrere geteilt habe zu den Ursprüngen eines Frühlingsfestes

BB
Ishtar

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28 Feb 2010 13:39 - 02 Mär 2010 22:00 #9010 von Godwin
Godwin antwortete auf Osterbräuche
Die Artikel erscheinen mir recht tiefgründig und gut ausgearbeitet, bereits von der Herangehensweise her, ähnlich auch meinem Bemühen.
Daraus ,
Ishtar schrieb:

Der zweite Teil beschäftigt sich mit dem astronomischen Erbe . Hier wird gezeigt, wie die Sternkonstellation des Stiers, die ursprünglich den Zeitpunkt des Frühjahrsäquinoktiums markierte die Verbindung zum Neujahrsfest der Mondgottheit Nana darstellt.

Nebenbei, das Wort "Morgen" scheint mir von altinnewohnenden Bedeutungen her mehrfach deutlich mit "Ochse/Stier" in Verbindung zu stehen, irdisch, himmlisch und göttlich zugleich, in mehreren Sprachen. Darin sehe ich auch vielfältige Fruchtbarkeitssymbolik. Der Ochse z.B. schafft auch Fruchtbarkeit, auf dem Acker, als eines der ältesten Nutztiere der Menschheit, zum Leben, Überleben und Gedeihen. Mit den Auffassungen stehe ich bisher allerdings eher selbst wie ein Ochse da, weit und breit so ziemlich allein auf weitem Feld, verständlicher Weise auch. Ähnlich einem Stier oder Ochsen, kann ich davon baw. nicht ablassen. Zurück zum Thema,

Bereits vor 60 000 Jahren verzierten Menschen Eier.

http://www.sueddeutsche.de/l5i38W/3242498/Steinzeit-Ostern.html
Original-Quelle: PNAS / Social Sciences / Anthropology ; Foto mfg

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Letzte Änderung: 02 Mär 2010 22:00 von Godwin.

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29 Mär 2011 11:32 #10304 von Godwin
Godwin antwortete auf Osterbräuche
Viele gute Grüße an alle.

Neben Themen wie u.a. "Religion - Philosophie - Weltanschauung " oder auch "Kult" geht es hier also wieder um "Bräuche" mit "Brauchtum-Feuerverbote in Kraft", z.B.:

www.krone.at/Steiermark/Neue_Verordnung_...n_Kraft-Story-253243

Zu wessen Wohl und vor allem nach wessen Kräften wurden und werden solche Brauchtum-Verbote allgemein umgründet verordnet?

Wohl getan.

Godwin

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29 Mär 2011 13:53 #10307 von Andy
Andy antwortete auf Osterbräuche
Öhem... das gilt für GRAZ.

Kennst du Graz? Die Landeshauptstadt der Steiermark mit 294.000 Einwohnern! Da macht ein Vebot von Osterfeuern IN DER STADT und den angerenzenden Gebieten durchaus Sinn. ;)

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31 Mär 2011 13:28 - 31 Mär 2011 13:39 #10312 von Godwin
Godwin antwortete auf Osterbräuche
OT: Macht ein Verbot von Kirchenglockengeläut "IN DER STADT und den angrenzenden Gebieten Einwohnern durchaus Sinn"?

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Letzte Änderung: 31 Mär 2011 13:39 von Godwin.

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31 Mär 2011 20:13 #10314 von Ialokin
Ialokin antwortete auf Osterbräuche
Ob es "Sinn" macht, weiß ich nicht. Aber ich wäre sehr dagegen. Ich liebe Kirchenglocken!

Ialo

Die Liebe zu schenken, den Zauber zu wecken, das Leben zu feiern - das ist unser Sinn.

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01 Apr 2011 07:39 #10315 von Tahira
Tahira antwortete auf Osterbräuche
Hi,

also, an Kirchenglocken kannn man sich gewöhnen, hab bis ich von zu Hause ausgezogen bin am Kirchplatz gewohnt und somit ständig Kirchenglocken gehört,
aber manche Leuterreien hätten nicht sein müssen...z.B. früh morgens.

Cu Tahira

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