Nach der Trennung ist vor der Trennung...

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09 Mär 2012 03:55 #11689 von Neroes
Hallo meine Lieben,

aus persönlicher Veränderung her, möchte ich mal erfahren, wie ihr in eurem Leben damit umgegangen seid, wenn eine Partnerschaft in die Brüche gegangen ist.
Bei mir ist das nämlich vor, man wagt es sich gar nicht zu sagen, 5 Monaten der Fall gewesen und ich bemerke an mir selbst, dass ich vielleicht einen Strich ziehen sollte.
Ein dicken energetischen Balken, der eine neue Startlinie innerhalb meines Lebens markiert und einem emotional sowie spirituell vor das müde Schienbein tritt, wenn man wieder schwach wird und sich von den Handlungen des ehemaligen Partners aufregen lässt.
Wie ihr bestimmt schon heraus lesen könnt, war es eine weniger harmonische Trennung (falls es das überhaupt geben kann) und es herrscht immer noch eine ständige oder wieder kehrende Konfrontation über gemeinsame Freunde. Persönlich muss ich sagen, dass es mich nicht in der Form von Trauer beeinflusst, sondern eher ein missgünstiges Gefühl herauf beschwört.
Meine Gedanken formen sich immer frei nach dem Motto 'Wo bleibt die karmische Backpfeife für den Idioten' oder 'Wieso kann er nicht einfach aufhören in meinem Leben rumzuspuken' , da ich beide Ideen und ihre gedanklichen Ableger für weniger groß und besonnen halte, habe ich lange über einer Lösung gebrütet.
Das Schwierige an der Situation war, die Lokalisierung des Bedürfnisses. Liebeskummer war es keiner mehr, mein Leben läuft seit der Trennung auf gerader Linie besser und jemanden aus meinem Leben kicken mittels irgendwelcher halbwegs vernünftiger Bann-Geschichten (zu solchen Dingen fehlt mir außerdem der Bezug und auch die Erfahrung), impliziert nur den Spruch 'Aufgeschoben, aber nicht aufgehoben'. Nach dem ein oder anderen Brainstorming kam mir dann, was ich gebrauchen könnte. Das Einleiten eines neuen Abschnittes, um allen Facetten die ich so mitbringe, zu signalisieren, dass es jetzt Zeit ist loszulassen und neue Wege einzuschlagen.
Daher bin ich momentan fleißig am konzipieren, reimen und datieren, damit mein Übergangsritual auch seine Funktion erfüllen kann.
Meine Frage nun an euch, habt ihr so etwas auch schonmal gemacht und wie denkt ihr darüber eine Trennung als Einleitung einer neuen Lebensphase zu sehen?

Liebe Grüße,
Neroes

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09 Mär 2012 06:47 #11692 von Mairi
Huhu Neroes,

tja mit den karmischen Backpfeifen ist das so ein Problem, das Karma nimmt nun mal keine Bestellungen an. ^^

Eine sehr gute Übung ist folgende (funktioniert bei allen, auf die man sauer ist): Such Dir eine ruhige Minutem atme tief durch, entspann dich, schließ die Augen. Stell ihn Dir vor deinem inneren Augen vor, in allen Einzelheiten und sag dann zu ihm:

"(Name), du bist ein Mensch wie ich, du bist ein Kind der Götter (ggf. anpassen) wie ich, du machst Fehler wie ich. Ich vergebe Dir, was du getan hast und segne dich mit Liebe und allem, was du brauchst um glücklich zu sein. Ich lasse dich los."

Mach das so oft du willst, je mehr du ihm vergeben kannst, desto weniger wird's dich antriggern.

Alles Liebe und viel Erfolg,
Meadhan-Latha

P.S.: Es ist normal, dass du dich am Anfang gegen diese Übung sträubst, mach einfach weiter, das hört irgendwann auf. ^^

Thig crioch air an t-saoghal ach mairidh gaol agus ceòl.

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09 Mär 2012 12:32 #11700 von Neroes
Ja, das Karma auf Bestellung, wäre es nicht fast ein kleiner Traum? ;)
Die von dir genannte Übung ist mir nicht unbekannt, natürlich habe ich andere Wörter benutzt, aber mit diesen Übungen habe ich es auch versucht.
Allerdings glaube ich, es geht weniger um das Loslassen an sich, vielmehr darum ein neues Leben zu begrüßen. Ich persönlich empfinde das Loslassen mit einem unglaublichen Zeitgewinn verbunden ist.
Normalerweise sagt mir der gesunde Menschenverstand, dass ich diese Zeit jetzt produktiv nutzen sollte, aber irgendwie 'gammele' ich trotzdem nur durch die Gegend.
Daher auch die Idee mit dem Übergang in einen neuen Abschnitt, damit es vielleicht wieder einige Sachen zurecht rückt und neue Impulse aussendet.

Alles Liebe,

Neroes

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09 Mär 2012 13:30 #11702 von rote Lilie
Ich finde Meadhan's Vorschlag sehr gut, aber wenn du das schon versucht hast wird es vielleicht noch nicht an der Zeit für dich sein, dass es auch klappt?
Ich habe jede Trennung als Neuanfang gesehen und finde, wenn du etwas Neues starten willst ist ein Übergangsritual grundsätzlich eine gute Idee. Allerdings will man doch mit seinen Ritualen immer etwas unterstützen, was ist das in deinem Fall konkret? Nimm dir direkt etwas vor, das du nach dem Ritual startest, bau es vielleicht auch schon mit in den Ablauf ein. Sei dir vorher sicher, dass du das nicht nur machst um die Umstände so zu verändern, dass er in deinem Leben keine oder nur eine winzige Rolle spielt, damit gehst du den Dingen eher aus dem Weg.
Vielleicht hilft dir ja auch mal die Karten legen, um dein Problem zu ermitteln? Bei mir ist es immer so, dass, wenn die Karten liegen ich mir an den Kopf greife und "ihr habt ja Recht" murmele. :silly:
Macht allerdings nur Sinn wenn du nicht (mehr) emotional unsicher bist.

Viel Glück,
BB Lily

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15 Mär 2012 19:53 #11727 von Neroes
Hallo,

also das mit den Karten, Pendeln, Runen, Steinen, Knochen oder anderen Mitteln der Mantik, lasse ich aufgrund mangelnden Talents besser sein ;)
Ich bin jetzt den Weg des Rituals gegangen, aber nur um einen neuen Lebensabschnitt einzuläuten und den alten als Lehre und akzeptieren Teil stehen zu lassen.
Im Großen und Ganzen hätte ich zwar lieber versucht mittels energetischem Besen, alles unter den noch energetischeren Teppich zu kehren, aber so funktioniert die Welt nun wirklich nicht.
Ich muss sagen, dass es mir auch viel gebracht hat, diesen Schlussstrich zu ziehen, ohne das Alte quasi ganz zu verteufeln. Bei mir ist es ohnehin häufig so, dass gewonnen Erkenntnisse besser funktionieren, wenn ich ihnen ein Symbol gebe oder sie im Ritual benenne.
Immer frei nach dem Motto 'Wovon ich den Namen kenne, kann mich auch nicht mehr schrecken.'

BB,

Neroes

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