Geschichten wie uns unsere Götter berührten.

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17 Sep 2012 18:43 #12369 von Ishtar
Hi ihr Lieben

Ich wusste gerade selbst nicht wohin ich dieses Thema posten sollte.....

Nach einem anregenden Gespräch mit einer ganz lieben Nachbarin ist mir aufgefallen, dass wir im Heidentum wenig die Kultur pflegen Geschichten zu erzählen wie uns unsere Götter in schweren Stunden geholfen haben, oder wie sie uns auf den richtigen Weg gelenkt haben.

Unsere antiken heidnischen Vorfahren haben jedoch ganze Stelen und Statuen und sonst noch was gestiftet wenn ihre Bitten erfüllt wurden, da müssen sie doch auch Geschichten dazu erzählt haben. Wer hat, oder möchte also eine solche Geschichte erzählen?

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18 Sep 2012 08:42 #12371 von Tahira
Hallo,

meine Geschichte beginnt eigentlich ziemlich normal. Ich ging zu Bett und wollte eigentlich nur schlafen. Ich träumte mehrere Träume, bis ich diesen einen bewussten Traum hatte.
Ich ging in einem schmuddeligen Viertel - es sah nach Mittelalter aus - aus Holzbaracken und finsteren Gestalten - umher. Irgendwann sah ich eine alte Frau, die ganz in einen schwarzen Mantel eingehüllt war. Sie drehte sich zu mir um und schaute mir tief in die Seele - so hatte ich zumindest das Gefühl. Dann hörte ich einen Ruf - mit meinem Namen und dann wachte ich auf. In mir blieb ein Gefühl zurück, dass ich der Göttin begegnet war.

Cu Tahira

PS: gibt noch mehr, obwohl es halt eher kurze Geschichten sind.

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21 Sep 2012 04:31 - 21 Sep 2012 04:38 #12385 von eald
Meine Geschichte habe ich hier schon mal erzählt...
Letzte Änderung: 21 Sep 2012 04:38 von eald.

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24 Sep 2012 11:32 #12387 von Mairi
Das erste Mal richtig bewusst habe ich die Göttin vor knapp 8 Jahren wahrgenommen. Ich war damals - einer Freundin zu Liebe - mit zu einem christlichen Jugendlager gefahren und saß da wie Falschgeld in der Kirchenbank und badete in Selbstmitleid und Liebeskummer (war gerade verlassen wurden). Nach einer Weile hatte ich das Gefühl, als stünde jemand hinter mir und läge mir die Hände auf die Schultern. Ich schloss meine Augen und konnte Sie noch deutlicher spüren.

Ein ander Mal wachte ich früh auf und war umgeben von einem warmen, goldenen Licht, dass mich ganz und gar mit Frieden erfüllte.

Im Laufe der Jahre habe ich gelernt, mehr zu Ihr hinzuhorchen, so dass mein Gebet eher eine Zwiesprache ist.

Thig crioch air an t-saoghal ach mairidh gaol agus ceòl.

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01 Okt 2012 20:54 #12403 von galla
Hallo,
bei mir sind es immer ganz intensive Naturerlebnisse bei denen ich mich besonders berührt fühle. Und als Beispiel möchte ich zwei Geschichten zum besten geben, die genau so passierten.

Die erste ist etwa letztes Jahr gewesen, ich habe eine kleine Wanderung an dem nahe gelegenen Bach gemacht und mich an einem netten Plätzchen am Ufer niedergelassen, einfach um ins Wasser zu sehen und ein bischen die Ruhe zu genießen.
Da kahm aus dem Busch neben mir plötzlich eine junge Amsel gehüpft, setzte sich etwa 30 cm entfernt neben mich und kuckt auch ins Wasser. So saßen wir als eine weihle nebeneinander. Er stellte sich auf ein Bein und machte sogar die Augen zu, Ich meine wir reden hier von einem wilden Vogel nicht einem Wellensittig im Wohnzimmer. Wir hatten also etwa eine halbe Stunde so gesessen und ich sprach ihn an "Und was machen wir jetzt noch so?" Da hüpfte er ein bischen weg und fraß drei rote Beeren. Ich as also mein mitgebrachtes Brot und er seine Beeren, dann verabschiedete ich mich und ging wieder meines Weges.

Die zweite Geschichte ist mir erst gestern passiert und bedarf ein wenig Vorinformation, wir hatten vier Goldfischlein die leider an etwas Mysteriösem gestorben sind.Wir wollten eigentlich erst Mal keine Fische. Nach vielen Problemen in letzter Zeit sind wir, also ich und meine Mann, endlich mal wieder zum spatzieren gehen gekommen, wir sind zu einem meiner liebsten Kraftplätze gelaufen. Er ist am Bächlein und mann muss etwas durch die Büsche kriechen um da hin zu kommen. Einer meiner liebsten Bäume steht dort auch, ein Haselstrauch von dem ich auch meinen Besenstiel habe. Also ein sehr besonderer Ort für mich. Als wir ankahmen sah ich mich etwas um, und sah weiter hinten das hier ein Vogel hatte dran glauben müssen und wollte sehen was es mal für einer gewesen war. Ich sah in den Bach und direckt vor mir sehe ich einen 15cm großen Fisch, gold gelb und offensichtlich ein Goldfisch. Der Bach war nicht tief genug als das er hätte überwintern können und mit der Farbe hätte ihn schon bald jemand zum fressen gern gehabt. Kurz entschlossen lief mein Mann zurück um einen Kescher und einen Eimer zu holen und ich behielt den Fisch im Auge, falls er sich verdrücken möchte. Nach einer halben Stunde am Ufer kahm mein Mann zurück mit besagten Utensilien und ich wartete in den Bach, mit dem ersten Versuch hatte ich ihn im Kescher. Ein pracht Kerl sag ich euch nur die rechte Flosse und ein paar Schuppen fehlten.Ich hätte nicht gedacht das wir ihn tatsächlich erwischen würden, wir hatten ja quasi nur einen Versuch, dann hätte er sich unter irgend einer Wurzel versteckt und währ weg gewesen. Nun ist er sicher in unserem Garten untergebracht und es geht ihm sehr gut,er ist sogar schon etwas zutraulich.
Ich sehe ihn als einen kleinen Wink, nun geht es Berg auf und die schlechten Nachrichten haben endlich ein Ende.

In solchen Momenten merke ich einfach wie sehr alles verwoben ist und wie ich in das alles hinein passe.

liebe Grüße Galla
)O(

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04 Okt 2012 10:42 #12409 von Athena
“Meine” Goetter sind die Erdmutter – Grosse Mutter allen Lebens, und die Asen & Wanen. Meine matron Goettin ist Frigga (ist aber eine zu persoenliche Geschichte um sie oeffentlich im Internet zu beschreiben). Ausserdem habe ich mich eine ganze zeitlang mit den griechischen Goettern befasst und Kontakte zu ein paar Goettinnen geknuepft (mit den maennlichen hellenischen Goettern konnte ich nicht warm werden). Zu Hestia habe ich eine starke Verbindung: sie hilft mir zentriert zu sein, mich in mir selbst 'heimisch' zu fuehlen; und Hekate nimmt mich ab und an mit auf ziemlich unangenehme aber sehr lehrreiche 'Unterweltsfahrten'.
Prinzipiell hat's mich aber ganz schoen lange gedauert und meine Goetter haben sehr lange an meine Tuer geklopft die ich zu oeffnen stur verweigerte...
Es fiel mir lange schwer mich von der klassischen monistischen / monotheistischen Konditionierung zu loesen. Ich war schon immer Pantheistin & Animistin, aber fuer die meiste Zeit als bewusste Heidin, verehrte ich allein 'die Goettin'. Schliesslich akzeptierte ich dass es 'die Goettin' fuer mich gar nicht gibt bzw Sie fuer mich die Erdmutter ist, da aber noch andere Goettinnen und Goetter sind die eigenstaendige Wesen sind und keinesfalls 'Aspekte'.
Es tat so gut meinen Goettern endlich die Tuer zu meinem Herzen zu oeffenen und eine Beziehung aufzubauen; seither sind sie immer mit mir, nicht mehr von der Ferne wie frueher, sondern ganz nah :) Sie beruehren mich jeden Tag, ich fuehle mich wirklich begleitet!
Trotzdem schwankte ich zwischenzeitlich zurueck zum 'Goettin-Monotheismus' (wie man ja hier auf dem Forum in meinen Beitraegen nachlesen kann). Es hatte mich eine Zeit gedauert zu begreifen, dass ich meine Verehrung fuer die Grosse Mutter als Polytheistin nicht aufgeben muss! ;)

Be who you are and say what you feel, because those who mind don't matter, and those who matter don't mind.

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12 Okt 2012 11:33 #12440 von Wölfin
:cheer: Ein schönes Thema :-)

Ich hab euch eine kleine Geschichte, die ich euch gerne erzählen möchte.
Es war in einer Zeit des Zweifelns ob ich auch auf dem richtigen spirituellen Weg bin.
Ich war mit meinem Hund im Wald spazieren und hab mich auf einem Baumstumpf gesetzt und einfach nur um ein Zeichen gebeten. Es war ein schöner Tag, warm und das Licht spielte in dem Geäst der Bäume. Nach einer kurzen Weile wurde mein Hund auf einmal ganz aufgeregt und wollt unbedingt weiter. Ich ließ sie laufen und bin einfach hinterher gegangen, weil ich neugirieg war, was sie so errregte.
:laugh: Ich stand mitten im Gebüsch als es passierte: Es war fast unwirklich als im schnellen Galopp dunkle gedrungene Schatten keine 3 Meter von mir entfernt, an mir vorbeirannten.
Es war ein Trupp Wildschweine :-)
Für mich war es das Zeichen auf das ich gewartet habe und seitdem bin ich nicht mehr ins Zweifeln über meinen Weg gekommen :laugh:

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12 Okt 2012 12:07 #12444 von Ialokin
Schön :-)

Die Liebe zu schenken, den Zauber zu wecken, das Leben zu feiern - das ist unser Sinn.

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24 Okt 2012 09:18 #12491 von Turtle
05.12.01: Enttaufung

Ich begab mich in Gesellschaft von Gaia zu JHVH, um ihm einmal in der Geisterwelt persönlich zu begegnen. Sie schien sehr angetan von diesem Reiseziel zu sein. Der Teil der Geisterwelt war einfach nur schwarz, bis auf zwei Ausnahmen. Gaia und ich standen auf einem grün bewachsenen Stück Boden, JHVH und Jesus auf einem Stück beigen Wüstenboden. JHVH war ein relativ kleiner Mann. So um die 160cm, mit kurzen schwarzen Haaren, ohne Bart. Er knurrte mich wütend an, als er uns sah, ähnlich wie ein Hund, der nur von der Leine daran gehindert wird, einen Eindringling zu vertreiben. Jesus, so um die 170cm groß, mit etwas mehr als schulterlangem Haar und ansonsten wie von Michelangelo gemalt, wandte sich einfach nur um und ignorierte uns demonstrativ.

Ich war über dieses Bild doch sehr erstaunt, zumal JHVH gar nicht mit dem Knurren aufhörte. Gaia streckte die Hand aus, fordernd in seine Richtung. Ich wußte, das ich das auch so tun sollte, und streckte also meine Hand fordernd in JHVHs Richtung. Gaia nahm ihre Hand weg und JHVH hörte auf zu knurren, drehte sich weg und gab mir ein Gefäß mit Deckel, beides aus rotem Ton. Ich nahm es und machte es auf. Darin war Energie, die mir gehörte, sehr ähnlich einem Seelenstück. Ich nahm diese Energie in mich auf. Das Gefäß warf ich anschließend zu Boden und habe es so zerbrochen. Ich wurde sehr zornig und streckte unwillkürlich erneut die Hand fordernd aus. Schuldbewußt dreinblickend warf mir JHVH dann eine schwarze Metallplakette vor die Füße, und fing wieder an zu knurren. Ich hob sie auf und sah, daß es eine Art Muster war, das aus einer Metallscheibe ausgesägt war. Genau konnte ich es nicht betrachten, da es sich in meiner Hand in goldgelbes Leuchten auflöste und verschwand. Die weitere Nachfrage ergab, daß dieses Metallding JHVHs Siegel ist, welches er den Menschen bei der Taufe aufdrückt, und die Energie aus dem Tongefäß der Teil eines Menschen ist, den er von diesen Menschen dabei bekommt, den die Menschen ihm geben, wenn sie wirklich intensiv an ihn glauben, wie ich nach meiner Konfirmation.

Was mich wunderte, war, daß der Heilige Geist nirgends zu erkennen war, woraufhin Gaia meinte, den gäbe es nur in JHVHs Phantasie. Ich wollte dann als Gegenpart gern Satan kennenlernen. Zu uns gesellte sich vor dem knurrenden Hintergrund ein Satyr, wie in der griechischen Mythologie, jedoch mit Widderhörnern und einer langstieligen Pfeife ausgestattet, in der er Tabak abwechselnd mit Hirtenkräutern rauchte. Er stellte sich als sehr freundlich heraus und belehrte mich unter anderem darüber, daß Satan nicht vom arabischen Shaitan käme, sondern eine Verballhornung von Satyr sei, und wenn nicht verbal, so doch optisch. Der Ankläger und Versucher aus der jüdischen Mythologie sei etwas anderes, als der christliche Satan, der halt gerne feste feiere... Der Satan, den die Satanisten verehren, sei wieder etwas anderes, von der übersteigerten Verehrung des eigenen Egos bis zu den fiesesten Dämonen wäre da alles mögliche bei.

Tja, ich bin immer noch fasziniert und mir geht es deutlich besser als in der letzten Zeit, wo sich das Thema Christentum mal wieder in mein Leben gedrängt hatte...



03.01.02: Der neue Jesus

Individuelle Spiritualität? Könnte es sein, daß Christus genau das, und nichts anderes den Menschen beibringen wollte? Könnte es sein, daß er sich genau deswegen mit den Schriftgelehrten über das Gesetz gezankt hat? Aus diesem Grund die Tempelhökerer verscheucht hat? Könnte es sein, daß er den Leuten klar machen wollte, daß niemand Gott findet, wenn er nicht auf seinem eigenen Weg nach Gott sucht? Will Christus zeigen, daß es wichtig ist, die Worte der Menschen in Frage zu stellen und sich eine eigenen Zugang zu Gott zu erarbeiten? Daß niemand Gott findet, wenn er nur nachplappert, was Christus, die Priesterlichkeit oder irgendein anderer Mensch für richtig hält? Liegt darin ein Aspekt der Menschlichkeit Christi, der mindestens seit der Verschriftlichung des NT unterschlagen oder mißachtet wird und bestenfalls den Mystikern klar war? Vieles von dem, was er an Gleichnissen aufzeigt, macht auch in dieser Deutung einen Sinn! Faszinierend ist es, wenn man die Bergpredigt mal unter diesem Aspekt liest...

Diese Gedanken kamen mir heute, und haben mich auch nicht losgelassen. Also habe ich sie bereist. Das Ergebnis war ein ausgesprochen mystisches Erlebnis von großer Tiefe. Man kann sehr in diese Gedanken versinken und tatsächlich die Menschenfreundlichkeit erleben, die Christus nachgesagt wird. Gedanken, in denen man emotional schwelgen kann. Das Ende der Reise war dann sehr ernüchternd: Ich bekam das Angebot (von wem auch immer), der wiedergeborene Christus zu sein. Ich habe diesen Gedanken nach kurzer Überlegung von mir gewiesen. Ich kann doch nicht der wiedergeborene Jesus sein, den die Bibel prophezeiht! Doch, kann ich, wenn ich das will, meinte die körperlose Stimme zu mir. Nach weiterem nachdenken fand ich das nicht richtig, und habe abgelehnt. Ob ich ein Sohn Gaias sein wolle? Ja, sehr gern sogar!

Fazit: Ich hätte eine Rolle bekommen können, wie sie Jesus hatte, ein "erleuchteter" Prediger, der voll zu seiner Überzeugung steht und den Menschen um ihn herum (nicht nach ihm!) Gutes tut. Aber die Reise ließ mich deutlich spüren, daß es ein Leben mit sehr einschränkenden Scheuklappen gewesen wäre, ein Eingesperrtsein in diesem Weltbild, in dessen Inneren man glücklich sein kann, aber den Kontakt zum Eigentlichen (was genau das auch immer sein mag) verliert und nur schwer wiederbekommen kann. Ich mag die Welt weder durch die rosarote noch die himmelblaue Brille sehen. Ich bin grün! Meine Verbündeten in der Geisterwelt haben diese Entscheidung mit Beifall begrüßt...
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24 Okt 2012 15:30 #12493 von Ialokin
> Individuelle Spiritualität? Könnte es sein, daß Christus
> genau das, und nichts anderes den Menschen beibringen wollte?

In esoterischen Strömungen des Christentums ist Christus die Verkörperung der indivduellen Spiritualität, die Fähigkeit die Wahrheit innen zu finden, anstatt, wie vorher, draußen. Ein oft übersehener Punkt ist, dass für Christen (ob traditionelle oder mystische) wichtiger ist, was Christus ist als, was er gesagt hat.
Nichtsdestoweniger finde ich die Bergpredigt auch einen völlig faszinierenden Text.

Die Liebe zu schenken, den Zauber zu wecken, das Leben zu feiern - das ist unser Sinn.

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