Aber das Christkind.......

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10 Dez 2012 20:11 #12578 von Ishtar
Aber das Christkind....... wurde erstellt von Ishtar
Mit drei geht es also schon los...... (irgendwie dachte ich hätte noch Zeit).
Eigentlich wollte ich den Amerikanischen Weihnachtsmann, aber der Nikolaus ist hier so präsent, dass es ohne nicht geht und ich den Nikolaus mit dem Weihnachtsmann gleichsetze.
Die Winterfrau - oder Mrs Santa - bringt bei uns jeden Tag anstatt eines Adventkalenders ein Geschenk (hat aber mehr praktische Gründe, Zahlen kann ein dreijähriger eh noch nicht und ich wollte nicht, dass alles gleich am ersten Tag geplündert wird.

Ja und wer bringt dann die Weihnachtsgeschenke? Momentan tendiere ich zum Weihnachtsmann (wobei ich nicht weiß warum zweimal....) oder das Sonnenkind - wobei ich ja eher eine Sonnengöttin sehen würde aber ich glaube damit wäre mein Sohn zu Außen vor.
Heute musste ich mir aber schon anhören.....Da kommt nicht die Winterfrau sondern das Christkind....... *schluck* - "Für die Christen kommt das Christkind, bei uns kommt das Sonnenkind" (Mein Mann: Hauptsache es kommen Geschenke, oder?) :(

Wie läuft es bei euch ab?

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10 Dez 2012 20:53 - 10 Dez 2012 20:53 #12579 von Ialokin
Naja, Christkind und Sonnenkind sind ja eh das Gleiche (wenn man die Mythologie dahinter betrachtet). Kann man ja vielleicht auch so erklären, dass das nur zwei verschiedene Namen dafür sind.

Bei uns mußte es der Weihnachtsmann sein, weil davon in den Familien drumherum auch überall erzählt wurde. Das Christkind war ihr immer suspekt. Ich denke die "Ansichten", die in den Familien der Umgebung gepflegt werden, müssen irgendwie eingebunden werden, um es für das Kind plausibel zu machen.

Letztendlich ist das alles Mythologie, und für das Wohl des Kindes ist es viel wichtiger, DASS es Geschichten und Figuren dazu gibt, als welche Geschichten und Figuren es nun genau sind.

Der Weihnachtsmann wurde dann übrigens bereits mit knapp 6 Jahren "enttarnt".

Die Liebe zu schenken, den Zauber zu wecken, das Leben zu feiern - das ist unser Sinn.
Letzte Änderung: 10 Dez 2012 20:53 von Ialokin.

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11 Dez 2012 04:10 #12580 von Undine
Wie willst Du tolerant erziehen,wenn Du nicht selber tolerant bist?
Auch Märchen und Mythologien kann man mehrsprachig rüberbringen.
Und das Christentum ist nur eine Sprache von vielen.
Und gerade die Mutter-Kind-Geschichte kann man so schön mit unterbringen. Wie das Kind letztendlich heißt ist doch egal!?
Und was heißt hier,Hauptsache es gibt Geschenke!?
Egal-auf Wunsch meiner damals 6 jährigen Tochter haben wir sogar(unter Protest anderer Familienmitglieder)den Weihnachtsgottesdienst besucht.
Nach dem 2.Besuch meinte die Kleine:Mama,nächstes Mal müssen wir nicht hin-die bringen eh das gleiche Stück!
Außerdem kann es spannend sein:Wer macht den Weihnachtsmann.
Die Heimlichkeit,die Spannung und die freudige Erlösung sind doch genausowichtig.
Und die nordischen Weichnachtmänner und eine Weihnachtshexe sind doch auch tolle Geschichten!

Das Problem von Hexen ist,das sie nie vor Dingen weglaufen,die sie von ganzen Herzen hassen.....

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11 Dez 2012 14:12 #12581 von Undine
Was ich noch vergessen habe.
Ein guter Film zu Weltansichten ist die Geschichte :"Rotkäppchenverschwörung"
Oder um den Detektiv Flipper im Film zu bemühen:
"Wenn ein Baum im Wald fällt gibt es drei Geschichten! Ihre,meine und die des Baumes!"
In dem Sinne ein schönes Fest unter welchen Namen auch immer!

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12 Dez 2012 16:49 #12584 von Moi
Oh, das ist/war auch bei uns ein etwas kompliziertes Thema. Bei uns kommt an Weihnachten auch der Weihnachtsmann, da wir aber an Heiligabend bei meinen Eltern sind und mein Vater partout auf das Christkind besteht (und sie hören ja auch im Kindergarten und sonst überall davon), ist das bei uns quasi eine Gemeinschaftsaktion - Weihnachtsmann & Co KG (mein Patenkind wird ja auch christlich erzogen, da ist schon wichtig dass beide kommen). Von Klein auf habe ich aber immer dazu erzählt, dass die Christen zum Lichtkind Christkind sagen. Mal ganz davon abgesehen, was oder wer die Geschenke bringt, ist mir der Vorgang an sich wichtig - Dass die Kinder den Raum verlassen müssen, dass die Fenster aufgemacht werden und sie beim Wiederbetreten des Raumes einen leuchtenden Baum und ein mysteriöses Geschenk mehr unter demselben finden.
Geschenke gibt´s für meinen Geschmack viel zu oft, aber ich versuche, sie insgesamt klein zu halten: Zu Yule gibt´s eins von uns, weil wir uns so freuen dass Yule ist und die Tage wieder länger werden (in diesem Jahr selbstgenähte Kirschkernsäckchen). Und ausserdem findet sich unter unserem Holunder - wo die Kinder zu Samhain was leckeres für die Geister hingelegt haben - auch immer noch eine Überraschung. Ganz schön verzwickt, das im verschneiten Garten ohne Fußspuren zu hinterlassen hinzubringen... Zu Weihnachten werden die Schenker alle benannt, die Geschenke liegen auch schon vorher unter dem Baum, nur eben nicht das vom Weihnachtsmann - das kommt erst nach oben erwähntem Fenster auf, leuchtendem Baumgedöns samt persönlicher Karte vom Weihnachtsmann...

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13 Dez 2012 19:49 - 13 Dez 2012 19:51 #12592 von Ishtar
Hallo

Ich finde meine Reaktion schon tolerant. Gerade die Wintersonnenwende ist in so vielen Kulturen bekannt, dass mich das christliche Monopolverhalten (obwohl so gut wie nichts in der Bibel verankert ist) schon manchmal etwas ärgert. Ich versuche aber meinem Sohn auch gleich eine Möglichkeit zu geben, was er sagen könnte, wenn irgendwelche Kommentare kommen.

Mir ist aber auch wichtig innerhalb des Brauchtums des Ortes zu agieren.... mit näherer Überlegung ist das "Clausen" hier einfach sehr stark verankert - die Kinder gehen auch den Haschbräuchen nach und gehen von Haus zu Haus um nach "Schnugge" zu betteln. (Vereitelt natürlich auch das "Nikolaus bringt nur Nüsse und Mandarinen" was ich mir vorgestellt hatte - ach ja, die schönen Vorstellungen.....)

@Moi
Das klingt schon sehr toll.
Ich glaube ich werde es einfach doch so machen, dass das Licht-Sonnenkind die Geschenke an Weihnachten bringt und der Nikolaus-Weihnachtasmann früher so zur Vorfreude und dann vornehmlich Essbares.

Bisher haben wir es aber so gehalten, dass der / die Gabenbringer in der Nacht kommen und wir am Morgen die Geschenke aufmachen. Unsere Kinder sind halt noch klein, da finde ich das praktischer - keine aufgedrehten Kinder, kein "ich will jetzt aber spielen und nicht ins Bett". Letztes Jahr hat unser Sohn den ganzen Morgen für's aufmachen gebraucht, weil er immer mit jedem Spielzeug gleich auch spielen wollte. Mal sehen wie's dieses Jahr wird.

ich merke, dass wir als Familie noch in der Findungsphase sind. Das Schöne und manchmal aber auch Komplizierte am Heidentum ist, dass es eben nicht "die eine Wahrheit - äh nein, Lösung" gibt :whistle:

Zu uns kommt am Ende der Rauhnächte auch noch Befana-Holle-Frigga (so ganz haben wir uns noch nicht entschieden) Bin mal gespannt wie es in fünf Jahren bei uns aussieht in dieser Hinsicht.

Ich glaub ich möchte noch mehr Geschichten mit "Unserem" Weltbild finden. Also schon geschriebene, die ich nur vorlesen brauche B)
Letzte Änderung: 13 Dez 2012 19:51 von Ishtar.

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14 Dez 2012 09:10 #12593 von Moi
Ishtar, da bin ich ganz deiner Meinung. Es ist wirklich Chance und Strafe zugleich, dass nichts festgelegt ist :) Zumal man ja kaum eine handvoll Menschen an einen Tisch bekommt, die "Glaubenstechnisch" in allen Aspekten einer Meinung sind - aber ist das nicht eigentlich immmer so?
Die Findungsphase dauert bei uns auch noch immer an (auch wenn wir jetzt mal einen gewissen Rahmen gefunden haben, zumindest für Yule - bei den meisten anderen Festen sieht das ganz anders aus) und so wie ich mich kenne, wird sie auch nie enden. Es entwickeln sich ja auch alle Beteiigten weiter - nicht nur die Kinder.

Apropos Geschichten - die hier habe ich auch noch im alljährlichen Repertoire: www.till-grohmann.at/Weihnachten.php

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