Religion/Glaube im Schulunterricht

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16 Okt 2006 11:19 #314 von Morgenstern*
Hallo liebe Miteltern *g*

Im Moment beschäftige ich mich sehr intensiv mit meinem 7 jährigen mit dem Thema Religion.
In der Schule (2.klasse) arbeiten sie sich nun durch die Bibel.. - sind gerade im AT bei Josef -
Und meinem Sohn fallen ein paar Unterschiede zu dem was wir zuhause als Glauben leben auf - Buddhismus und Naturgläubigkeit, also besselte Welt.

Joseph hat ja z.B. auch Träume die er deutet, damit arbeiten wir zuhause auch viel. Mein Sohn erzählt denn auch gerne und viel, von Träumen, Traumfängern, Geister und so weiter..... und bekommt von den Lehrerin Antworten. So nach dem Motto:" alles Quatsch. Er bräuchte keine Angst zu haben, Geister gibt es nicht."
Sie meint es ja nur gut... und weiß es nicht besser ... aber proiziert irgendwie ihre allgmeine Angst vor solchen Dingen auf ihn.
Er hat keine Angst von Geistern.... ich erkläre sie ihm als natürliche Wesen, wie Menschen nur auf einer Andere -unsichtbaren- Ebene.
Alles ist beeselt und wird mit Respekt behandelt... jedes Tier, jede Pflanze.


Ich bin jetzt am überlegen ob ich mich mal mit der Leherin unterhalten soll , damit sie Verständniss für seine Ausagen entwickeln kann oder ob es für meinen Sohn nicht auch notwendig ist mit solchen Ambivalenzen umgehen zu lernen?

liebe Grüsse Morgenstern*

Jeder Mann, jede Frau ist ein Stern *

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16 Okt 2006 11:35 #315 von RosaClara
Hallo Morgenstern
Ich würde die Lehrerin mal einladen. Was ich nicht verstehe ist, dass Sie doch gar nicht Ihre eigene Religion vermitteln darf :confused:
Vielleicht solltest Du es auch (falls es Dir möglich ist) Deinen Sohn vom Unterricht freistellen. Dann musst Du es ihm zwar selbst vermitteln aber das scheint mir besser als wenn er Angst lernt statt Vertauen (Das liegt wohl auch dem Christentum zugrunde, oder ?)

Naja das wäre so meine Idee dazu. Ich hoffe es hilft Euch.
Diana

P.S. Ich halte die Bibel zwar fürein interessantes Geschicht(en)sbuch aber viel mehr nicht und ich glaube auch nicht dass diese für 2.Klässler geeignet ist.

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16 Okt 2006 12:20 #320 von Ialokin
Naja mittlerweile sollte selbst in einer deutschen Grundschule die Erkenntnis angekommen sein, daß Träume kein "Quatsch" sind.

Vielleicht macht es tatsächlich Sinn, sich mit der Lehrerin mal über die Implikationen einer multi-religiösen Gesellschaft zu unterhalten. Gibt es noch andere nicht-christliche Kinder in der Klasse? Miteinander reden ist meistens besser als übereinander. ;-)

Mit der Außenwelt, die vieles ganz anders sieht, müssen Kinder sich aber so oder so zurechtfinden lernen.

Viel Glück dabei,
Ialokin

Die Liebe zu schenken, den Zauber zu wecken, das Leben zu feiern - das ist unser Sinn.

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16 Okt 2006 17:59 #346 von Nivien
Hallo Morgenstern,

wir haben uns damals entschlossen, unsere Tochter (jetzt 8 und in der 3. Klasse) in den (evangelischen) Religionsunterricht zu schicken, obwohl wir selbst nicht (mehr) in der Kirche sind und zuhause auch anderes (vor-)leben. Da wir direkt neben einer evangelischen Kirche wohnen, geht sie mit ihren Freundinnen dort auch zur Jugendgruppe und hat auch schon ein paar Mal einen Gottesdienst mitgestaltet.

Einfach ist es sicher nicht immer, so kommt sie natürlich mit der Vorstellung vom "lieben Gott" in Kontakt. Da sie im christlichen Religionsunterricht ist, finde ich es auch ok, daß sie dort christliche Religion vermittelt bekommen. Ich spreche halt mit ihr darüber und versuche, ihr deutlich zu machen, daß es eben verschiedene Religionen/Weltanschauungen gibt und daß die Menschen eben auch verschiedenes glauben oder eben auch nicht glauben. Wenn ich das nicht wollte, würde ich sie dann lieber in den Ethik-Unterricht schicken.

Träume besprechen wir hier auch, aber mit dem Thema Geister halte ich mich etwas zurück, das macht ihr eher Angst (siehe: Gespenster) und ist finde ich ein heikles Thema, ich finde, da kann man leicht übertreiben. Manchmal stellen wir aber für die Feen etwas raus auf den Balkon und solche Sache, aber alles sehr spielerisch. Bei uns geht's viel eher um Achtsamkeit (ist doch ein buddhistisches Thema, oder?) und den Umgang mit Gefühlen und Gedanken, das finde ich viel wichtiger.

Ich denke, beides ist wichtig. Wenn Du das Gefühl hast, es klappt im Unterricht nicht, kannst Du ja mal in die Sprchstunde gehen und das Thema behutsam ansprechen. Vielleicht sprichst Du ja auch mit Deinem Sohn darüber, auch Kinder können schon einschätzen, wo man vielleicht besser nicht soviel erzählt. Mit anderen Meinungen umgehen lernen wird er eh müssen, so oder so. Aber vielleicht nicht unbedingt mit seinen 7 Jahren bei so einem sensiblen Thema.

ach, war das wirr. Ich hoffe, Du kannst Dir da irgendwas rausziehen.
Gutes Gelingen.

~~~~~~~~~

Jede gute Sache ist scharf. (Gurdijeff)

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17 Okt 2006 06:59 #368 von Lady of Darkness
@RC: Wieso darf ein Religionslehrer nichtseine eigene Religion lehren? Eine Freundin musste sich extra firmen lassen, damit sie ihr Staatsexamen für kath.Reli machen darf ... *grübel* ... aber okay, ich versteh wenig vom Lehramt ...

@Morgenstern: Ich würde einmal mit der Lehrerin reden. Es wäre ein netter zug, sie darauf aufmerksam zu machen, dass es auch noch andere Religionen gibt und man diesen mit Respekt begegnen sollte. ("Sie hatten keine Hoffnung auf den Himmel, aber hier auf Erden sah ich keinen Grund, ihnen Höflichkeit oder Freundschaft zu verweigern. Ich konnte nicht mit der Einfalt meines Dieners hassen." - Susan Kay, "Das Phantom".) Vielleicht wäre es eine Möglichkeit, eine "interreligiöse Reihe" im Unterricht zu veranstalten und Ansichten verschiedener Religionen vorzustellen?
Falls sie natürlich nicht auf solche Hilfestellungen eingeht, wäre es am einfachsten, deinem Sohn zu erklären, wieso die Lehrerin sich so verhält, wie sie sich verhält, und ihn darin zu bestärken, mit solchen Situationen umzugehen.
(Ihn aus dem Unterricht zu nehemn, wäre auch eine Möglichkeit, aber da wir in einer christlich geprägten Gesellschaft leben, halte ich es für wichtig, dass die Kinder das Christentum aus christlicher Sicht vermittelt kriegen. Es sei denn, der Lehrkörper entpuppt sich als Leerkörper und kriegt gar nix gebacken ... )

Remember that you're perfect - the gods make no mistakes...

https://diandrasgeschichtenquelle.org
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17 Okt 2006 07:00 #369 von Morgenstern*
Danke für euere Meinungen.
Es ist schon nicht allgmein schulüblich, die Bibel durchzuarbeiten, sondern nur im Religionsunterricht. Sorry hatte ich vergessen zu erwähnen.
Ich hatte ihn dafür angemeldet obwohl er nicht getauft ist.
Aber da wir in einer christlichen geprägten Gesellschaft aufwachsen finde ich es schon sinnvoll, das er diese Grundlagen kennen lernt.
Und ich habe ehrlich gesagt keine Lust, mit ihm die Bibel durchzuarbeiten, vor allem da meine Ausführungen dazu, sowieso von meiner Erfahrung damit geprägt sind.
Deshalb dachte ich, wäre der Religionsunterricht eine gute objektive Möglichkeit, ihm diese Art von Glauben nahe zu bringen.
Ich möchte ihm schon die Möglichkeit geben, verschiedenes kennen zu lernen.
Aber nun frage ich mich ob ich ihn damit überfordere?
Zumindestens ist er im Moment etwas verwirrt.
Ob das Reden mit der Lehrerin was bringt, wage ich zu bezweifeln.
Sie tut ja nur ihre Arbeit und ich will sie auch nicht von meiner Art des Glaubens überzeugen ... möchte sie höchsten darauf hinweisen, das es auch andere Möglichkeiten gibt ... Aber die meisten Lehrer fühlen sich dann gleich kritisiert und blocken dann ganz ... was dann auch wieder auf das Kind übertragen wird.

liebe Grüsse Morgenstern*

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17 Okt 2006 07:06 #370 von Morgenstern*
Crosspost, liebe Lady...
.. nun, ich gehe davon aus das die Leherin andere Glaubensrichtungen kennt und es gibt durchaus auch solche Glaubesübergreifende Schulstunden, aber es liegt eben in den Details, wie z.B. in diesem Fall Träume.
Natürlich versuche ich meinem Sohn, das Verhalten der Lehrerin zu erklären..
".. sie glaubt das - ich glaube dies..." das macht eben die Vielfalt aus und keines ist besser oder schlechter oder richtig oder falsch.

Gestern nachmittag habe ich noch so einen Klopfer erlebt... dafür mach ich mal einen neuen Thread auf. *g*

liebe Grüsse Morgenstern*

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17 Okt 2006 12:16 #386 von RosaClara
@LoD
Also ich dachte es geht hier um das Schulfach Ethik/Religion. Nun ist das in BRB vielleich alles ein bißchen anders aber in diesem Fach wird reine Theorie vermittelt und deshalb müssen alle gleichwertig behandelt werden.
@Morgenstern ich selbst hatte als Kind (11J.) eine Kinderbibel (ich hab'sie an meinem Vater vorbei geschmuggelt) und in. p.B. hatte ich (8.Klasse) die Weltreligionen. Das einzige Fach wo ich dieses Wissen benötigt habe war Kunstgeschichte 11.-13. (sonst hätte ich die meisten Werke nicht interpretieren können) aber dafür muss er es ja nicht jetzt schon lernen.
Vielleicht kannst Du mit Unterstützung Deinem Sohn die Wahl überlassen?
evtl. auch einfach nur noch ein paar Jahre zu warten.

Liebe Grüße
RC

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17 Okt 2006 17:10 #398 von Robin
Das ist das Problem an Ethik/Religion. Reine Theorie - wie soll man denn da mit irgendetwas warm werden? Wenn mir jemand etwas über Kurvendiskussionen erzählt, udn vielleicht nicht mal Ahnung davon hat, bekomme ich schließlich auch nicht unbedingt Lust auf ein Mathematikstudium. Nur so ein Nebengedanke.

Morgenstern, ich finde es sinnvoll, was du gemacht hast. Es ist natürlich zu erwarten, dass da Konflikte entstehen werden, weil nun mal die Meinungen der beiden Religionen zu manchen Themen doch stark auseinandergehen. Aber nur so kann ein Dialog mit der eigenen Religion entstehen. Das regt deinen Sohn vielleicht dazu an, sich intensiver mit euren Glaubensansichten zu beschäftigen, und andererseits bringt er frischen Wind in den Reliunterricht. Wir hatten bis zur 11. Klasse mindestens 3 Mal verschiedene andere Religionen als Thema im Unterricht, da wird er mit Sicherheit auch noch dran kommen.

Liebe Grüße, Robin

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17 Okt 2006 18:09 #401 von RosaClara

Das ist das Problem an Ethik/Religion. Reine Theorie - wie soll man denn da mit irgendetwas warm werden?

Genau deshalb war die Religion vom Schulunterricht getrennt, das meiste darüber lernen die Kinder eh zu Hause und dort brechen sie in der Pubertät mit dem was Ihnen nicht passt. Dann sind sie auch so weit Ihr Weltbild auszuweiten, das von Unterstufenschülern zu erwarten finde ich absolut unangemessen (vom ein oder anderen Genie mal abgesehen) wo selbst die Erwachsenen trotz ihres "Wissens" nicht in der Lage sind über Ihren Tellerrand hinauszusehen. :cry:

Liebe Grüße
RC

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