Krebs und Behandlung

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29 Nov 2007 22:29 - 29 Nov 2007 23:14 #5827 von sternhagel
Krebs und Behandlung wurde erstellt von sternhagel
Leute, ich mach’s kurz: ich brauche bitte Hilfe, und zwar möglichst schnell. Irgendwann habe ich hier schon einmal eine Frage zum Thema Krankheit / Gesundheit gestellt und innerhalb kurzer Zeit viele hilfreiche Antworten erhalten, was ich toll fand. :cheer: Diesmal geht es um Krebs. Dass man mit dieser Diagnose in unserem Kulturkreis eine große Arschkarte zieht, ist bekannt; die Schritte, die folgen, sind immer dieselben: Bestrahlung, Chemo und so weiter. Ich denke, dass das Irrsinn ist, habe aber bis jetzt noch nie die Notwendigkeit gesehen, mich in Sachen „alternative“ Heilmethoden für Krebs so zu informieren, dass ich im Bedarfsfall weiß, was zu tun ist - daher mein Anliegen. Falls jemand von euch in Sachen Krebs und Behandlung Erfahrung hat oder sogar kompetent ist, würde ich mich über jeden Hinweis freuen, sei es ein bestimmtes Buch (was ja leider doch ein wenig zeitraubend ist), ein Fachmann / eine Fachfrau (natürlich nicht im Bereich der westlichen Schulmedizin) oder irgend ein anderer hilfreicher Anstoß. Bitte keine Umstände mit Google- oder ähnlichen Recherchen, persönliche Erfahrung wäre schon wichtig. Vielen Dank schon mal! :)

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Letzte Änderung: 29 Nov 2007 23:14 von sternhagel.

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30 Nov 2007 16:50 #5835 von scarabaea
Gesetzt den Fall, ich hätte Krebs, käme für mich nur eine Behandlung im Gemeinschaftskrankenhaus Herdecke in Frage.

Es handelt sich um eine anthroposophische Einrichtung. Das heißt nicht unbedingt, dass dort nicht auch herkömmliche Methoden eingesetzt werden, allerdings nur dann, wenn andere Möglichkeiten keine Heilungschancen versprechen. Dort werden auch andere Heilmethoden probiert, man setzt zum Beispiel auch Mistelpräparate ein.

Herdecke ist eine Nachbarstadt von Hagen. Wenn du nicht in NRW lebst, mußt du eine lange Anreise und evtl. über Wochen den Verzicht von Besuchern in Kauf nehmen.

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30 Nov 2007 17:21 - 30 Nov 2007 17:22 #5836 von Ialokin
Ialokin antwortete auf Krebs und Behandlung
Hallo Sternhagel :-)

Von Leuten ausgehend, die ich kenne, die soetwas erlebt haben, wären meine Schlußfolgerungen diese:

- Es hängt viel davon ab, um welche Sorte Krebs es sich handelt.

- Wenn Erfolg (Heilung) das Wichtigste ist, würde ich schulmedizinische Ansätze nicht grundsätzlich verwerfen, allerdings vorher anderes probieren oder begleitend noch mehr tun (siehe unten).

- Für viele Krebssorten ist die anthroposophische Medizin (Misteltherapie + eine Vielzahl auf der ätherischen und astralen Ebene wirkenden Behandlungen) eine echte, und für Leute mit \"magischem\" Weltbild näherliegende, Alternative.
Neben Herdecke findest Du noch mehr Kliniken in der Schweiz:
wissenschaft.mistel-therapie.de/index.ph...71&lang=0#Obj773
und Deutschland
wissenschaft.mistel-therapie.de/index.ph...71&lang=0#Obj764

- Begleitend zu einer Krebs-Behandlung (egal welcher) habe ich viel Gutes über die Simonton-Methode gehört. Verlangt aber viel Eigenengagement mit (Visualisierungs- und anderen) Übungen.
www.simonton.de/

- Bei vielen Krebssorten ist kurzfristige Heilung, Schulmedizinisch oder mit obigen Methoden gut möglich. Der Krebs kann aber nach einigen Jahren wiederkommen. Die Chance, daß das passiert läßt sich IMHO mit einer sehr tiefgehenden Arbeit an sich selbst verringern, d.h. eine gute (schwer zu finden) Psychotherapie oder eine solide (auch schwer zu finden) spirituelle Ausbildung - die Suche danach lohnt sich; aber das eilt nicht, weil das Prozesse sind, die sowieso mehrere Jahre dauern. Das ist erst nach der primären Therapie relevant, denke ich.

Soweit, was ich weiß.
Ialokin

Die Liebe zu schenken, den Zauber zu wecken, das Leben zu feiern - das ist unser Sinn.
Letzte Änderung: 30 Nov 2007 17:22 von Ialokin.

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01 Dez 2007 12:16 - 01 Dez 2007 12:17 #5838 von Robin
Robin antwortete auf Krebs und Behandlung
Meine kleine Schwester hatte letztes Jahr Lymphdrüsenkrebs (Morbus Hodgkin). Nachdem ihre Hausärztin das erkannt hatte, hat sie das komplette schulmedizinische Programm durchlaufen. Sie hat an einer Kölner Studie teilgenommen, die die die Wirkung mehrerer Intensivblöcke Chemo statt einer langen durchgehenden Chemotherapie geprüft hat + anschließend 3 Wochen Strahlentherapie in einem KH etwa 1 Stunde von hier entfernt. Ihre Ärzte haben kompetent auf alles reagiert, auch als sie sich dann 2 Tage vor ihrem 23. Geburtstag als zusätzliche Komplikation eine Thrombose zugezogen hat. Heute geht es ihr gut. Sie muss noch regelmäßig zur Kontrolle und bislang ist nichts aufgetreten. Ihr unerschütterlicher Optimismus hat ihr sicherlich dabei geholfen, die Zeit gut zu überstehen -und sie hatte ja auch uns ^^. Aber sie hat es geschafft, parallel zur Therapie ihr Abitur nachzumachen (in einem Jahr, mit einem Einser-Durchschnitt) und konnte so kurz vor Schluss der Therapie ihre neue Stelle beim Kreis antreten.
Ich möchte die Wirkung alternativer Behandlungen nicht abstreiten - habe keine Ahnung davon- aber ich möchte die Schulmedizin in diesem Bereich trotzdem dringend als eine wichtige Option anraten. Parallel ist sicherlich etwas zu machen: Bei Julia hat zwischendurch und vor allem danach auch unser Heilpraktiker unterstützend mitgewirkt.

Liebe Grüße, Robin
Letzte Änderung: 01 Dez 2007 12:17 von Robin.

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02 Nov 2011 18:40 #11299 von White Eagle
Ich kenne mich mit Heilmethoden nicht aus, habe aber dazu viel gelesen.
Es gibt Menschen die haben den Krebs aus sich selbst heraus geheilt. Wie? Jeder macht das anders. Manche laufen ihn einfach weg.
Eine positive Einstellung und die Konzentration auf die eigenen Zellen, die gesunden zu aktivieren damit wieder ein Gleichgewicht entsteht. Krebszellen hat jeder, nur wenn die Körperabwehr dauerhaft geschwächt wird, können sie wuchern.
Gesunde Lebenseinstellung und Lasten abwerfen, die gesunden Zellen in sich selbst motivieren.
Also ich spreche nicht aus Erfahrung aber ich habe vor, meine körperlichen Wehwehchen so zu behandeln.

Sozusagen ein Selbstheilungsversuch, den von Tablettenschlucken frisch frei fröhlich aus der Pharmaindustrie bekommt die Ignore Karte so lange es geht.

Einer Chemoteraphie würde ich mich nicht unterziehen.
Wenn ich es selbst oder mit natürlichen Heilmitteln nicht schaffe, dann lieber....
Aber das muss jeder selbst entscheiden.
Entschleunigen.......und Stress abbauen scheint wohl oberstes Heilgebot zu sein.
Die Idee sich den Krebs raus zu malen, auf Papier oder in einem Gemälde..........es gibt so viele Möglichkeiten, die man ausprobieren kann.

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03 Nov 2011 08:13 #11303 von Ishtar
Ishtar antwortete auf Krebs und Behandlung
Hi

Ich würde ebenfalls auf beides bauen, chemo und alternativ. Chemo klingt immer sehr erschreckend, hat eine ähnliche Wirkung wie OP. Es ist auch wirklich keine angenehme Behandlung, allerdings diejenige über die am meisten geforscht wurde, die von den Ergebnissen am gesichertsten ist. In den letzten Jahren sind die Chemos "sanfter" geworden (obwohl sie unangenehm bleiben). Ich glaube man sollte sich vor Augen halten, dass eine Chemo die Lösung und nicht das Problem ist, der eigentliche Schrecken ist der Krebs. Nur sieht man häufig die Folgen des Krebs erst sehr viel später konkret als die Folgen der Chemo.
Wie schon gesagt kommt es sehr auf die Art des Krebs an.

Auf jeden Fall würde ich mich sofort um einen Therapieplatz bemühen: mich auf mehrere (!) Wartelisten setzen lassen und betonen aus welchen Gründen akute Hilfe notwendig wäre, man kann z.B. auch sagen wann die Behandlung anfangen soll. Über die entsprechende Krankenhausstation kann man manchmal Therapeuten finden die sich besser damit auskennen. Therapeuten findet man wenn man Kassenärztliche Vereinigung und dann den Namen des Bundeslandes googlet und dort auf Ärztesuche geht. Anrufen geht auch. Es ist manchmal auch möglich sich für bestimmte Schulen (z.B. Verhaltenstherapie) zu entscheiden. Über Telefonbücher kriegst du dann noch Privatpraxen. Dafür muss man entweder Privatpatient sein oder ein Protokoll führen, dass du bei 5 Kassentherapeuten keinen Platz gekriegt hast (einfach Datum des Anrufs, Name des Therapeuten). Wichtig ist dabei auf die Bezeichnugn psychologischer Psychotherapeut zu achten! Momentan sind Verhaltenstherapie, Psychoanalyse und Tiefendynamik anerkannt und werden bezahlt. AOK Patienten haben keine Chance of eine Privatpraxisplatz.

Das nächste was ich mir suchen würde wäre eine Betroffene (oder Angehörigen?) Gruppe. Da hat man mit Leuten zu tun, die das gleiche erlebt haben. Bei stationären Aufenthalten kommt immer wieder von Patienten die Rückmeldung wie wichtig der Austausch mit anderen Betroffenen war, weil die ein ganz anderes Verständnis haben. So traurig es klingt, es gibt Freunde die sich zurückziehen, weil sie den Freund nicht leiden sehen können, glauben nicht stark genug zu sein, es ihnen peinlich ist nicht zu wissen was sie sagen sollen, nicht mit Leid und Schrecken konfrontiert werden wollen. Auch um dies aufzufangen sind Betroffenengruppen sehr wichtig.

Simonton kann ich begleitend auch empfehlen und würde ich vor einer spirituellen Ausbildung setzen.

Spirituelle Ausbildung....... würde ich erst nach der Chemo anfangen, weil diese einfach körperlich verdammt anstrengend sind. Das Problem dabei ist einfach auch, dass diese zu beginn wahrscheinlich weniger spezifisch auf die aktuellen Bedürfnisse eingehen kann (außer du hast Privatunterricht bei jemanden und folgst nicht einem Programm). Hier kann die Psychotherapie einfach präzischer helfen, oder eben die Verfahren nach Simonton, die doch mit mehreren Elementen arbeiten, die auch in einer guten spirituellen Ausbildung erfolgen, aber einfach präziser auf die aktuelle Erkrankung zugeschnitten sind.

Danach ist es wichtig die Kontrolluntersuchungen zu machen. Die Angst das entwas entdeckt wird ist nachvollziehbar, aber der Schaden einer späten Entdeckung ist einfach sehr viel größer. Das ist ein Punkt, bei dem Psychotherapie auch gut helfen kann.

Wichtig ist auch das Innehalten, wo eben eine Therapie helfen kann, damit man sich nicht in das "Hamsterrad" der Lösungssuche verfährt.
Der Umgang mit dieser Diagnose ist ein langer und nicht einfacher Prozess der Zeit braucht!

Liebe Grüße
Ishtar

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03 Nov 2011 15:20 #11313 von sternhagel
WAS, vier Jahre ist das schon wieder her? :blink:
Jedenfalls: Danke nochmal für die ausführlichen Antworten. Inzwischen ist die Sache zum Glück überstanden. :)

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04 Nov 2011 12:15 #11317 von Mairi
Mairi antwortete auf Krebs und Behandlung
Noch ein kurzer Einwurf von mir: Synergetik-Therapie hat auch gute Erfolge erzielt, wenn es um Krebs geht. Einfach mal Googlen.

Thig crioch air an t-saoghal ach mairidh gaol agus ceòl.

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04 Nov 2011 21:39 #11323 von Ialokin
Ialokin antwortete auf Krebs und Behandlung
Heissa Sternhagel, schön Dich mal wieder zu lesen! Ist das auch schon vier Jahre her?

Ialokin

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05 Nov 2011 16:43 #11332 von PomPom
PomPom antwortete auf Krebs und Behandlung
Ishtar schrieb:

Hi

Ich würde ebenfalls auf beides bauen, chemo und alternativ. Chemo klingt immer sehr erschreckend, hat eine ähnliche Wirkung wie OP.


also eine OP halte ich auch für sinnvoll, wenn krebsgeschwüre wachsen und sonst die funktion der organe behindern. eine chemo- oder strahlentherapie würde ich aber nie machen, weil diese therapien mein imunsystem schwächen und ich glaube, dass das eine heilung eher verhindert.

ich würde die OP mit alternativen methoden kombinieren, die die selbstheilungskräfte stärken.

herzliche grüße
pomie

Ein Kompromiß, das ist die Kunst, einen Kuchen so zu teilen, daß jeder meint, er habe das größte Stück bekommen.

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