Meine Meditation macht was sie will..

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09 Mär 2012 12:21 #11698 von rote Lilie
Hallo an Alle!

Weil ich morgens einfach nicht aus den Federn komme und nach dem Aufwachen manchmal noch eeeeeewig an die Decke starre(Rekord liegt bei 3 Stunden an einem Wochenende!), habe ich mich belesen und bei Silver Ravenwolf vielversprechende Hilfe gefunden. Dachte ich. Danach soll man es sich abends im Bett bequem machen und mit den Händen einen Energieball formen, ihn ausdehnen und mit allem füllen, was einen am Leben erfreut und morgens aufstehen lässt. Wenn man morgens aufwacht, soll man eben diesen Energieball erneut hervorrufen und sich mit seiner Energie und den vielen positiven Gedanken "aufladen", dann klappt das Aufstehen.
Nur kann ich leider abends und schon gar nicht im Bett meditieren, weil ich dabei immer einschlafe. Die Ironie ist mir durchaus bewusst :P . Mein gezieltes Meditieren klappt ohnehin nicht mehr, ich komme einfach nicht zur Ruhe. Andersherum ist es aber so, dass ich auf dem halbstündigen Weg zur Uni derart in Gedanken wegdrifte, dass ich schon häufig nur knapp den Autos entkommen bin. Und auch mein morgens liegen bleiben und an die Decke starren hat etwas sehr meditatives, allerdings fühle ich mich da eher machtlos, denn ich wäre ja schon gewillt aufzustehen aber etwas drückt mich in die Matratze.
Habt ihr da Erfahrungen oder Gedanken, die ihr teilen möchtet? Ich wäre euch sehr verbunden, ich komme mir so ausgesprochen unkontrolliert vor. :blink:

BB, Lily

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09 Mär 2012 14:31 #11704 von Ialokin
Du könntest vor dem Schlafengehen mal 10-20 Minuten automatisches Schreiben machen: Also einfach hinsetzten, Stift in die Hand, und nicht innehalten, und wenn Du nur schreibst: "Mir fällt nichts ein, mir fällt nichts ein, mir ....."

Das entrümpelt den Kopf/die Sorgen/was immer.

Darüber hinaus: Wenn das Problem dauerhaft ist, such Dir professionelle Unterstützung.

> mit allem füllen, was einen am Leben erfreut und
> morgens aufstehen lässt.

Funktioniert nur, wenn es diese Dinge erstens gibt, und sie zweitens mehr Gewicht haben als das, was einen vorziehen läßt, im Bett zu bleiben.
Vielleicht gibt es da ja Sorgen, Befürchtungen, unangenehme Aufgaben. Die brauchen mindestens Ausdruck (darum automatisches Schreiben), besser jemanden, der zuhört (Freunde) oder evtl. sogar mehr (professionelle Unterstützung).

Ialokin

Die Liebe zu schenken, den Zauber zu wecken, das Leben zu feiern - das ist unser Sinn.

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10 Mär 2012 16:49 #11706 von rote Lilie
Hallo Ialokin,

du hast wirklich ein Talent dafür Sachen auf den Punkt zu bringen. :) Ein riesengroßes Danke, ich frage mich warum ich nicht selber drauf gekommen bin zu schreiben, das habe ich als Teenager jeden Abend vor dem Einschlafen gemacht. Es hat ganz wunderbar funktioniert und nun liegt ein Zettel und ein Stift neben meinem Bett, ich hatte das Gefühl es würde mir helfen wenn ich morgens aufschreibe, warum ich nicht aufstehen möchte und schon konnte der Tag beginnen. Was das Papier weiß braucht meinen Kopf nicht mehr zu belasten habe ich gelernt.
Das mit der professionellen Hilfe ist nicht notwendig, ich habe tolle Freunde mit denen ich alles besprechen kann und die mir jederzeit helfen.
Wie aber schaffe ich es meinen Kopf fürs Meditieren frei zu bekommen, einfach immer weiter versuchen und hartnäckig alle Gedanken beiseite schieben?

Danke für die ehrliche und hilfreiche Antwort. :)

BB Lily

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12 Mär 2012 10:21 #11716 von Ialokin
Hallo Lilie :-)

> ich habe tolle Freunde mit denen ich alles besprechen kann und die mir jederzeit helfen.

Gratuliere, das ist echtes Glück!


> Wie aber schaffe ich es meinen Kopf fürs Meditieren frei zu bekommen, einfach immer weiter versuchen und hartnäckig alle Gedanken beiseite schieben?

> Ja, genau. Meditieren ist zu einem großen Teil der Versuch, überhaupt erst mal in den entsprechenden Zustand zu kommen. Ich nehme mir einfach eine Zeit und in der sitze ich vor meinem Altar und ... nun ... oft bin ich lange erst mal damit beschäftigt, meinem ganzen inneren Lärm zuzuhören. Dabei versuche ich dann immer wieder aufmerkam auf meine Atmung zurück zu kommen, sie ruhig werde zu lassen. Der "innere Lärm" ist aber nicht nutzlos, ich erfahre enorm viel darüber, was mich eigentlich gerade beschäftigt. Dabei versuche(!) ich, ohne große Urteile zu lauschen, einfach mit freundlicher Aufmerksamkeit. Ja ... und wenn ich das lange genug betreibe (also nicht am Stück, sondern immer wieder), dann stellt sich hin und wieder mal eine Stille ein, die das erlaubt, was andere vielleicht Meditation nennen würden.

Überhaupt erst mal zur Ruhe zu kommen ist Teil der "Meditation" und wenn das ein paar Monate dauert, bis es ansatzweise gelingt, dann ist das vielen anderen schon auch so gegangen. :-)

Liebe Grüße von
Ialokin

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14 Mär 2012 08:45 #11720 von Tahira
Huhu,

ich hab aktuell eher das Prob, dass ich nicht einschlafen kann (liegt vorwiegend am Stress der letzten Zeit udn vor allem an meinem durchs Frei verschobenen Tagesrhythmus).

Ich habe mich dann auch darauf besinnt, was mich denn früher zum einschlafen gebracht hat, da ich leider keinen Kassettenrekorder mehr besitze, höre ich also statt Die ??? Musik von Damh the Bard *g*

So komm ich also auch gerade runter.

Cu Tahira

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