Leben wie in der Steinzeit?!

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21 Okt 2011 18:12 #11219 von Mairi
Leben wie in der Steinzeit?! wurde erstellt von Mairi
Hallo ihr Lieben,

hier mal ein interessanter Beitrag der ARD: www.ardmediathek.de/ard/servlet/content/...6?documentId=8351330

Ich finde das ganze eigentlich ziemlich einleuchtend. Die Frage ist nur, ob es im Alltag umsetzbar ist (als berufstätiger Mensch mit evtl. Kindern usw.).

Was haltet ihr davon?

Liebe Grüße,
Meadhan-Latha

Thig crioch air an t-saoghal ach mairidh gaol agus ceòl.

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25 Okt 2011 19:46 #11276 von Coryllus
Hallo Meadhan,

ja, der Film ist wirklich sehr interessant und einleuchtend.
Das ganze geht aber auch nur gut, wenn wir den uns naturgegebenen Menschenverstand und unser Verantwortungsgefühl der ganzen Schöpfung gegenüber mit einbeziehen.
Ich will damit sagen, dass z.B. der Fleischbedarf nicht wie meist noch üblich aus Massentierhaltung gedeckt werden darf, der die Nahrungsgrundlage anderer Menschen gefährdet. Das bedeutet, dass der Fleischvebrauch insgesamt doch sinken müsste, was jedoch in dem Video nicht ganz deutlich wird. Es wird zwar gesagt, dass es längere Hungerperioden gab - in modern würde es bedeuten: verzehrt vllt. höchsten 2-3 Mal Fleisch in der Woche (ansonsten Gemüse, Früchte, Samen und Wurzeln) - wird nicht so deutlich.

Galina Schatalowa hat das Buch "Wir fressen uns zu Tode" geschrieben, das ganz gut dazu passt. Die russische Ärztin stellt ein radikales Ernährungsmodell vor, das ungefähr so aussieht:
hauptsächlich Früchte und Nüsse (weil unser Verdauungssystem hauptsächlich für die Verdauung dieser Nahrung geeignet ist), Mandelmilch (keine tierische Milch - insgesamt etwa 800-1000 kcal/Tag, etwa 1 l Wasser, nicht mehr
Fleisch nur ein paar mal im JAHR
Dazu diverse Yogaübungen und Laufen und äußere Anwendung, wie kaltes Wasser, Massagen etc.
Sie behauptet, Kinder würden durch diese Lebensweise gut gedeihen - na ich weiß nicht so genau, klingt doch sehr waghalsig (zumindest die Ernährung), andererseits hatten die Menschen früher wohl oft keine anderen Möglichkeiten und die Kinder wurden halt bis zum dritten Lebensjahr gestillt.
Eine einfache (naturbelassene), zucker- und salzarme Ernährung, dazu viel Bewegung finde ich grundsätzlich sehr wertvoll.
Das größte Problem dabei ist wahrscheinlich eher, die antrainierten Verhaltensweisen zu überwinden und in dem starren Alltag Raum und Zeit zu schaffen für ein bewussteres Leben (nichts anderes ist es wahrscheinlich).

Lieben Gruß, Coryllus

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26 Okt 2011 10:31 #11277 von Ialokin
Nur 1l Wasser (Getränke) am Tag, speziell im Sommer, und dann auch noch bei Kindern, ist nahe an vorsätzlichem Mord, mindestens aber schwere Mißhandlung.
Man sollte nu' echt nicht alles glauben, was irgendwo geschrieben steht.

Ialo

Die Liebe zu schenken, den Zauber zu wecken, das Leben zu feiern - das ist unser Sinn.

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26 Okt 2011 14:06 #11278 von Andy
800 bis 1000 kcal. pro Tag und ein Liter Wasser?

Hat die Frau einen Knall? Das hört sich eher nach der Verpflegung der Häftlinge eines stalinistischen Gulags in Sibirien oder eines deutschen KZs an aber nicht nach dem nötigen Energiebedarf eines erwachsenen Menschen!

Das ist blanker Unsinn! Wenn man dazu noch körperlich arbeitet, hält man das nicht lange durch. Alleine schon wegen dem Wassermangel.
Thema körperliche Anstrengung: Wenn ich beispielsweise auf Tour in Island bin, mit 25 kg auf dem Rücken und 18-30 km pro Tag bin ich froh um jede Kalorie (mindestens 3000) und jeden Liter Wasser (mindestens 4). Alles andere ist Selbstmord in Raten...

Eine Ernährung "wie in der Steinzeit" ist für das einzelne Individuum durchaus machbar - aber nicht für die breite Masse der Bevölkerung! Woher nehmen? Selbst mit Verzicht auf Fleisch wäre das nicht machbar.
Wird sind jetzt schon über 7 MILLIARDEN MENSCHEN auf der Erde, bis zum Jahr 2040 wohl fast doppelt soviel. DARAN sollte gearbeitet werden - eine Verringerung der Weltbevölkerung ist absolut notwendig. Und das ist übrigens ein ganz natürlicher Prozess - wenn der Bevölkerungsdruck einer Spezies zu gross wird, werden die Schwachen durch Krankheiten und Hunger ausgesondert und die Fitten überleben. (das mag sich jetzt ein wenig...hmmm... seltsam und hart anhören, ist aber so. Darwin hat recht! Wenngleich die Übersetzung falsch ist. Es bedeutet nicht "Der Stärkere überlebt, sondern der Fitte. Und nein, das ist kein "braunes" Gedankengut.)

Zu begrüssen ist aber in der Tat ein bewussterer Umgang mit Fleisch und Fisch. Vegetarier sind nicht gesünder als Fleischesser, aber übermässiger, gedankenloser Fleischkonsum schadet enorm der Umwelt und vergeudet wichtige Ressourcen. Fleisch ist pure Lebenskraft und sollte als "Geschenk" angesehen werden - immerhin hat ein TIer sein Leben dafür gegeben, ganz egal wie es zuvor gelebt hat. Und das ist zu respektieren und darf nicht als Selbstverständlichkeit hingenommen werden.

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28 Okt 2011 07:16 #11281 von Coryllus
Es gibt hunderte Rezepte/ Anweisungen, wie den nun DIE richtige Ernährung aussehen soll - den Stein der Weisen darf da denke ich niemand für sich pachten.
1l Wasser ist unter normalen Bedingungen nicht zu wenig, wenn man darüber hinaus viel frisches Obst und Gemüse zu sich nimmt - ist ohnehin sinnvoll um die nötigen Vitamine und Mineralien zu sich zu nehmen - an normalen Tagen krieg ich keinen Liter Wasser in mein Kind reingepresst und er gedeiht prächtig (gute Verdauung, rosige Wangen, gesunde Haut, glänzende Augen).
Dass die Ernährungsgewohnheiten widrigen Umständen angepasst werden muss, ist natürlich klar.

Aber Andy:
Ist das wirklich dein ernst? Ja, sicher, die meisten Probleme auf unserer Erde resultieren daraus, dass es zu viele Menschen gibt, da gehe ich mit - aber nur, weil wir nicht richtig damit umgehen und eine Mehrheit von einer Minderheit ausgebeutet wird. ABer ob jemand zu schwach ist, bestimmen doch dummerweise bei den Menschen die Menschen selbst und nicht ihr Genpool oder die Umweltbedingungen - solche Behauptungen lassen sich leicht aufstellen, wenn man auf der Seite der vermeintlich "fitten" steht. Die Hungerkatastrophe in Afrika wäre bei weitem nicht so schlimm gewesen, wären in den Jahren zuvor die Menschen so unterstützt worden, dass sie sich selbst helfen können.
Der Mensch hat bestimmte Gaben von der Natur mitbekommen - Mitgefühl, vorausschauendes Denken, Flexibilität, Kreativität.
Diese DInge helfen uns dabei, mit solchen SItuationen umgehen zu können. Ich glaube ehrlich daran, dass wir diese Menschenmenge "stemmen" können, wenn wir unser Verhalten ändern. Eine altbekannte Zahl: um 1 kcal Fleisch zu erzeugen, müssen zuerst 7-9 kcal Pflanzenmasse erzeugt werden. Knapp die Hälfte der Agrarflächen wird für Tierfutter benötigt - nun konkurrieren um die Flächen auch noch die Biogasanlagen (die in meinen Augen einen Frevel an den Gaben der Natur darstellen - aber anderes Thema).
Wer zieht da wohl den kürzeren? Die europäischen Agrarsubventionen bestehen zum Größten Teil aus Betriebsprämien - sprich: wer die meisten Flächen hat, bekommt das meiste Geld - Förderung von Agrarfabriken!!
Was auf den Flächen angebaut wird bzw. dann als Tierfutter verwendet wird, bleibt nicht alles hier - sehr viel davon wird exportiert - nach - oh, Überraschung - Afrika - dort zu Niedrigstpreisen verhöckert und den dortigen Bauern die ABsatzmöglichkeiten entzogen. Fazit: die kleinen Bauern sowohl hier als auch in Afrika haben die A-Karte und niemanden interessiert das.
Da hat der fitteste tatsächlich gewonnen - aber nicht nach den Naturgesetzen, sondern nach den Gesetzen der Gelddiktatur! (Jedes Jahr kommt "Der kritische Agrarbericht" raus - das sollte man sich ab und zu zu Gemüte führen)

Gruß, Coryllus

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28 Okt 2011 18:01 #11282 von Mairi
Hallo ihr Lieben,

ich denke, solche Ernährungsprogramme sind ganz gut, um uns wieder ein wenig wach zu rütteln. Die wenigsten schaffen es doch, sich hundertpro dran zu halten. So haben sie wenigstens etwas gesünder gelebt, als wenn sie gar nichts geändert hätten.

Lebensmittelknappheit, diesen Mythos finde ich immer wieder albern. Es ist eher eine Dysbalance, da in unseren breiten viele Lebensmittel schlichtweg vernichtet werden auf Grund von Überproduktion.

Und wie ich neulich in einem Gespräch mit meiner Mutter feststellte: auch Pflanzen haben Gefühle.

Zur Steinzeiternährung speziell gibt es auch Gegenstimmen, die z.B. als Beweis für evolutionäre Anpassung an unsere Sesshaftwerdung die Fähigkeit zur Spaltung von Laktose anführen.

Letztendlich muss aber jeder selbst für sich herausfinden, was ihm gut tut. Und dann seine Nahrungsmittel im Einklang mit der Natur (so weit möglich) herstellen (lassen).

Liebe Grüße,
Meadhan-Latha

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31 Okt 2011 11:07 #11288 von Lady of Darkness
Haha, 800-100kcal? Dazu sage ich mal nix... aber ich bezweifle insgesamt sehr, dass der moderne Mensch physisch noch dazu geeignet ist, zu leben wie die Menschen vor 9.000 Jahren.

@Andy: Ich hätte es eher übersetzt als "Überleben derjenigen, die am besten an die Umstände angepasst sind" - von "to fit".

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