Verlust sozialer Funktionen?

Mehr
02 Nov 2006 11:44 #1099 von RosaClara
Welche Werte außer "Gastfreundschaft" würdet Ihr denn noch zu Grunde legen?

Rosa

(Wenns für Euch ein neues Thema ist feel free und verschiebt es einfach)

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

Mehr
02 Nov 2006 22:48 #1114 von Bjarkan
auf jeden Fall Toleranz. Sowohl anderen Religionen (wenns auch manchmal schwer fällt... :oops: )als auch anderen Anhängern der "eigenen" Weltsicht gegenüber. Und keine Missionierung.

Die Antwort auf Deine Frage weißt Du schon längst - Sie ist tief in Dir

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

Mehr
03 Nov 2006 03:29 #1117 von Arion
ReHi!
Nun...... wenn ich das Thema "soziale Funktion" anspreche, dann denke ich ehrlich gesagt NICHT in Stammtischgröße! Und wieviele Leute schreien laut auf, daß sie DRINGEND mal zum Stammtisch kommen müssen/wollen/werden und tun es dann doch nicht, weil ja immer irgendetwas anderes dazwischen kommt!!??
Nein - wenn ich soziale Funktion diskutiere, dann bewege ich mich auch auf einem Level von "aus dem Besenschrank raus und in die Gesellschaft kommen" !
@ Ialo: wie ich ja meinte..... für die Öffentlichkeit "sozial" zur Verfügung stehen... nicht nur für die geschlossene Gesellschaft!!
@ LoD: bei jeder Teamsportart gibt es so etwas wie eine Strategie - da kann nicht jeder einfach so auf´s Tor werfen..... auch im Handball nicht ;-) und wie das aussieht, wenn im Heidentum jeder einzelne danach strebt, das große Tor zu erzielen und im Rampenlicht zu stehen, hatten wir schon zu genüge....

Rose: Blanche, Du bist eine billige Klampfe!
Blanche: SCHLAMPE, Rose, es heißt SCHLAMPE..... ich bin eine billige SCHLAMPE!!!

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

Mehr
03 Nov 2006 06:33 #1118 von Lady of Darkness
@Arion: Klar gibt es Strategie (und Regeln. Und Schiris und 'nen Coach). Aber jeder wirft so, wie er es für am besten hält. Links herum, rechts herum, mit links oder rechts, unten durch, oben lang, ... - so halt. Gelle?

@RC: Weitere Werte? Höflichkeit UND Ehrlichkeit (die hohe Kunst also), Offenheit, Humor (wichtig), ... - und so.

Remember that you're perfect - the gods make no mistakes...

https://diandrasgeschichtenquelle.org
https://knusperhaus.wordpress.com

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

Mehr
03 Nov 2006 06:53 #1123 von Ishtar
Vielleicht liegt es daran, dass ich grad Organisationspsychologie wiederholt habe.........

......aber ich hab irgendwie das Gefühl, dass es dem Heidentum evt. an einer großen Vision fehlt. Die Christen haben sich die Nächstenliebe und damit das Soziale auf die Flagge geschrieben. Was steht auf unserer Flagge? Oder was könnte auf unserer Flagge stehen?

Betont wird auch oft, dass Jesus für die Welt gestorben ist. Ja, unsere Gottheiten haben sich meist auch geopfert, aber irgendwie scheint das als weniger Wert betrachtet zu werden. Zur Veranschaulichung ein kleiner Dialog aus dem Gästebuch - wem das zu viel Text ist, kann die quotes ja überspringen.

Hallo liebe Leute,

gestern bin ich auf Eure Seite "Scripta/Artikel/Aussagen" gestoßen, weil ich mich sehr für schlaue Aussprüche von wichtigen Leuten interessiere. U. a. zitiert Ihr hier einen Bibelvers aus dem Epheserbrief, der ja sehr gerne zitiert wird, um die angebliche Frauenfeindlichkeit der Bibel zu dokumentieren. Ich persönlich finde es aber unfair, wenn man ständig irgendwelche Bibelverse aus dem Zusammenhang reißt und sich nicht die Mühe macht, mal ein paar Verse "drumherum zu lesen". In Epheser 5, 24 steht wie Ihr richtig wiedergegeben habt: Aber wie nun die Gemeinde sich Christus unterordnet, so sollen sich auch die Frauen ihren Männern unterordnen in allen Dingen.
Jetzt müsst Ihr aber Euch einmal die Mühe machen und auch die nächsten Verse lesen. Vers 25: Ihr Männer, liebt Eure Frauen, wie auch Christus die Gemeinde geliebt hat und hat sich selbst für sie dahingegeben, um sie zu heiligen. Vers 28: So sollen auch die Männer Ihre Frauen lieben wie ihren eigenen Leib. Wer seine Frau liebt, der liebt sich selbst. Vers 29: Denn niemand hat je sein eigenes Fleisch gehasst; sondern er nährt und pflegt es, wie auch Christus die Gemeinde. Vers 33: Darum auch ihr: ein jeder habe lieb seine Frau wie sich selbst; die Frau aber ehre den Mann.
Noch eine Anmerkung zu Vers 25: Christus hat die Gemeinde so sehr geliebt, dass er sich für sie "dahingegeben" hat, d. h. Jesus ist für die Gemeinde gestorben! Könnt Ihr Euch eine größere Liebe vorstellen, als die, dass jemand sein Leben für jemand anderen gibt??!

Liebe Grüße

Julia

Hallo Julia
- lustig, dass ich deinen Eintrag gerade heute lese, wo im Forum wieder das Thema Patriachat - Matriachat angesprochen wurde.
Ist Unterordnung das gleiche wie Liebe? Meiner Meinung nach nicht. Tatsächlich klingen deine Zitate wie eines der vielen Widersprüche die in der Bibel zu finden sind. Er soll sie lieben und sich ihr hingeben, sie soll sich ihm jedoch Unterordnen. Wenn du dir die Kirchengeschichte anschaust, so wirst du leider merken, dass Frauen nicht hoch geachtet wurden. Die Frau als Priesterin ist für längere Zeit aus dem Christentum heraus verschwunden und auch heute ist sie dem Manne nicht gleichgestellt. Wie Petrus von Frauen dachte, steht auch gut beschrieben.
Ohne jetzt die für dich sicherlich sehr wichtige Opfer Jesu zu mindern - viele Religionen kennen einen Opfergott. Im Wicca z.B. opfert sich der Gott jährlich mit dem geschnittenen Korn. Allerdings sind wir eine zyklische Religion, die nicht historisch auf einen Zeitpunkt festgesetzt wird udn linear verläuft, wie das Christentum - das ist ein großer Unterschied. Deswegen ist für uns das Opfer Jesu nicht wahnsinnig "umwerfend", denn jedes Jahr opfert sich die Lebenskraft des göttlichen (was für viele von uns in allem als Göttlicher Funke drin ist. Sie opfert sich im Grunde sogar täglich, denn wenn wir Essen, "töten" wir eine Lebenskraft und nehmen diese zu uns. Diese unzählige "Opfer" können nur geachtet werden, indem man sie respektiert udn im Respektvollen Umgang mit allem Leben.
Liebe hat so viele Aspekte udn ist so vielseitig, dass ich es nicht wagen möchte ein Urteil darüber zu fällen, welche Liebe die Größte ist. Ich weiß nur, dass wenn ein Gefühl das Göttiche am ehesten Beschreiben kann, so ist es die Liebe.
Wenn du magst, können wir aber gerne im Forum weiter diskutieren.

Schöne Grüße
Ishtar

Hallo Ishtar,
vielen Dank für Deine schnelle Antwort.
Eine Diskussion im Forum würde für mich zu weit führen, da ich mich in Eurer Religion überhaupt nicht auskenne und auch nicht den Ehrgeiz habe, das zu ändern.
Liebe und Unterordnung sind für mich aber ganz und gar nicht ein Widerspruch. Wenn ich jemanden liebe, kann ich mich ihm durchaus unterordnen. Das heißt ja nicht, dass ich keine Rechte mehr habe. Euer "Gott" opfert sich im "geschnittenen Korn"?! Das kann man mit Jesu Leiden doch gar nicht vergleichen; Jesus war Mensch mit Gefühlen und Leidenschaften - er hat psychisch und physisch für uns am Kreuz gelitten, das kann ich nachvollziehen. Tut es Eurem Gott weh, wenn er sich als geschnittenes Korn opfert? (Ich schreibe hier glaube ich nur Stuss, bestimmt meintest Du das ganz anders, wie gesagt, ich wollte nur kurz einmal etwas richtig stellen in Bezug auf die "frauenfeindlichen" Bibelstellen).

Liebe Grüße

Julia


Ich denke, wir sind in den Köpfen der Leute nicht präsent. Mag das an der Anzahl liegen oder? - und wenn wir es sind, dann häufig mit dem Beigeschmack des skurielen, abgehobenen New-Age Esoteriker. ( Dabei denke ich persönlich, dass dieser Typ Esoteriker Religionenübergreifend vorzufinden ist. Es ist solche Hexen und es gibt keine. Versteht mich nicht falsch, es geht nicht darum, dass es schlecht ist solche Einstellungen zu haben, es geht mir grad darum, wie wir von der breiten Öffentlichkeit wahrgenommen werden). Gerade die meisten, die "normal" sind und schon länger dabei, binden nicht grad jedem auf die Nase, dass sie Hexen oder Heiden sind. So wie ja auch nicht jeder Christ jedem erzählt er sei Christ. Das "jedem gleich erzählen" ist ja oft eine Handlungsweise die Leute machen, die grad vor kurzem Hexen/heiden geworden sind.

Eines muss man dem Christentum nämlich lassen - es hat sich hervorragend vermarktet. Nicht immer fair, aber das findet sich bei vielen Firmen, die ein aggressives Vorgehen haben (und ich bezeichne Zwangschristianisierungen und sich mit der Weltlichen Macht verbindung und Monopolrechte auszuhandeln als sehr aggressives Marketing. Sie haben auch hervorragend mit dem "Druckmittel" Angst und dem Produkt "Versicherung für's Jenseits" gearbeitet)
Wusstet ihr, dass die Mormonen z.B. ein ganzes Handbuch haben, wie man Leute rekrutiert? Und ihre Vorgehensweise ist psychologisch völlig gut vorbereitet. Es läuft auf die Art und Weise ab, wenn man Freundschaft schließt und jemanden kennen lernen will aus einer Gruppe (nicht Mormonen). Es ist berechnend, aber sehr gut geplant.

Hier ein paar Punkte aus dem Handbuch, zusammengefasst, wer's nicht lesen will überspringt den quote

    1. Wählt Leute aus ohne starke soziale Bindungen (neu in der Nachbarschaft) oder die kürzlich einen Todesfall hatten
    2. Lernt ihre Namen, seid freundlich, ein aktiver Zuhörer, tut ihnen Gefallen. Versucht herauszufinden, was ihre Interessen sind.
    3. Ladet sie zu euch nach Hause ein, mit einem Grund, der nicht mit Religion zu tun hat
    4. Geht zusammen mehrmals aus. Konzentriert euch dabei auf ihre interessen, sie sollen die Venues aussuchen.
    5. Zufällig erwähnt eure religiöse zugehörigkeit, vermeidet aber intensive diskussionen über das thema
    6. bietet ihnen praktische Literatur an, z.B. wie man aufhört zu Rauchen. Seid diskret
    7. Ladet sie zu einem Familienabend ein, betont eurer stabilen Familienbeziehungen. Vermeidet Fragen zur Kirche
    8. Stellt ihnen Kirchenmitglieder vor. z.B. ladet sie ein an Lektionen teilzunehmen. Bringt eure Kinder dazu euch zu helfen, bringt sie dazu nichtmitglieder einzuladen.
    9. Basierend auf ihren Interessen ladet sie zu einem sozialen Veranstaltungen der Kirche ein. Vermeidet tiefe religiöse Diskussionen
    10. Ladet sie zu einem Kirchentreffen ein. Sucht die passende Veranstaltung sorgfältig aus. Lasst sie wissen, was sie erwartet.
    11. Teilt ihnen euer persönliches Zeugnis / Bekenntnis mit. Kurz und knapp. Keine tiefen spirituellen Erlebnisse erzählen.
    12. Fragt die goldene Frage: sind sie daran interessiert mehr über die Religion herauszufinden. Benutzt ihre Interessen. Versucht es immer wieder.
    13. Fragt sie sich mit den Missionaren zu treffen. Macht eine Zeit und Ort aus. Nehmt ihnen die Angst, unterstützt sie in ihrer Entscheidung.


wie läuft es bei uns ab? Stammtische zu finden sind noch relativ leicht. Jeder weiß aber, die Leute kommen häufig nicht, die sich zum "Erstkontakt" melden. Wir haken da häufig auch nicht nach, weil wir ja der Meinung sind - was auch richtig ist ! - jeder soll selbst den Weg zu uns finden. Schwieriger ist es allerdings, wenn jemand eine Gruppe sucht. Einfach "Fremde" mitmachen zu lassen, da tun wir uns häufig schwer. Ich glaub, es gibt halt doch mehrere Hürden, für Neulinge. Wenn man mal in der Szene länger drin ist, ja, dann kennt man die Mechanismen, weiß wo man die Info findet, und ist auch evt. bekannt, oder hat Leute die einen Empfehlen können. Dies alles fehlt Neulingen oder Interessierten. Es haben auch lange nicht alle Leute internet, oder sind mit Medien wie Foren so gut vertraut.

Ich möchte mal mit Frankreich verlgeichen....... das Heidentum steckt hier wirklich noch in den Kinderschuhen, aber bereits gibt es mehrere lokale Vereine und vereinzelte Gruppen, die ihre Gruppe als sogenannte Association (Interessenverband) lokal bekannt machen. Das find ich irre.
Gut, Frankreich hat eine gewisse Kultur an Interessenverbänden. Diese sind so zu verstehen wie Clubs, Vereine, auf kleiner Basis. Meine Tanzschulen waren übrigens bisher auch Interessengemeinschaften. Einmal im Jahr stellen sich alle in einem Ort vor. Nächstes Jahr will extra in die Stadt fahren, wo es diese Gruppe gibt aus Neugierde.

Klar, es ist eine andere Kultur. Aber ich glaube Teil des sozialthemas ist es auch wie leicht man uns finden kann.

Nur so ein paar Gedanken.

BB
Ishtar

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

Mehr
05 Nov 2006 13:58 #1177 von Ria
ich denke Ishtar hat recht, dass man es als Neuling schwer hat und gerade junge Leute (wie ich selbst einer bin) werden nun nicht gerade zum nächsten Stammtisch marschieren um da dann auf jede Menge unbekannte Erwachsene zu treffen
das Christentum bietet Konfirmanden Unterricht an und ich denke viele Jugendliche die eigentlich überhaupt nicht wissen ob sie das wollen gehen dahin, einfach weil das Angebot da ist und es alle machen
so ähnlich funktioniert das ja auch mit dem Gottesdienst selbst, es ist einfach da, man kann hingehen und der Rest ergibt sich von selbst
ich glaube es fehlt einfach dieses öffentliche zu nichts verplichtende, ich glaube nicht das es daran liegt, dass wir nicht von der Öffentlichkeit wahrgenommen werden, ich selbst habe mehrere Freundinen und als ich ihnen davon erzählt kannte sie alle irgendeine andere Freundin, die sich für ähnliches interessierte und fanden das ganz normal

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

Mehr
05 Nov 2006 15:26 #1184 von Ishtar
Hallo Ria

bezüglich Jugendliche und Wicca hab ich mal hier ein neues Thema eröffnet.

ich glaube es fehlt einfach dieses öffentliche zu nichts verplichtende, ich glaube nicht das es daran liegt, dass wir nicht von der Öffentlichkeit wahrgenommen werden, ich selbst habe mehrere Freundinen und als ich ihnen davon erzählt kannte sie alle irgendeine andere Freundin, die sich für ähnliches interessierte und fanden das ganz normal


Ja, Coven sind alle relativ verpflichtend meist. Wobei ich hier in Frankreich das gefühl habe, dass man sehr viel schneller zu Ritualen eingeladen wird, wenn es denn eine Gruppe in der Nähe git - klar, komm vorbei. Kein Treffen mit dem HP vorab und der entscheidet dann, ob es ok ist in die Gruppe zu kommen z.B. (ist sicherlich nicht in allen Gruppen so, aber ich hab das Gefühl, in Deutschland sucht man sich seine Leute teilweise stärker aus - kann aber natürlich auch ein Vorteil sein!)

BB
Ishtar

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

Mehr
05 Nov 2006 21:12 #1192 von Lady Ragnell
Sorry, bin vielleicht nicht mehr ganz so im Thema, weil müde und so :) :

Klar gibt es Strategie (und Regeln. Und Schiris und 'nen Coach). Aber jeder wirft so, wie er es für am besten hält. Links herum, rechts herum, mit links oder rechts, unten durch, oben lang, ... - so halt. Gelle?

und manchem wird dabei die Nase gebrochen... Wie sozial?!

und "25 mal werfen und 5 x treffen ist immer noch besser als vier mal werfen und dann aufgeben", eben weil man es probiert hat!
Soziale Interaktion ist klar wichtig, sollte sich aber nicht nur auf Kontakt mit Gleichgesinnten - fänd ich irgendwie langweilig. Wobei das Treffen mit Gleichgesinnten auch lustig und wichtig ist.

"Was immer du tun kannst, oder erträumst zu können - beginne es. Kühnheit besitzt Genie, Macht und magische Kraft. Beginne es jetzt." (Goethe)

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

Mehr
06 Nov 2006 09:10 #1207 von Lady of Darkness
@Lady R': Gebrochene Nasen sehe ich als Metapher für stark vertretene Überzeugungen. ;)

@Ishtar: Solange es so viele verschiedene Unterdisziplinen gibt, halte ich persönlich es für sehr wichtig, sich die Leute, mit denen man tatsächlich arbeitet, auch auszusuchen. Für allgemeinere Treffen ist es etwas anderes, aaaber ... - die entgegengesetzte Haltung "Wir meinen ja alle das gleiche und es wird schon passen" kann zu sehr unangenehmen Überraschungen führen.

*Vertreterin des klaren Wortes*

Und: Was wir uns auf die Fahne schreiben? ICh weiß ja nicht, was auf _eurer_ Fahne draufsteht, aber mir "gehört" ein klitzekleines LEbensmotto, das meistens unterschätzt wird: LEBEN!!![/b]

Leb, leb!
Ehe deine Sehnsucht stirbt ...

(Schandmaul)

Remember that you're perfect - the gods make no mistakes...

https://diandrasgeschichtenquelle.org
https://knusperhaus.wordpress.com

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

Mehr
14 Dez 2006 19:58 #1990 von Annot
Huhu!
Ich replye jetzt auch mal (besser spät als nie ;)

Die einfachste Antwort auf "Warum gibt es so wenige Stammtische/Coven usw" wäre ja: Selber gründen! Initiative ergreifen, auf Leute zugehen, in einschlägigen Foren und Blättchen inserieren, Aushänge machen...
Und das machen herzlich wenige (ich ja auch nich, gell...naja...noch nicht).

Ich glaube, der Hase (?) liegt einfach da begraben: Die Christen (die nehm ich jetzt mal, die stellen nunmal die Mehrheit der Bevölkerung) werdenin schon bestehende Strukturen hineingeboren und müssen eigentlich nur noch zugreifen; außerdem (und da ist glaube ich, auch der Grund, weshalb wir oft nicht wirklich ernst genommen werden) kann das Christentum auf 2000 Jahre Selbstlegitimation zurückblicken, es verfügt über feste Institutionen, ein ausgeprägtes Lehrgebäude, eine nachvollziehbare Geschichte und über Tausende von ernstzunehmenden Denkern. Es ist einfach keine "neue, spinnerte Idee, auf die eine Minderheit neulich mal gekommen ist".
Ich meine nicht, dass wir es genauso machen sollen, wie die Christen (Godess forbade :wink: ), aber wir könnten mal darüber nachdenken, ob wir uns eigentlich selbst ernst genug nehmen. Sehen wir unser neopaganes Werkeln wirklich als way of life, wie ein Christ seine Religion auch sehen würde oder läuft es einfach nur unter "nettes Hobby, das mir schon irgendwie wichtig ist, aber einen Coven gründen...ach nee...was sagen da die Nachbarn..."?

Ich weiß, das klingt alles ein bissl hart...ich meine damit aber auch mich selbst. Noch hab ich ja keine Gruppe gegründet... :(
Die Streitschrift ist hiermit auch beendet :!:

Grüßchen von: Annot

Wenn es einen Glauben gibt, der Berge versetzen kann, dann ist es der Glaube an die eigene Kraft.
(Marie von Ebner-Eschenbach)

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

Ladezeit der Seite: 0.210 Sekunden