Ahnenkult

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15 Jan 2007 16:45 #2472 von scarabaea
scarabaea antwortete auf Ahnenkult
Es ist spannend, sich mit den Ahnen zu beschäftigen. Auf der Suche nach Angehörigen meiner Großmutter väterlicherseits, die den Nachnahmen Saulus trug, bin ich auf die Göttin Saule gekommen. Mein Vater hat mir früher erzählt, unsere Vorfahren kämen aus Augsburg. Die Vorfahren meiner Großeltern sind vor etlichen Generation in die Nähe von Warschau ausgewandert. Die Städte hießen Warka, Kosmin und Grojec. Sie haben dort hauptsächlich Obstanbau betrieben, meine Großmutter hatte eine Baumschule geerbt. Bei der Googlesuche bin ich darauf gestoßen, dass es zwar anscheinend keine Menschen mit dem Nachnahmen Saulus mehr gibt, dafür aber jede Menge Leute mit dem Namen Saule, und zwar vorwiegend in der Gegend Augsburg und Umgebung. Darunter befinden sich auch ein paar Gartenbaubetriebe.

Mit einem solchen Ergebnis habe ich nicht gerechnet. Ein Zufall ist es wohl kaum, dass ich immer schon eine große Liebe zu Bäumen hatte.

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16 Jan 2007 10:37 #2483 von zero
zero antwortete auf Ahnenkult
ihr habt mich angespornt auch mal in meine ahnenliste zu schauen!
das wichtige ist ja eigendlich das wir uns mit dem gedanken wohlfühlen helfende ahnen zu haben.
ich bin gespannt was sich ergibt...

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16 Jan 2007 14:32 #2486 von Ialokin
Ialokin antwortete auf Ahnenkult
> das wichtige ist ja eigendlich das wir uns mit dem gedanken wohlfühlen helfende ahnen zu haben.


Das ist sicher ein Problem dabei - Ahnen waren/sind auch nur Menschen (Konfuzius hätte das vielleicht anders gesehen), warum sollten sie immer ausgerechnet "helfend" sein?

Ialokin

Die Liebe zu schenken, den Zauber zu wecken, das Leben zu feiern - das ist unser Sinn.

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16 Jan 2007 16:48 #2490 von zero
zero antwortete auf Ahnenkult
ich kenne mich zwar nicht aus, aber muss man sie nicht irgendwie "anrufen". das heißt man kann sich vielleicht aussuchen wen man anrufen möchte.
aber du hast recht, man kennt seine vorfahren nicht immer genau. jeder hat eine dunkle seite...

kann man sie eigentlich richtig sehen? oder fühlen?
wenn ich mir im kopf eine frage stelle, und eine antwort bekomme, ist sie höchstwahrscheinlich von mir selbst. aus dem unterbewusstsein oder aus einem tiefen wunsch. doch kann ich mir noch nicht vorstellen das es möglich ist mit jemand vollkommen anderem zu sprechen. das heißt einem geist/ahnen.

wie sind da eure erfahrungen?

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16 Jan 2007 16:58 #2491 von eald
eald antwortete auf Ahnenkult

Was muss man genau unter Ahnenkult verstehen?

Keine Ahnung, ich mach da nämlich keinen Kult drum wenn ich mal was an Speis und Trank irgendwo in die Ecke stell, in ner stillen Minute mal dankbar zurückdenk oder mich ratsuchend auf meine Erzeugerzeuger- ... besinn.

Wir haben z.B. ein beim Denkmalamt verbrieftes Hausgespenst.

Das verbriefte oder auch nur in dem Sinn wahrnehmbare hat zumindest mir mit Ahnenarbeit nicht zwingend was gemein. Meine verstorbene Großmutter beispielsweise wertschätze ich sehr, lasse sie aber weil Christin gewesen mit meinem heidnischen Schnickschnack eher in Frieden. Sie also erfährt immer mal wieder rückbesinnende Aufmerksamkeit und dient auch schon mal als beispielsweisende Ratgeberin aber Verbrieftes ? :ermm: Nope !?

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17 Jan 2007 06:25 #2495 von Lady of Darkness
Lady of Darkness antwortete auf Ahnenkult
@zero: Das ist je nach Person unterschiedlich, würd'sch sagen ... einige hören die Stimme einer bestimmten Person, andere sehen sie vor ihrem inneren Auge, riechen diese Person oder "wissen" einfach, dass sie anwesend ist ... - nicht wirklich hilfreich, oder?

Remember that you're perfect - the gods make no mistakes...

https://diandrasgeschichtenquelle.org
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19 Jan 2007 08:05 #2544 von Lady of Darkness
Lady of Darkness antwortete auf Ahnenkult
Inwieweit sind die "Ahnen" eigentlich immer noch als Individuen vorhanden und wie stark schon/noch/wieder als einzelne Aspekte einer übergeordneten Einheit? Für mich geht das nämlich alles inzwischen ein wenig durcheinander ... wenn man Ahnen als individuelle "Geister" o.ä. wahrnimmt, dann werden diese ergo nicht wiedergeboren - oder verschwinden aus meinem "Ahnenschatz", wenn sie irgendwohin geboren werden. Oder bleibt vielmehr nur ein Teil im "Ahnenschatz" zurück, während der "essentiel spark" wiedergeboren wird?

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19 Jan 2007 09:02 #2548 von scarabaea
scarabaea antwortete auf Ahnenkult
Gute Frage, was bleibt zurück?

Erinnerungen natürlich an Ahnen, die man noch selbst gekannt hat oder von denen man gehört hat. Dann natürlich Grabsteine, die ja auch Seelensteine sind. In sehr vielen Fällen sind es Namen und vielleicht Geburtsdaten, Einträge in Registern.

Irgendetwas bleibt zurück. Wie ist es denn mit der Stadt, in der man lebt? Ist sie nicht auch geprägt von den Menschen, die dort gelebt haben`Von dem einen mehr und dem anderen weniger. Manche werden zu Kultfiguren und man setzt ihnen ein Denkmal.

Der Körper zefällt ja auch in unterschiedlichen Phasen. Und dabei dürfen die feinstofflichen Anteile nicht übersehen werden, die zum Teil irgendwo im Astralreich landen. Hier leben sie zum Teil weiter als Dämonen oder versuchen, auf die Erde zurückzukehren.

Im Endeffekt wissen wir nicht, ob die Seele vollständig ins Jenseits eingeht oder ob Seelenanteile zurückbleiben. Eine endgültige Antwort wird es hierzu kaum geben.

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19 Jan 2007 09:14 #2549 von Ishtar
Ishtar antwortete auf Ahnenkult
huhu

Ich habe dazu etwas im Samhainartikel geschrieben:

Einschub: Ahnenkult und Reinkarnationslehre - kann man die Ahnen rufen, wenn sie schon reinkarniert sind?
In vielen vorchristlichen Religionen spielt der Ahnenkult eine große Rolle. Dabei hat jede Tradition lokal ein paar Unterschiede gemacht. Die Ahnen waren nicht etwas, was meist einmal im Jahr geehrt wurde, sondern auf vielfältige weise immer wieder. Wenn die Ahnen in die Anderswelt gehen und die Anderswelt betreten werden kann und umgekehrt, so sind sie einem immer in irgendeiner Weise nahe. Es gibt verschiedene Reinkarnationslehren. Einigen zufolge wird man immer wieder in die gleiche oder verwandte Familien geboren, anderen zufolge wechselt man. Es gibt Traditionen, in denen eine werdende Mutter zu Samhain darum bitten konnte, ob die Seele eines kürzlich verstorbenen Liebens sich nicht als ihr Kind reinkarnieren möchte. Wenn man an die Reinkarnationslehre glaubt, stellt man sich evt. die Frage was passiert, wenn man einen Verstorbenen einlädt (EINLADEN übrigens, NICHT herbeirufen!) und dieser bereits reinkarniert ist? Fällt die Person dann in Ohnmacht und die Seele eilt herbei, oder funktioniert das nur wenn die andere Person schläft? Keins von beiden natürlich ;-).
Ich möchte gerne zwei Bilder zur Verbildlichung und Erklärung nehmen: einen Computer, bzw. einen Laptop mit Netzwerkanschluss und WLAN (wow - super modern) und das Bild der Tarotkarte "Der Narr".
Der Narr läuft in die Welt, meist mit einem Stock und am Stock ein Beutel. Der Narr stellt die Seele in ihrer jetzigen Reinkarnation, in ihrem jetzigen Körper. Der Stock ist die Verbindung zum Beutel. Im Beutel befinden sich alle Erfahrung der vergangenen Leben in einem Laptop gespeichert. Der Laptop steht für alle Seelenanteile des vergangenen Lebens, die um den Seelenkern liegen. Dieser Laptop ist mit anderen Laptops verbunden über ein Netzwerk, über WLAN, über das Internet. Was wir hier als Netzwerk, WLAN und Internet bezeichnen ist eine der Astralebenen. Der Stock ist die Verbindung zur entsprechenden Astralebene über WLAN Verbinden wir uns energetisch mit dem Internet / Netzwerk in dem alle Laptops verbunden sind. Sagen wir mal Harald will seine verstorbene Großmutter Claudia einladen an sein Samhainritual teilzunehmen. Unbewusst aktiviert er sein eigenes Laptop, dass sich auf die Suche nach dem entsprechenden Netzwerk macht. Wurde das Netzwerk gefunden, wird eine Verbindung erstellt. Der Computer erkennt, dass bereits eine Verbindung schon einmal bestand und ruft die entsprechende Datei auf, oder anders rum - Haralds Laptop greift auf den entsprechend für seinen Laptop freigegebenen Ordner "Claudia" zu. Dieser Ordner enthält die Gedankenform, welche er von der verstorbenen gespeichert hat. So weiß der Computer, in welcher Form er sich zeigen soll. Ebenso, was die Verbindung war, was für Geschichten erlebt wurden gemeinsam. Was uns also erreicht oder uns besuchen kommt ist sozusagen der spezifische Ordner, der Teil der Seele, den wir gekannt haben, welches sich im Beutel des Narren befindet. Der Narr selbst, also die wieder reinkarnierte Person, merkt davon meist nichts. So ist es auch möglich, dass mehrere Laptops gleichzeitig auf den gleichen Ordner zugreifen - also wenn meinetwegen viele Leute auch Gerald Gardner als einen Ahnen ansehen und ihn ebenso einladen. Sie greifen einfach gleichzeitig auf den Ordner zu. Jetzt müssten wir auch erkennen, warum der Stock wichtig ist, denn er trennt unser jetziges Leben von diesem "Reinkarnationslaptop" den wir mit uns mittragen. Einen Ahnen einzuladen ist also völlig ungefährlich für die Person in die sich der Ahn entsprechend reinkarniert hat.


BB
Ishtar

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18 Jan 2010 02:48 #8908 von Godwin
Godwin antwortete auf Ahnenkult
Mondfeuer schrieb:

Ich betreibe Ahnenkult, weil ich dadurch gemerkt habe, dass ich mich wohler fühle wenn ich mich an dem anknüpfe was vor mir war, und dadurch mehr Kraft aber auch ruhe ziehen kann.

Das beschreibt ansatzweise auch meine ganz ähnlichen Erfahrungen. Wahrnehmungen samt Wort- und Kulturverständnis sind weit tiefer. Dazu fühle ich mich rundum wirklich zufrieden und glücklich. Die Neugeburt des Jahres z.B. habe ich kürzlich unendlich schön erlebt. Zur Wintersonnenwende war Halbmond, "Silvester" :) Vollmond. Viele Menschen begrüßten dieses erfreuliche Ereignis mit Sternenfeuerwerk. Es erfüllte mich mit Liebe. mfg

Wahrheit ist vor allem Licht
Weilet, lahret, tanzet und habet Wohl
Sehet hinauf zu den vielen Lagerfeuern der Ahnen und Götter, feiert mit ihnen
"Gott sei Dank", strahlt immer wieder die :)
Freude, Liebe und Glück bewahrend strahlt gleiches nach überall

Ahnen & Kräfte ruhet & erwachet in Frieden...

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