Freitag, 19. Januar 22:15 Pro7 - wer war König Artus?

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19 Jan 2007 16:18 #2566 von Ishtar
Aus der Pro7 HP


Wer König Artus wirklich war


Die Legende von König Artus und den Rittern der Tafelrunde ist eine der bekanntesten Erzählungen in Europa. Ihre Abenteuer und Taten dienten als Vorbild für die Ideale des Rittertums während des 12. und 13. Jahrhunderts. Der britische Gründungsmythos steht auch in Verbindung zu dem sagenumwobenen König.

Viele glauben, dass König Artus wirklich existierte. 1191 entdeckten Mönche auf dem Friedhof ihrer Abtei Glastonbury die Knochen eines unbekannten Königs und seiner Gemahlin. Sie gehen davon aus, dass es sich um die Überreste von König Artus und Königin Ginevre handeln muss und betten sie in der Kirche. Von da geht ein regelrechter Sturm auf Glastonbury los, sie ist bis heute eine Pilgerstätte für Artus-Fans in ganz Europa. Bis heute sind die Gebeine nicht mehr aufgetaucht. Englischen Königsfamilien, wie z.B. die Tudors, behaupteten direkte Nachfahren von König Artus zu sein, damit sie ihre Machtstellung festigen können.

Die Strahlkraft König Artus hat auch die heutigen Wissenschaftler nicht in Ruhe gelassen, seit Jahrzehnten sind sie auf der Suche nach dem historischen Vorbild.

Da die ersten Artus-Sagen keltischen und walisischen Ursprungs sind, gehen viele Forscher davon aus, dass ein englischer Herrscher Vorbild für den sagenumwobenen König gewesen sein könnte. Eine weitere weit verbreitete These ist, dass sich hinter König Artus der bretonische Heerführer Riothamus aus dem 5. Jahrhundert dahinter verbirgt. Einige seiner Taten in Gallien decken sich mit Erzählungen aus der Artus-Sage.
Die Bilder zum sagenumworbenen König


Eine aktuelle und aufregende These führt tief in den Balkan zu einem legendären Volk von Steppenkriegern, den Sarmaten. Die sarmatischen Reiterheere waren in ganz Europa gefürchtet und bereiteten den römischen Legionen an den östlichen Grenzen ständig Probleme. Die Steppenkrieger beherrschten es perfekt vom Pferde aus mit Lanze, Schwert und Schild ihrer Gegner zu bekämpfen. Ihr unbändiger Kampfeswille und ihr halsbrecherischer Mut waren berühmt und berüchtigt im gesamten römischen Imperium.

In der römischen Geschichtsschreibung ist die Rede von einem römischen Feldherrn, der es im 2. Jahrhundert schaffte, das wilde Reitervolk zu bändigen und sie in Dienste Roms zu stellen.

Ist er vielleicht der wahre König Artus?
Wichtige Quellenhinweise:
"De Principis Instructione Liber" (eine Abschrift befindet sich in der British Library) von Giraldus Cambrensis
Originalzitat: "Quae nunc autem Glastonia dicitur, antiquitus insula Avallonia dicebatur."
Wörtlich: "Was aber Glastonia genannt, wurde von alters her die Insel Avallonia genannt."
Erlaubt ist auch: Was aber heute Glastonia heißt, nannte man früher (die Insel) Avallonia.
Übersetzung der Textstelle in "Historia regum Britanniae":
- (eine Abschrift befindet sich in der British Library) - von Geoffrey of Monmouth:
- Even the renowned King Arthur himself was wounded deadly and was borne unto the island of Avalon for the healing of his wounds, where he gave up the crown unto his kinsman, Constantine, son of Cador, in AD 542
- Die Übersetzung kann man nachlesen in "The Quest for Arthur's Britain" von Geoffry Ashe
Erforsche dieses Abenteuer weiter: Unsere Literatur- und Surftipps

"The discovery of King Arthur". Geoffrey Ashe

"The Archaeology and History of Glastonbury Abbey". Edited by L. Abrams and J.P. Carley, The Boydell Press

"Chronicles and Memorials of Great Britain and Ireland during the Middle Ages". Edited by J.F. Dimock, Kraus Reprint

"Service in the Roman Army". Roy W. Davis

Herodot: Historien. Deutsche Gesamtausgabe, Alfred Kröner Verlag Stuttgart

"From Scythia to Camelot". C. Scott Littleton, Linda A. Malcor


Freu mich schon drauf, werd's auf jeden Fall aufnehmen und in meine Artus-Collection tun ^^

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19 Jan 2007 19:37 #2573 von Anni
höhö, den hinweis wollt ich auch grad einstellen - war ich wohl zu langsam :)
ich wer's mir ansehen, bin sehr gespannt. obwohl ich ja nicht so ein fan der sendung "galileo" bin... aber wird bestimmt trotzdem interessant.

liebe grüsse anni

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19 Jan 2007 22:41 #2576 von Ishtar
Also

An die Kameraführung, die Lichtwechsel im Film etc. muss man sich echt gewöhnen. War nicht mein Ding. Auch die schlechte Schauspielerei des einen Journalisten und der Frau, die sozusagen die "Gehilfen" gespielt haben. *brrr* Die ersten 10 min. hab ich mich gefragt, ob ich wieder abschalten soll, weil so viel Gelaber und so wenig Substanz war.

Zuerst gingen sie der Legende nach, also das übliche Glastonbury etc.
Interessant hier, oder was ich (noch / nicht mehr?) wusste: Der Beweis für einen früheren See um Glastonbury findet sich in Pollen von Wasserlilien. Dazu hat man eine Erdprobe genommen aus einer Schicht aus jener Zeit.

Dann wurde es interessant, als es um die Sarmaten geht. Die Theorie die ja im letzten Artus-Film auch aufgenommen wurde. Aber ich hab mich doch über einige neuen Infos darüber gefreut und auch die Theorie (was als Fakt verkauft wurde) des Grabe in Dalmatien von Lucius Artorios Castos fand ich doch auch sehr interessant. (ich hab die neusten Bücher auf dem Markt zum Thema noch nicht lesen könne, obwohl sie im Regal stehen :wink: )

Also Fazit: nach der ersten Werbung, wurde es dann so langsam interessant. Nicht umwerfend, aber doch ganz nett.

Anni, da du ja auch geschaut hast, wie fandest du es? oder jemand anderes?

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20 Jan 2007 14:19 #2579 von scarabaea
Vor ein paar Jahren habe ich unzählige Bücher gewälzt zum Thema Artus. Letztendlich bin ich zu dem Ergebnis gekommen, dass es nur einen Ort gibt, an dem man Artus findet, nämlich in der Anderswelt.

In den Artusromanen wurde zuviel vermischt. Legenden um Artus und Merlin, keltische Mythologie, christliche Spekulationen, Kreuzrittertum. Es geht einfach zuviel durcheinander. Man muß erst einmal viel unternehmen, um Themenkreise voneinander zu trennen.

Trotzdem bedaure ich, dass ich das verpaßt habe. Es wird bestimmt noch einmal wiederholt.

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20 Jan 2007 14:56 #2580 von Anni
ja, mir gings ganz ähnlich, ich hab bei der ersten werbepause auch überlagt, ob ich nicht lieber ins bett gehen soll - die furchtbar gestellten dialoge der "ermittler" waren doch echt hart zu ertragen :ugh:

das mit den sarmaten etc. fand ich dann aber auch sehr interessant. aber hätte mir doch ein paar tiefergehende informationen gewünscht, bzw. aus welchen quellen haben sie die informationen, war das mit dem "schwert aus dem boden ziehen" jetzt symbolisch gemeint (es wurde ja eher wie eine tatsächliche handlung dargestellt, ohne es aber näher zu erklären) etc. ich kenn mich auf dem gebiet nicht gut aus, aber mir kam es so vor, dass diese ganze entwicklung - sarmaten kommen nach europa, kämpfen für die römer, verdeidigen den hadrianswall etc.- sehr vereinfacht und verkürzt dargestellt wurde.

vielleicht ist das etwas pienzig, aber ich störe mich auch immer an so kleinigkeit, wie zum beispiel diesen total sinnfreien zeichen auf den science-fiction computerbildschirmen im hintergrund des "labors" der "ermittler" - was soll das denn? oder die spielszene, in dem die amazonen kurz erwähnt wurden, und man sah dann ein paar hübsche schlanke barbusige frauen durchs bild reiten, während eine etwas dickere amazone natürlich eine rüstung trug... diese ganze effekthascherei fand ich..naja

ich fands schon interessant und habe auch einiges erfahren, das ich noch nicht wußte (wobeil ich mich noch nicht ausführlich mit dem thema beschäftigt habe), aber das, was sie vermittelt haben, hätte man auch in zwanzig minuten erzählen können - oder anders gesagt: hätte man auf diese albernen schaupieleinlagen verzichtet ( zitat:"hmmm-avalon, das klingt für mich, wie ein deckname"), dann hätte man viel mehr informationen liefern können.

liebe grüsse anni

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20 Jan 2007 16:17 #2581 von Nivien
Ehrlich gesagt: ich hab die Sendung bewußt nicht gesehen. Nachdem ich vor einiger Zeit die Galilieo-Sendung, die an "Sakrileg" aufgehängt war, gesehen habe, war ich sooo deprimiert, daß ich mir die Sache um Artus nicht mehr reintun wollte. :P

Eigentlich wäre ich ein Fan von Mystery und auch gut gemachter Archäologie u.ä. Sendungen. Aber die gibt's wohl nicht so oft, und bei Galilieo ziemlich garantiert nicht. Leider!

BB
Nivien

Jede gute Sache ist scharf. (Gurdijeff)

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20 Jan 2007 23:37 #2583 von Andy
Also ich habe Kopfschmerzen vom Hinsehen bekommen - diese grauenhaft schnellen Schnitte, dieses pseudo-wissenschaftliche Getue was mich eher an einen Bond-Film erinnert hat, ein nicht sehr heller Moderator, dazu Beiträge auf unterstem Bild-Niveau... unsachlich, schlecht gemacht, inhaltlich haarsträubend und sehr ungenau - zudem noch alles kalter Kaffee... hm, ich glaube ich hasse Galileo... ;o)

Es geht doch nichts über Sendungen wie "Terra X" (zumindest die alten Folgen) oder die absolute Krönung: die Reportagen der BBC zum Thema, selten so interessante und wissenschaftlich fundierte Beiträge gesehen.

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22 Jan 2007 18:49 #2615 von Anni
a propos "ich hasse galileo":
beim schalten durchs fernsehprogramm mußßte ich gerade mitansehen, wie sich bei galileo leute ernsthaft darin versuchen, ihre fürze anzuzünden :ugh: (ein "wissenschaftliches" experiment)- soviel mal zum niveau- oh mann :wallb:

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22 Jan 2007 20:52 #2624 von Nivien
:blink:

Jede gute Sache ist scharf. (Gurdijeff)

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23 Jan 2007 08:44 #2628 von Lady of Darkness
Hey, das machen ungefähr fast alle Jungs in der Pubertät mal, von daher ... *rofl*. (Verzeiht die Allgemeinerung, aber in meinem Bekanntenkreis hat es bislang noch jeder zugegeben ...)

Und um wieder vom Thema abzuweichen: Wie war diese Sondersendung denn jetzt? Wollte es erst gucken, war dann aber doch zu müde. Außerdem hatte ich seinerzeit die Galileo-Doku über "Die Päpstin" geguckt und mich fürchterlich geärgert, weil sie nur Belege anführten, die auch im Nachwort zum Roman von Donna W. Cross standen ... das war seinerzeit also eine reine Zeitverschwendung ...

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