"Die Weißen sind ein übles Volk."

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17 Apr 2010 09:24 #9057 von Godwin
Gall (1840-1894), Häuptling der Sioux, sprach:

"Man kann nicht geld-, macht- und geltungsgierig und gleichzeitig ehrenhaft und anständig sein. Die Weißen sind ein übles Volk."

Die Weißen, damit waren herkünftig durchaus längst christlich geprägte Europäer gemeint. Demnach galt der Ausspruch des Häuptlings Menschen, die aus Ländern der heutigen Europäischen Union stammen. Welche Antworten gäbe es darauf, im und aus dem heutigen Europa?

Ganz ehrlich, mir fehlen dazu im Moment die Worte, etwa brüderliche.

Mit freundlichen Grüßen, Godwin

Wahrheit ist vor allem Licht
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17 Apr 2010 19:25 #9058 von Ishtar
Ich würde sagen:

Den meisten geld-, macht- und geltungsgierige Menschen fällt es schwer gleichzeitg auch ehrenhaft und anständig zu sein (grundsätzlich schließen sich aber diese Dimensionen imho nicht aus). Es ist aber völlig egal aus welcher Rasse, Religion, Farbe, Bevölkerungsschicht, Beruf etc. die Menschen kommen, es wird immer solche und solche geben.

BB
Ishtar

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18 Apr 2010 17:06 #9059 von Andy
Auch die Indianer Nord-Amerikas sind nun wirklich nicht die "edlen Wilden" gewesen, zu denen sie besonders in Heidenkreisen mal mehr oder weniger hochstilisiert werden.
Auch hier gab es Mord, Vergewaltigung, Sklaverei, Umweltverschmutzung, Ausrottung von Tierarten, Lust am Töten, Verrat, Goldgier und weiss der Geier was sonst noch...

Die Weissen Eroberer haben sich natürlich absolut verachtenswert verhalten - aber das ist überall in der Geschichte so gewesen, wo ein Volk ein anderes überfallen und dominiert hat - sei es nun in Asien oder in Europa, oder in Afrika. Und ich rede nicht von der Kolonialzeit.

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18 Apr 2010 18:03 - 18 Apr 2010 18:20 #9060 von eald
Moin Godwin,

Die Weißen, damit waren herkünftig durchaus längst christlich geprägte Europäer gemeint.

das sagst Du! Kann es nicht aber auch sein, dass er einfach nur von dem was ihm begegnete sprach, ohne etwa gleich damit auf eine allgemeine solche Geisteshaltung zu schliessen?

Zur Kritik am "christlichen Charakter" wiederum fällt mir grad ein Passus aus der Bibel ein, derzufolge niemand zwei Herren dienen könne. Also quasi exakt was der gute Mann auch sagte. Ich seh also nicht was die christliche Religion da mit seiner Kritik zu tun haben soll.

Demnach galt der Ausspruch des Häuptlings Menschen, die aus Ländern der heutigen Europäischen Union stammen.

Da er aber vor über hundert Jahren starb mag seine Kritik schlimmstenfalls allen Weissen der damaligen Zeit 'bloß' gegolten haben, aber niemandem heute.

Welche Antworten gäbe es darauf, im und aus dem heutigen Europa?

Von meiner Warte wohl ein bedauern ob seiner schlechten Erfahrungen und die Bitte weiter jedem Fremden gegenüber erst einmal auch weiter unvoreingenommen zu begegnen. Mehr gäbs von mir vermutlich nicht.

Ganz ehrlich, mir fehlen dazu im Moment die Worte,

Ganz ehrlich, ich denk du vermutest weit mehr in seiner Aussage denn zumindest ich darin grad zu erkennen vermag.

Hi Andy,

Auch die Indianer Nord-Amerikas sind nun wirklich nicht die "edlen Wilden" gewesen, zu denen sie besonders in Heidenkreisen mal mehr oder weniger hochstilisiert werden.

Na, ein Siox der damaligen Zeit wird seine Kritik ja kaum aufgrund heutig Karl-May'scher Verklärung getroffen haben, hm? ;) Auch seh ich generell nicht das in der Zitation Gall's da unterstellt würde die Indianer wären allesamt irgends Heilige. *g*

Ich denke desweiteren das da viel kulturelle Divergenz Ärger bedeutete. Auch haben sicher nicht alle amerikanischen Ureinwohner dermaßen schlechte Erfahrungen gesammelt und ergo ein solch düsteres Bild von "den Weißen" .

So gesehen würd ich das alles mal einfach was lockerer zu sehen grad empfehlen wollen. Insbesondere da ich der von etwaigen Vorwürfen losgelösten Mutmaßung das man "[...] nicht geld-, macht- und geltungsgierig und gleichzeitig ehrenhaft und anständig sein" könne, durchaus was abgewinnen mag, grad.

eald zum gruße
Letzte Änderung: 18 Apr 2010 18:20 von eald. Begründung: (-_-)

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