Resilience.org/'Six Myths About Climate Change'

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27 Nov 2014 17:06 - 29 Nov 2014 14:29 #14077 von Buntspecht
Nein, ich will mich hier nicht als 'Klimawandel-Leugner' outen... :P

Eine Webseite, die ich sehr mag, ist Resilience.org . In ihrer Selbstdarstellung bezeichnen sie sich folgendermaßen (ich bin gerade zu faul zum Übersetzen):

'Resilience.org is both an information clearinghouse and a network of action-oriented groups. Our focus is on building community resilience in a world of multiple emerging challenges: the decline of cheap energy, the depletion of critical resources like water, complex environmental crises like climate change and biodiversity loss, and the social and economic issues which are linked to these. We like to think of the site as a community library with space to read and think, but also as a vibrant café in which to meet people, discuss ideas and projects, and pick up and share tips on how to build the resilience of your community, your household, or yourself.'

Gestern war auf der Seite ein Artikel, den ich interessant fand, weil er ein 'Ceterum Censeo' von J. M. Greer (den ich hier ja neulich empfohlen habe) von einer anderen Seite her aufgreift.

Allgemein bekannt dürfte es sein, dass die 'Rechte' den Klimawandel (oft) leugnet - gerade in den USA mit teilweise hanebüchenen Argumenten, die letztlich darauf hinauslaufen, dass nicht sein kann, was (aus ideologischen gründen) nicht sein darf. 'Resilience' weist nun darauf hin, dass auch 'die Linke' (im US-amerikanischen Zusammenhang die 'Liberals') solche blinden Flecke haben.

Gerade 'Myth #3' ist etwas, auf das Greer immer wieder hinweist: Der ideologische/quasi-religiöse Glaube daran, dass wir zwar vielleicht etwas 'herunterfahren' müssen, im Prinzip aber unser heutiger Lebensstil (mehr oder weniger) auch mit 'alternativen' Energien aufrecht erhalten werden kann.

Gerade in Deutschland fehlt (meiner Wahrnehmung nach) völlig die Diskussion darüber, ob die Versprechungen der 'Energiewende' realistisch sind.

Vielleicht hat die eine oder der andere ja Lust, sich vor allem mal die Argumentation von 'Myth #3' anzuschauen (inzwischen ein zentraler Punkt politischer Propaganda in Deutschland) und darüber zu reden?
Letzte Änderung: 29 Nov 2014 14:29 von Buntspecht.

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27 Nov 2014 22:50 #14078 von Dolben
Guck mal:


Eis an den Polen

:whistle:


Viele Grüße
Dolben

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28 Nov 2014 16:49 - 28 Nov 2014 16:50 #14079 von Ishtar
Ganz schnell, um es nicht zu verlieren aus der Zeit auch ein Artikel zu mehr Eis (PS, hab den Artikel selbst noch nicht gründlich gelesen)

Grundsätzlich geht es bei Myth 3 aber nicht um mehr Eis, sondern um die Beibehaltung des Lebensstils.
Erste Reaktion: Ja, natürlich will ich meinen (Strom-) Lebensstil beibehalten. ich finde, dass ich mich grundsätzlich auch Ressourcenerhaltungsorientiert verhalte. Natürlich könnte das eine Selbststäuschung sein. Ich seh aber auch Änderungsbedarf - natürlich bei anderen (hell beleuchtete Städte und so) :pinch: Mir ist aber auch klar, dass das eine zu oberflächliche Reaktion ist und die Diskussion darüber tatsächlich auch sehr spannend. Montag ist Prüfungsordnerabgabe - danach Zeit zum philosophieren ;-)
Letzte Änderung: 28 Nov 2014 16:50 von Ishtar.

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29 Nov 2014 14:43 #14083 von Buntspecht
In der Tat geht es, lieber Dolben, nicht um 'mehr Eis', wie Ishtar schon schrieb, sondern in der von mir besonders erwähnten Passage darum, ob die sogenannten 'erneuerbaren Energien' auch nur entfernt den heutigen Lebensstil aufrecht erhalten können.

Zum Anderen (auch wenn ich mich jetzt nicht auf eine Diskussion über den Klimawandel einlassen will):

Die 'Kronen-Zeitung' würde bei mir auf einer Liste von verlässlichen Informationsquellen zu diesem Thema nicht sonderlich weit oben stehn... :whistle: Ich denke, der von Ishtar verlinkte Zeit-Artikel fasst das Problem ganz gut zusammen.

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03 Jan 2015 08:50 #14119 von Ishtar

Buntspecht schrieb: Gerade 'Myth #3' ist etwas, auf das Greer immer wieder hinweist: Der ideologische/quasi-religiöse Glaube daran, dass wir zwar vielleicht etwas 'herunterfahren' müssen, im Prinzip aber unser heutiger Lebensstil (mehr oder weniger) auch mit 'alternativen' Energien aufrecht erhalten werden kann.

Gerade in Deutschland fehlt (meiner Wahrnehmung nach) völlig die Diskussion darüber, ob die Versprechungen der 'Energiewende' realistisch sind.


Es ist für den Menschen ganz natürlich, dass er den "gemütlichen" Status Q beibehalten möchte. Alles andere wäre ja ein Rückschritt, was niemand freiwillig möchte - und Umweltschutz verkauft sich definitiv nicht damit. Die Diskussion fehtl in Deutschland das stimmt. Ich glaube, es läuft auf Zeit schinden hinaus und Hoffen auf die Wissenschaft. Was der eine Wissenschaftler vom Zusammenzählen schreibt ist schon sehr ernüchternd.

Wenn wir uns das im kleinen anschauen: wie verhalten wir uns mit Energie zu Hause? Ich gehöre noch zu denen, die versucht das Licht meistens auszumachen. Aber es gibt sicherlich bereiche, wo ich Energiesparender sein könnte. Für Hell erleuchtete Kommunen gilt das noch mehr. Aber solange wir genug Strom haben, wird es so weiter gehen.

Genauso ernüchternd wie die Berechnungen über die Umweltfreundlichkeit von low energy Häuser. Da lässt man eins bauen, mit allem drum und dran und glaubt man macht viel für die Umwelt, aber jeder Hartz-4 Empfänger und jeder der ein altes Haus kauft lebt im Grunde ökologischer. ABER: Ich bin mir nicht sicher ob die Rechnung so wirklich aufgeht, denn trotzdem müssen neue Häuser gebaut werden. Das könnte aber natürlich genauso "verleugnung" sein.

Kennst du die Serie " Revolution "? fand ich von der Thematik her recht interessant.

Ich frage mich halt, dass wenn viele so denken würden wie in dem Artikel, es vielleicht keine Bemühung mehr geben wird in erneuerbare Energien zu investieren oder zu forschen. Das wäre auch nicht gut, finde ich.

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