Manchmal – nur manchmal – ist die göttliche Inspiration ein ziemliches Ärgernis. So um zwei Uhr morgens, mitten in der Woche. Wenn ich weiß ich habe Patienten,  die meine volle Aufmerksamkeit verdienen. Wenn ich weiß, dass mein Lärchen-Mann früh aufsteht und mein ebenso Lärchen-Sohn  gleich darauf. Wenn mein Verstand mich warnt „Schlafmangel ist bei dir ein Migränetrigger, du musst schlafen!“. Soll ich noch einen draufsetzen? Ich bin Schwanger und darf all die kleinen Pillen die mein Migräneproblem lösen könnten nicht nehmen.
Also dreh ich mich um und versuche zu schlafen.
Aber die Muse hämmert immer kräftiger in meinem Kopf. Gedankenfetzen, Texte, Artikel, Prosa-inspiration flitzt an mir vorbei und ich wünsche mir ein Diktiergerät, aber dann fehlt mir die Sekretärin die es abtippt. Verd…. Ich hab genug Schreibkram zu erledigen ohne dass jetzt auch noch sowas kommt. Ich denke an Dolores (Ashcroft-Nowicki) die erzählte, dass die Inneren Ebenen, die Herrinnen und Herren des Lichts wenn sie eine Nachricht durchbringen wollen nicht immer  auf menschliche Bedürfnisse achten. Großartig.
Der Strom fließt. Ich weiß er ist zu stark um ein paar Notizen in mein Büchlein auf dem Nachttisch zu schreiben. Der Strom wird so stark, dass er einen Druck auf der Brust verursacht. Ich möchte an dieser Stelle betonen, dass AWEN auch unangenehm sein kann! Natürlich könnte man argumentieren, dass dies aus meinem Kampf damit entsteht und ich könnte dies noch nicht einmal verneinen. Ich verliere den Kampf übrigens, was mir aber eigentlich schon vorher klar war, es ist nicht das erste Mal, dass ich in der Nacht aufstehe und mich vor den Computer setze und meine Finger wie von selbst schreiben. Also schreibe ich zwei Stunden und kehre dann völlig übermüdet in mein Bett zurück.
Es geht wieder los „Ruhig jetzt, ich will schlafen!“ schrei ich im Kopf. Der Druck auf der Brust wird stärker. „Fass dich das nächste Mal kürzer, das Wichtigste ist bestimmt auf dem Blatt“.  Ruhe.
Endlich.
Ich Schlafe und nehme mir kurz vorher vor, beim nächsten Ritual ein “aber bitte nur Samstags zwischen 8 und 10 Uhr abends!“ einzufügen.
Ich weiß, es wird bestimmt nicht funktionieren, denn weder die Götter, noch das AWEN haben großes Verständnis für menschliche Tagesabläufe.

 

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eald antwortete auf das Thema: #11609 25 Jan 2012 00:09
Erst einmal: Gratulation @ Schwangerschaft.

Zu Awen kann ich nichts groß beitragen, aber betreffs profaner Inspiration, bin gleichfalls eine Eule im lärchenfreundlichem Lebensumfeld: Klar hab ich stets Stift und Papier in Greifweite, kommen die besten Ideen mir stets doch auch schon mal kurz vor der Nachtruhe.

Dazu hab ich mein Handy mit integrierter Diktiergerätefunktion. Darauf sind schon manche Gedankenfetzen schlatrunken gesprochen worden um später dann umgesetzt zu werden. Mehr als Stichworte, den gegenwärtigen Gedankengang später wieder aufzunehmen, zeichnete ich dort jedoch eher nicht auf.

Stundenlang nachts eine Inspiration auszuarbeiten, obgleich der Schlaf nach seinem Recht verlangt, das vermeide ich für gewöhnlich. Die knappen Schrift- und Sprachnotizen reichen meist vollkommen, den Gedankengang später wieder aufzunehmen.

Aber wie gesagt, Inspiration ist es, über die ich hier (bloß?) sprach. - eald
Lady of Darkness antwortete auf das Thema: #11645 08 Feb 2012 13:07
Ich räume Inspiration etc. tagsüber bewusst Zeit ein und bin abends meistens so platt, dass ich wie eine Tote schlafe. Da wird nix inspiriert, und mit AWEN is' auch Essig. ^^